Klanglabor Hechingen: Festival bringt den Jazzpreisgewinner Samuel Restle in die alte Heimat

Er ist frisch ernannter Gewinner des Jazzpreises Baden-Württemberg - und immer noch Hechinger: Samuel Restle gastiert mit seiner Big Band am Sonntag, 18. Mai, beim Klanglabor.
Archiv- Samuel Restle, Jazzpreisträger Baden-Württemberg, tritt beim Klanglabor Hechingen am 18. Mai auf.
- Festival vom 14. bis 18. Mai, Thema: „Leben! Celebrating life“, Gedenken an Ende WWII und Shoah.
- Fünf Aufführungen: Konzert, Tanzperformance, Lesungen; internationale Künstler wie Sarvenaz Safari und Gili Schwarzman.
- Ziel: Kulturellen Zugang fördern, Schüler für Musik begeistern.
- Tickets: www.klanglabor-hechingen.de
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zum vollen Dutzend will Raphaël Schenkel (Klarinette, aufgewachsen im hohenzollerischen Jungingen, seit Jahren bei den Bremer Philharmonikern) nichts weniger als das Leben feiern: Vom 14. bis zum 18. Mai ist das Internationale Hechinger Musikfestival "Klanglabor" mit „Leben! Celebrating life“ überschrieben. Die fünf Aufführungen widmen sich der Musik als universeller Sprache des Dialogs und der Erinnerung. Das Festival vereint hochkarätige Konzerte internationaler Künstler mit einem Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche aus der Region. Das Ziel ist, kulturellen Zugang im ländlichen Raum zu fördern und Schüler für Musik zu begeistern.
Die diesjährige Ausgabe des Klanglabors steht im Zeichen des Gedenkens an das Ende des Zweiten Weltkriegs und der Shoah vor 80 Jahren. Die universelle Botschaft der Musik soll eine Brücke schlagen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und will mit dem Motto „Leben!“ ein Zeichen setzen gegen das Vergessen und für Frieden, Freundschaft und Freiheit.
Frieden, Wandel, Menschlichkeit
Das Festival bietet ein vielfältiges Programm mit international renommierten Künstlern, die Themen wie Frieden, Wandel und Menschlichkeit in den Fokus rücken. Im Mittelpunkt stehen zwei Komponistinnen: Sarvenaz Safari ist eine Exil-Iranerin, die in ihrer Musik persische Kunsttraditionen mit westeuropäischer Avantgarde verbindet. Gili Schwarzman ist eine israelische Flötistin und Komponistin, die mit ihrem Werk eine persönliche Geschichte der Erinnerung und Hoffnung auf die Bühne bringt.

Gil Schwarzman, eine israelische Flötistin und Komponistin, bringt mit ihrem Werk eine persönliche Geschichte der Erinnerung und Hoffnung auf die Bühne.
ArchivZudem gestalten Künstler wie Guy Braunstein, ehemaliger Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, Zvi Plesser, Professor für Violoncello an der Julliard School of Music New York, die Violinistin Rahel Rilling, sowie der aus Hechingen stammende Pianist Clemens Müller und der Klarinettist und künstlerischer Leiter Raphaël Schenkel ein facettenreiches Programm, das Werke von Bach, Brahms, Dvorak und Haydn mit Uraufführungen verbindet.
Übungsprogramm auf höchstem Niveau
Nicht nur das Festivalprogramm und die beteiligten Künstler lassen aufhorchen, auch das sogenannte Education-Programm des Klanglabors ist gewachsen. Gleich vier Projekte sind in diesem Jahr fester Bestandteil des Festivals. Ein Höhepunkt wird das Tanzprojekt „Karneval“ sein: Im Zeitraum Februar bis Mai hat Frank Willens in mehreren Workshops mit Schülern der Werkrealschule, der Realschule, der Berufsschule und des Gymnasiums Hechingen eine Tanzperformance zu Camille Saint-Saëns "Karneval der Tiere" entwickelt und einstudiert. Die Performance wird am Mittwoch, 14. Mai, in der Stadthalle Hechingen gleich zweimal gemeinsam mit international renommierten Musikern dem Publikum präsentiert. Gleichzeitig werden Schüler der verschiedenen Partnerschulen mit dem Sprecher Rudolf Guckelsberger den Sprecher-Part basierend auf Loriots Text zu Karneval der Tiere einstudieren.

