Kirche Haigerloch
: Pfarrer Storost in Gruol verabschiedet – Vikar Pröbstle übernimmt

Dankesworte und gute Wünsche gab es für den scheidenden Haigerlocher Pfarrer Michael Storost. Sein Nachfolger Vikar Sandro Pröbstle wurde herzlich begrüßt.
Von
Wilfried Selinka
Haigerloch
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Verabschiedung Michael Storost Pfarrer Haigerloch

Ein Abschiedsgeschenk mit heimischen Erzeugnissen überreichten die die früheren Pfarrgemeinderatsmitglieder Regina Sauter, Rosmarie Burger, Brigitte Dormeyer und Martin Beuter dem scheidenden Haigerlocher Pfarrer Michael Storost.

Wilfried Selinka
  • Abschied in Gruol: Pfarrer Michael Storost feierte seinen letzten Gottesdienst.
  • Vikar Sandro Pröbstle, 32, wurde als Nachfolger in der St. Clemenskirche begrüßt.
  • Leitender Pfarrer Thomas Fürst würdigte 13 Jahre Dienst und die verbindende Arbeit Storosts.
  • Storost trieb Sanierungen in Gruol, Bittelbronn und Heiligenzimmern voran – dank Gebäudekonzept.
  • Gemeinde, Gremien und evangelische Kirche dankten; Begegnung im Pfarrgarten folgte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Viele Gläubige, Vertreter der politischen Gemeinde sowie der evangelischen Kirchengemeinde hatten sich am vergangenen Sonntag in der Gruoler St. Clemenskirche, der größten Dorfkirche Hohenzollerns  (Zollernalbkreis), zum Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Michael Storost eingefunden. Gleichzeitig gab es dabei ein herzliches Willkommen für seinen Nachfolger, den 32‑jährigen Vikar Sandro Pröbstle.

Der gute Besuch, auch der über 50 anwesenden Ministranten, machte deutlich, dass es vielen Menschen ein Anliegen war, dem scheidenden Pfarrer auf diesem Weg Dankeschön zu sagen. Hauptzelebrant war Thomas Fürst, der leitende Pfarrer der neu gegründeten römisch-katholischen Kirchengemeinde Zollern. Mit am Altar standen Vikar Sandro Pröbstle und die beiden Diakone Peter Hipp und Franz Haueisen. Als Kantor fungierte Benedikt Hofer im gut harmonierenden Zusammenspiel mit Oliver Simmendinger an der Orgel. Die Lesungen trug Ingrid Wiest vor.

In Zeiten des Priestermangels

Pfarrer Thomas Fürst fand es in seiner Begrüßung „nicht selbstverständlich“, aber schön, dass man in der heutigen Zeit des Priestermangels mit der Verabschiedung von Pfarrer Storost sofort mit Vikar Sandro Pröbstle ein Nachfolger begrüßen könne. Wie er weiter sagte, habe Pfarrer Storost „eine gesellschaftsgestaltende und verbindende Kraft eingebracht“, als es zunächst um das Entstehen der Seelsorgeeinheit Eyachtal-Haigerloch St. Anna mit ihren zehn Gemeinden ging, ebenso wie er als Kooperator der neuen Großpfarrei Zollern gestaltend tätig war. „Pfarrer Storost war kein Soloplayer“. Er habe es zudem verstanden, vielen Menschen in frohen und schweren Stunden ein fürsorgender Begleiter zu sein. Für diesen 13-jährigen Dienst durfte der Scheidende von Thomas Fürst ein herzliches „Vergelt's Gott“ statt einem schwäbischen „Nix s'gsagt isch gnueg globt“ entgegennehmen.

Neuer Pfarrer Haigerloch Pröpstle

Abschied und Neubeginn in der Gruoler St. Clemenskirche mit (links) Vikar Sandro Pröbstle und Pfarrer Michael Storost, dahinter leitender Pfarrrer Thomas Fürst beim Einzug in die Kirche.

Wilfried Selinka

„Du bist nicht allein“, meinte der leitende Pfarrer dann an den Nachfolger Vikar Pröbstle gewandt. Er unterstrich dabei die Mitarbeit zahlreicher hauptamtlicher und ehrenamtlicher Kräfte. Fürst war es dann auch, der am Ende den Gläubigen alle hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der ehemaligen Seelsorgeeinheit und darüber hinaus in Richtung Empfingen vorstellte.

Er ermöglichte wichtige Sanierungen

In mehreren Dank- und Willkommensadressen wurden abschließend die Verdienste Michael Storosts gewürdigt und Vikar Sandro Pröbstle begrüßt. Der frühere Pfarrgemeinderatsvorsitzende Martin Beuter hob besonders die Mitwirkung von Storost bei der Erstellung des Gebäudekonzepts der Seelsorgeeinheit hervor, das erste innerhalb der Erzdiözese Freiburg. Dadurch wurden grundlegende Sanierungen der Vitus-Kapelle in Gruol, der St. Clemenskirche Bittelbronn und der St. Patriciuskirche in Heiligenzimmern möglich. Ein „Das geht nicht“ habe es für den Scheidenden nicht gegeben. Für das gute Miteinander in den Gremien und Gemeinden durfte Michael Storost einen Geschenkkorb als Wegzehrung mit Erzeugnissen aus den jeweiligen Gemeinden mit ins Pfarrhaus nach Kippenheim nehmen.

Für die Kolpingsfamilie Gruol überreichte Vorsitzender Hans Wiest ein Bildgeschenk. Den Dank des jetzigen Pfarreirates übermittelte der stellvertretende Vorsitzende Ralf Schneider, der auch als früherer Stiftungsrat die konstruktive Zusammenarbeit lobte. Wehmut war vom früheren Oberministranten Markus Stehle zu vernehmen, der an die vielen Zusammenkünfte bei Ministrantenlagern am Lagerfeuer erinnerte und Michael Storost ein „Vergelt's Gott“ übermittelte.

Gruß der evangelischen Gemeinde

Pfarrer Oliver Saia sprach für die Mitchristen aus der evangelischen Kirchengemeinde Haigerloch von verschiedenen Gottesdiensten und gemeinsamen Sitzungen, durch die eine ökumenische Begegnung mit Pfarrer Michael Storost gepflegt wurde. Diese Verlässlichkeit, Zuverlässigkeit und Zusammengehörigkeit wünschte sich Saia auch von Nachfolger Sandro Pröbstle.

Dankesworte richtete zum Schluss der Scheidende an alle, die er in den vergangenen 13 Jahren begleiten durfte. Im Anschluss an den Gottesdienst bot sich für die Gläubigen im Pfarrgarten die Möglichkeit, sich von Pfarrer Michael Storost zu verabschieden und Vikar Sandro Pröbstle kennenzulernen.