Kinderkrebshilfe: „Querbeet“ und Freunde begeistern in Burladingen für den guten Zweck

Packende Momente und Gänsehautstimmung in der Burladinger Fideliskirche. Das Benefizkonzert von „Querbeet-live“, zweier Rangendinger Chöre und einer Bläsergruppe wurde nicht nur klanglich zu einem Riesenerfolg – und wird beitragen Not von Kindern zu lindern.
Matthias Badura- Benefizkonzert in der Burladinger Fideliskirche zugunsten des Ronald-Mc-Donald-Hauses Tübingen
- Über 500 Besucher füllten die Kirche, Chöre und Bläsergruppe verstärkten „Querbeet-live“
- Dramatischer Auftakt mit „El silencio“ und Bachs Toccata, weitere Titel von Journey und Led Zeppelin
- Höhepunkte: Morricone-Stücke, „This Land“, „Stairway to Heaven“ und „My Way“ mit Zugabe
- Spenden und Erlöse aus Getränken gehen, abzüglich Unkosten, an die Kinderkrebshilfe Tübingen
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Großstadtniveau! – so lautete die Zusammenfassung von Altbürgermeister Höhnle, einem von weit über 500 Besuchern und Besucherinnen des Benefizkonzertes der Burladinger Band „Querbeet-live“ in der Fideliskirche.
Zu dem ebenso beeindruckenden und schwungvollen Klangerlebnis ist diesem Kommentar eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Selbstverständlich, dass der Gemischte Chor und „voice mr’s“ vom Sängerbund Rangendingen sowie ein Bläserensemble den Vollklang verstärkten und an dem Abend eigene Glanzlichter setzten.
Weit um die Fideliskirche herum war schon früh kaum mehr ein Parkplatz zu bekommen. Von daher nicht erstaunlich, der Anblick, der sich beim Betreten des Gotteshauses bot: voll besetzte Bänke bis in die hinterste Reihe. So gut besucht hat man St. Fidelis lange nicht gesehen.
Dramatischer Auftakt
Unsere Redaktion durfte in vergangenen Wochen bei einer Konzertprobe anwesend sein. Zwei verschiedene Chöre, eine Band und ein Bläserensemble, das sich erst für den gemeinsamen Auftritt zusammengefunden hatte. Würde das funktionieren? Es hörte sich damals nicht danach an.
Jetzt, in St. Fidelis, eröffneten Band und Bläser dramatisch mit Enio Morricones Western-Klassiker „El silencio“. Das Stück lief nahtlos über in den Auftakt von Bachs Toccata und Fuge; an der Orgel gespielt von Chorleiter Michael Binder. Wow! Das rief Gänsehaut hervor. Nach diesem Auftakt war klar: Das wird ein ganz großer Abend und ein ganz großes Musikerlebnis.
Um das Programm hatte „Querbeet“ ein Geheimnis gemacht. Es waren unter anderem Titel wie Meat Loafs Rockhit „I Would do Anything for Love“; „Don’t Stop Believin’“ von Journey oder „It’s Hard to Say I’m Sorry“ von (Chikago).
Weitere Höhepunkte bildeten „Spiel mir das Lied vom Tod“ (nochmals Ennio Morricone), dargebracht von den Bläsern. Glänzend: Matthias „Matti“ Herter an der Trompete, dirigiert von Jan Schlageter. Nochmals Gänsehaut-Gefühl!
Jimmy Page hätte gestaunt
Der Chor brillierte etwa – oder besonders – mit „This Land“ aus dem Musical „König der Löwen“. Wiederum „Querbeet“ faszinierte mit „Stairway to Heaven“ (Led Zeppelin). Die Sängerinnen Melanie Schoser und Kristin Kraft nahmen das Publikum nahezu gefangen, insbesondere stark jedoch Matze Schmid an der Gitarre. Jimmy Page von Led Zeppelin hätte es kaum besser hinbekommen.

So voll besetzt sah man die Burladinger Fideliskirche lange nicht. Über 500 Besucher wohnten dem Konzert zugunsten der Kinderkrebshilfe bei.
Matthias Badura„Querbeet“-Bassist Armin Mauz war an dem Abend wegen einer Einschränkung Zuhörer. Er sang allerdings „Eiszeit“ von Peter Maffay und Marius Müller-Westernhagens Freiheitshymne. Seinen Platz am Bass nahm für die Aufführung Stephan Seeger ein.
Das Publikum hatte schon gleich beim dritten Stück des Programms, „Suspicious Minds“ (Elvis Presley), enthusiastisch mitgeklatscht. Das wiederholte sich bei allen Titeln, wenn sie nicht Ruhe und Erhabenheit verströmten.
In ganz großer Form präsentierte sich am Schluss nochmals Matthias Herter, als er „My Way“ (Frank Sinatra) vortrug. Unter Bravo-Rufen musste die letzte Strophe des Songs als Zugabe wiederholt werden – bevor die Akteure abschließend das Kirchenlied „Von guten Mächten“ intonierten. Ehrfürchtige Stimmung gefolgt von nochmaligem, stehendem Applaus.
Der Dank von „Querbeet“-Klarinettistin Alexandra Mauz namens der Band galt dem Publikum, den Mitwirkenden, darunter der Lichttechnik, die eine zu den jeweiligen Titeln passende, teils magische Stimmung ins Kirchenschiff gezaubert hatte.
Andrang im Pfarrsaal
Damit war der Abend nicht vorbei, die Akteure luden die Gäste in den Pfarrsaal ein, der fast aus den Nähten platzte. Auf ihrem Weg aus dem Gotteshaus passierten die Zuhörerinnen und Zuhörer Spendenkörbchen. So wie der Eintritt – nach Abzug der Unkosten für die Technik – gehen auch dieses Geld und die Erlöse an der Getränkekasse der Kinderkrebshilfe Tübingen zu.
Man konnte den Eindruck gewinnen, als ob die Menschen unter dem Eindruck dieses mehr als gelungenen Konzertes gerne und mehr gaben, als sie es vielleicht sonst getan hätten.
Leiterin dankt Akteuren und Publikum
Der Erlös des Konzertes, Spenden und Getränkeverkauf gehen, abzüglich der Unkosten, an das Ronald-McDonald-Haus der Kinderkrebshilfe Tübingen. Dort finden Eltern krebskranker Kinder Übernachtungsmöglichkeiten, um in der Nähe ihrer behandelten Kinder sein zu können. Elke Sederino, Leiterin des Hauses, war anwesend und bedankte sich bereits vorab bei Initiatoren und Publikum für die Hilfe.