Der Geiger Guy Braunstein ist am 17. Mai in der Alten Synagoge zu erleben.
ArchivSchüler als Reporter
Darüber hinaus tauchen Schülerinnen in den Beruf der Journalistin und des Reporters im Projekt „Klanglabor Reporter“ mit Julia Kaiser, Journalistin und Gründerin des Netzwerks „Junge Reporter“ ein.
Noch mehr Schulkonzerte
Mit „Klassikstars im Klassenzimmer“ baut das Klanglabor bewusst sein Schulkonzert-Programm aus, bei dem die eingeladenen Künstler spezielle Schulkonzerte gestalten. In fünf Aufführungen beleuchtet das Programm die Festivalthemen. Los geht es am Mittwoch, 14. Mai, um 17.30 Uhr und 19.30 Uhr mit dem „Karneval“ im Europasaal der Stadthalle Hechingen. Es ist ein generationsübergreifendes Projekt, bei dem Schüler gemeinsam mit Profikünstlern und Choreograf Frank Willens (Tanztheater Pina Bausch) Saint-Saëns’ Klassiker neu interpretieren. Der Eintritt ist frei.

Schüler proben mit dem Choreografen Frank Willens (Tanztheater Pina Bausch) Saint-Saëns’ Klassiker "Karneval der Tiere" in einer neuen Interpretation.
Hardy KromerAm Donnerstag, 15. Mai, folgt um 19.30 Uhr der Abend "Erinnerung“ in der Alten Synagoge Hechingen. Gili Schwarzmans Auftragswerk „Hanna“ steht im Zentrum eines Konzerts, das Erinnerungen an die Shoah durch Musik und Lesungen von Schüler lebendig hält. In der zweiten Hälfte erklingt Johannes Brahms ergreifendes Klarinettenquintett.
„Hoffnung“ folgt am Freitag, 16. Mai, um 19.30 Uhr in der Alten Synagoge. Mit Olivier Messiaens „Quatuor pour la fin du temps“ und dem berühmten „Amerikanischen Quartett“ von Antonin Dvorak in einer besonderen Bearbeitung für Flöte und Streichtrio und mit der Ausnahme-Flötistin Gili Schwarzman soll die erlösende Kraft der Musik gefeiert werden. Der Samstag, 17. Mai, bringt um 19.30 Uhr in der Alten Synagoge „Freude“. Ein emotionales Finale mit Werken von Gideon Klein, Ben-Haim und dem Streichquartett Nr. 2 op. 26 des auch für seine Filmmusik berühmten Erich Wolfgang Korngold und einer Uraufführung von Sarvenaz Safari.
Auf der Bühne: der Jazzpreisträger
Im Abschluss-Konzert „Hommage“ am Sonntag, 18. Mai, um 18 Uhr in der Alten Synagoge präsentiert der Ausnahme-Posaunist und Preisträger des Landes-Jazzpreises Baden-Württemberg, Samuel Restle ,mit seiner Big Band die zeitlose Musik Kurt Weills – ein mitreißendes Konzert zwischen Jazz und Broadway: Unterhaltung mit Tiefgang!
Mit der diesjährigen Ausgabe will das Internationale Klanglabor Hechingen ein starkes Zeichen setzen für Dialog und Verständigung. Durch Konzerte, Uraufführungen und interaktive Projekte werden Musiktraditionen aus verschiedenen Kulturen und Epochen miteinander verknüpft und einem breiten Publikum zugänglich gemacht. „Wir wollen mit Musik nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern auch Wege in eine friedvolle und freie Zukunft aufzeigen“, erklärt der künstlerische Leiter Raphaël Schenkel.
Rechtzeitig reservieren
Wegen der begrenzten Platzkapazität empfiehlt sich eine frühzeitige Ticketbuchung unter www.klanglabor-hechingen.de oder ab dem 1. Mai unter der Telefonnummer (07477) 8611. Tickets kosten 30 Euro (Mitglieder und ermäßigt 20 Euro), die Festivaltickets (Konzerte 15. bis 18. Mai) sind zu haben für 90 Euro (Mitglieder 70 Euro). Für Schüler ist der Eintritt frei!
