Lichtstube Hechingen
: Betrieb ist gesichert: Im April steigt das Diasporahaus ein

Vorstandsmitglied Gebhard Stein hat im Mai angekündigt, dass es weitergehen wird an der Staig. Jetzt ist das ganz sicher, denn mit dem Diasporahaus Bietenhausen ist ein neuer Trägerverein gefunden.
Von
Ernst Klett
Hechingen
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Kreative Beschäftigung ist ein großer Pluspunkt des Schülerhorts der Lichtstube. Die jungen Herrschaften, die sich auf dem Foto farbenfroh an einem großen Vorbild abarbeiten, sind inzwischen etwas älter geworden, denn es handelt sich um ein Archivbild!

Archiv

Als er im Mai dieses Jahres in den Gemeinderat gekommen war, ging es Dr. Gebhard Stein darum, die Dringlichkeit höherer städtische Zuschüsse zu verdeutlichen. Gleichzeitig aber verkündete das Gründungs- und Vorstandsmitglied des Hechinger Vereins Lichtstube, dass sich dieser aus dem Gebäude Staig 1 verabschieden werde. Wohlgemerkt aus einleuchtenden, nämlich Altersgründen.

Aber, ganz wichtig: Die zwar kleine, aber sehr feine und Hechingen bestens zu Gesicht stehende Einrichtung für Bildungs-, Betreuungs- und Förderangebote an Schulkinder soll auch weiterhin bestehen. So versicherte es Stein, der schon im Frühjahr von Verhandlungen mit potenziellen Nachfolgern als Trägerverein berichtete. Nur waren die halt noch nicht so weit gediehen, dass Namen genannt werden konnten.

Auswahl ist nicht groß

Nun muss man im Hohenzollerischen nicht verzweifeln beim Rätselraten im sozialpädagogischen Umfeld. Es sind eigentlich immer maximal drei Einrichtungen, die zum Zuge kommen könnten: das Haus Nazareth mit katholischem Hintergrund, und dann gleich zwei evangelisch dirigierte Konkurrenten: die diakonische Einrichtung Mariaberg und das Diasporahaus Bietenhausen. Eben dieses und die Lichtstuben-Macher sind sich am engsten gekommen, und der Wechsel an der Staig soll sich zum zweiten Quartal, also ab April, vollziehen. So kündet es die Stadt Hechingen in den Unterlagen zur Sitzung des Verwaltungsausschusses an.

Es soll weitergehen!

Mitreden, wer an der Staig das Sagen hat, das ist im Rathaus nicht das Ding. Allerdings ist die Stadt neben dem Land und dem Landkreis ein dritter Geldgeber der sehr langlebigen Einrichtung. Also ist ein neuer Trägerverein sehr wohl ein Thema für die Hechinger Stadträte. Dass die Stadt auch mit neuen Machern kooperieren will, ist schon im Mai deutlich signalisiert worden – wenn der Nachfolger geeignet sei. Im Rathaus baut man bei der Zusammenarbeit insbesondere auf den Schülerhort, also das Betreuungsangebot.

Gute Lösung

Daran besteht aus Sicht der Stadtverwaltung kein Zweifel: Mit dem Verein Diasporahaus Bietenhausen präsentiere sich ein „befähigter Träger, mit dessen Engagement die besonderen Qualitäten und Bedarfserfüllungen des Hechinger Hortangebotes weiterhin angeboten werden können.“

Zuschuss verdoppelt

Mit der neuen Leitung an der Staig geht eine bessere Finanzierung einher. Die, es sei daran erinnert, hätte allerdings auch unter der Regie des Lichtstuben-Vereins kommen müssen. Denn mit den bisherigen Zuschüssen sei die Arbeit nicht mehr zu machen, hatte Gebhard Stein sehr deutlich gemacht. Das heißt, dass der Verwaltungsausschuss am Donnerstag einer flotten Verdoppelung des Jahreszuschusses sein Okay geben soll. Was bei bislang bescheidenen 28 000 Euro so schwer wohl nicht fallen sollte. Im Frühjahr war die „wertvolle Nischenarbeit“ des Hechinger „Kleinods“ im Gemeinderat auf jeden Fall noch in den allerhöchsten Tönen gepriesen worden – verbunden mit Befürchtungen, die Türen im Gebäude Staig 1 könnten zubleiben. Was sie jetzt ja nicht tun.

Ein Platz mehr

Woher das Verlangen nach mehr Unterstützung kommt, braucht nicht wortreich umschrieben werden. Stichworte wie Lohnsteigerungen, höhere Lebensmittel- und Energiekosten sollten reichen. Die anderen Unterstützer bleiben ebenfalls an Bord. So zahlt der Landkreis noch 6700 Euro drauf, indem er einen weiteren Betreuungsplatz übernimmt. Bislang können im Schülerhort 20 Grundschulinder unterkommen. Rechnet man den gleichbleibenden Zuschuss des Landes hinzu, sollen im kommenden Jahr gut 126 000 Euro statt wie bislang knapp 91 000 Euro zur Verfügung stehen.

Energie, Hallenbad und Feuerwehr Schlatt

Tagesordnung Der Verwaltungsausschuss des Gemeinderates Hechingen tagt am Donnerstag, 28. September, um 18.30 Uhr. Die Sitzung beginnt mit dem Energiebericht für städtische Gebäude für die Jahre von 2019 bis 2022 bringt dann den Tätigkeitsbericht des städtischen Integrationsberaters, die Erhöhung der Eintrittspreise im Hallenbad und die außerplanmäßige Beschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr-Abteilung Schlatt.

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