Kreisbaugenossenschaft Hechingen: Richtfest in der Silberburgstraße: Ein Ausrufezeichen am Rand des Zylinderviertels

Ganz oben im Nebel sind die Zimmerleute von Holzbau Frank Kuhn (und in der Papierausgabe der HZ sieht man sie auch): Am Freitag war Richtfest beim Großprojekt der Kreisbaugenossenschaft Hechingen an der Ecke Silberburg- und Zollernstraße in der Hechinger Oberstadt. Mit dabei waren selbstverständlich sämtliche bislang am Bau beteiligten Handwerker unter der Regie der Klaus Fahrner Wohnkonzept GmbH und der Wäschle Architekten aus Balingen sowie zahlreiche Vertreter der Bauherrschaft.
Ernst Klett- Richtfest für Zwölffamilienhaus in Hechingen, Silberburgstraße – Bau im Zeitplan.
- Zwölf Wohnungen (60–110 m²) entstehen als bezahlbarer Wohnraum für Kreisbau-Mitglieder.
- Fertigstellung bis September 2026 geplant – Spatenstich war am 7. November 2022.
- Moderne und helle Wohnungen mit guter Lage – genossenschaftliches Wohnen fördert Gemeinschaft.
- Bauprojekt lobt Zusammenarbeit von Kommune und Bauwirtschaft in Hechingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nur gut, dass die Zimmerer gemeinhin als die extraharten Leute vom Bau gelten. Man hätte am Freitagmittag im kalten Nebelnieseln nicht tauschen wollen mit Frank Kuhn. Der Chef des gleichnamigen Rangendinger Holzbau-Unternehmens musste einen bestimmt nicht wohltemperierten Rotwein hinunterstürzen. Besser wäre ihm wahrscheinlich ein Glühwein bekommen. Aber so ist das halt, wenn man einen Richtspruch halten muss.
Der war den äußeren Umständen entsprechend schön kurz, aber unterhaltsam. Auch da zeigt sich der Zimmerermeister. Kuhn konnte man nur zustimmen: Der Rohbau des aktuellen Kreisbau-Projekts in der Hechinger Oberstadt ist durchaus gelungen. Zwar kann man ein Zwölffamiliengebäude nicht verstecken, aber der Nachfolgebau des vor geraumer Zeit abgebrochenen Vorgängerkomplexes macht etwas her. „Das gehört hier hin“, stellte Bürgermeister Philipp Hahn fest.
„Willkommen zu Hause.“ So lautet der aktuelle Werbeslogan der Kreisbaugenossenschaft Hechingen. Deren Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Neth schloss sich an: „Ein Ort, an dem man sich wohlfühlen kann“, entstehe auf dem Grundstück Silberburgstraße 2. Und das gleich im Dutzend: Es entstehen insgesamt zwölf Wohnungen zwischen 60 und 110 Quadratmetern, aufgeteilt in sechs Zweizimmer- und sechs Vierzimmerappartements. Insgesamt umfasst das mehrgeschossige Gebäude 1008 Quadratmeter Wohnfläche. Ganz wichtig bei allen Zahlen: Es entsteht bezahlbarer Wohnraum für Kreisbau-Mitglieder.
Für die Bauherrschaft gab es zum Richtfest nichts zu meckern. Ganz im Gegenteil: Rainer Neth pries den vollen Einsatz der Handwerker, der dazu führt, dass das Vorhaben „absolut“ im Zeitplan ist. Der Spatenstich war am 7. November vorigen Jahres. Die voraussichtliche Fertigstellung ist auf September 2026 terminiert. Neben dem Dank an alle bislang am Bau Beteiligten gab es einen besonderen Gruß ans Hechinger Rathaus: Wohnungsbau sei immer eine gemeinsame Sache von Kommune und Bauwirtschaft, und das funktioniere in der Zollernstadt.
Die richtige Größe
Hechingens Stadtoberhaupt Philipp Hahn gab das Lob zurück: Die Kreisbau helfe, den in allen Städten existenten Wohnungsmangel zu lindern und schaffe modernen und sozialen Wohnungsbau. Die genossenschaftliche Idee sichere Mitsprachemöglichkeiten der Bewohner und sorge für ein gutes Miteinander von Vermieter und Mieter. Hahn wusste bereits von einer Interessentenliste. Leerstände sind ganz sicher nicht zu befürchten. Zwölf Wohnungen seien die richtige Größe, urteilte der Bürgermeister, der zudem die attraktive, weil zentrumsnahe Lage betonte. Und ein bisschen können sich die späteren Bewohner auch dem einst legendären Zylinderviertel zugehörig fühlen.
So nutzt man ein Grundstück
Architekt Till Wäschle aus Balingen verwies darauf, dass das Grundstück anders als beim Vorgängerbau bestmöglich ausgenutzt sei und das Gebäude den Straßenraum zur Zollernstraße hin klar definiere. Ebenfalls ein Ausrufezeichen wert: Die Wohnungen werden schön hell sein.
Auch weiterhin alles nach Plan
Generalunternehmer Klaus Fahrner von der gleichnamigen Wohnkonzept-GmbH aus Höfendorf überreichte zum Richtfest ein kunstvoll gestaltetes Hufeisen. Der versicherte, dass auch weiterhin alles nach Plan laufen werde.

