Im Bereich der IG Metall Albstadt, deren Einzugsgebiet über den Zollernalbkreis hinaus auch in den Landkreis Tuttlingen reicht, gab es bereits vergangene Woche bei Mahle in Leibertingen einen Warnstreik. Der erste im Zollernalbkreis war am Dienstagvormittag nun bei der Firma August Beck in Winterlingen.

Zirka 30 Mitarbeitende beteiligen sich am Warnstreik

Rund 30 Beschäftigte des Herstellers von Präzisionswerkzeugen haben ab 8.45 Uhr eine Zeitlang die Arbeit niedergelegt. Dorothea Ertl, Gewerkschaftssekretärin der IGM-Geschäftsstelle Albstadt, versammelte sich mit den Streikenden im Hof des Unternehmens und unterstrich dabei die Kernforderung der Gewerkschaft.
Die IG Metall möchte von der Arbeitgeberseite eine Entgelterhöhung von 8 Prozent für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. In den ersten drei Verhandlungen hatten die Arbeitgeber laut IG-Angaben noch kein tragbares Angebot vorgelegt.

Von guter Auftragslage profitieren

„Die Auftragslage in der Metall- und Elektroindustrie ist sehr gut, wenn Südwestmetall keinen längeren Arbeitsausfall riskieren will, müssen sie jetzt handeln! Die Menschen haben keine Geduld für das Zeitspiel der Arbeitgeber“, informiert Michael Föst, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Albstadt.

Weitere Streiks diese Woche

Weitere Warnstreiks in dieser Woche sind geplant: am Mittwoch bei Weiss Technik in Balingen, bei Gewefa Pfister in Burladingen und am Donnerstag bei SHW in Tuttlingen und bei SKF in Mühlheim a.d. Donau.
„Sollte es dann in dieser Woche immer noch zu keiner spürbaren und akzeptablen Annäherung der Tarifparteien kommen, sieht die IGM Albstadt für die kommende Woche deutlich kräftigere Warnstreiks vor“, kündigte Ertl vor Ort in Winterlingen an.