Maibaum in Rangendingen: Narren beweisen Muskelkraft

Zum 20. Mal jährte sich das Maibaumstellen der Narrenzunft Jägi in Rangendingen, wo die geschmückte 16 Meter hohe Tanne noch ganz bewusst „von Hand“ aufgerichtet wird.
Klaus Stifel- In Rangendingen stellten die Jägen ihren 16 Meter hohen Maibaum „von Hand“ auf.
- 16 Mitglieder hoben den Stamm in Etappen – vier Schwalben sicherten das Aufrichten.
- Hunderte Zuschauer sahen zu, filmten und applaudierten; am Ende gab es Jubel.
- Die Tanzgarde schmückte den Baum, Musik kam von den Maibühlmusikanten.
- Danach feierten viele in der Zunftscheune weiter – mit DJs, Grill, Hähnchen und Schweinehals.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nicht nur die Fasnet ist eine Tradition, die den Jägen am Herzen liegt. Auch beim Maibaumstellen beweisen sie, dass sie unter dem Jahr voller närrischer Tatkraft stecken. Mit Muskelkraft hoben 16 Mitglieder den Stamm in die Höhe.
Gegen 19 Uhr war es so weit: Mit vier Schwalben haben die Jägen den Baum aufgestellt. Dabei ist nicht nur Muskelkraft, sondern auch Geschick gefragt, denn man muss schon aufpassen, der Baum nicht ausbricht. In die Höhe gehievt wird der Stamm in mehreren Etappen, bis er die Senkrechte erreicht.
Vor Ort waren Hunderte Besucher, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Manche von ihnen filmten mit dem Smartphone, andere schauten staunend zu. Jeder Fortschritt wurde von den Zuschauern aufmerksam verfolgt – und mit Beifall belohnt. Als der Baum schließlich sicher in der Verankerung stand, brandete Jubel auf.
Den Maibaum mit einer Maschine aufzustellen, kommt für die Jägen nicht infrage: „Den Baum mit Muskelkraft aufzustellen, gehört für uns dazu“, berichtet Hansi Schilling, denn schließlich hatte man früher doch auch nur die Muskelkraft zur Verfügung, warum sollte man es heute anders machen?
Gut gelaunt in den Mai
Den mächtigen Stamm holten die Narren erst wenige Tage vor dem ersten Mai aus dem Gemeindewald bei Rangendingen. Danach entfernen die Mitglieder die Rinde, und die Tanzgarde sorgt für den Schmuck. Versehen war der Baum noch mit zwei Schildern der Narrenzunft und der Stamm mit künstlichem Tannenreisig.
Für musikalische Unterhaltung sorgten traditionell die Maibühlmusikanten. Nach dem Stellen des Baumes ging es in der Zunftscheune mit musikalischer Unterhaltung mit DJs weiter. Natürlich war am Abend auch für das leibliche Wohl mit Holzofengrill, Hähnchen und Schweinehals gesorgt. So begrüßten zahlreiche Rangendinger gut gelaunt den Mai.