Hohenzollerisches Landesmuseum
: Sherlock Holmes – bis heute eine faszinierende Figur

1887 hatte Sir Arthur Conan Doyle eine „sehr gute Idee“: Er erfand den Vater aller Ermittler, Sherlock Holmes. Diesem berühmtesten aller Meisterdetektive widmet das Hohenzollerische Landesmuseum seine neue Sonderausstellung.
Von
Birgit Fechter
Hechingen
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Museumsleiter David Hendel führte am Mittwochabend in die neue Sonderausstellung ein, die dem Meisterdieb Sherlock Holmes gewidmet ist.

Museumsleiter David Hendel führte am Mittwochabend in die neue Sonderausstellung ein, die dem Meisterdieb Sherlock Holmes gewidmet ist.

Birgit Fechter
  • Hohenzollerisches Landesmuseum zeigt eine Schau zu Sherlock Holmes in Hechingen.
  • Museumsleiter David Hendel eröffnete die Sonderausstellung am Mittwochabend.
  • Thema ist die Figur, ihr Umfeld und Arthur Conan Doyle – Konzeption Dr. Alice Selinger.
  • Besucher lösen Rätsel an interaktiven Stationen, Exponate und Detektivliteratur sind zu sehen.
  • Öffnungszeiten: Do 14–18, Fr 14–17, Sa/So 13–17. Laufzeit bis 31. Januar 2027.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Museumsleiter David Hendel eröffnete am Mittwochabend die neue Sonderausstellung im Hohenzollerischen Landesmuseum, die dem Meisterdetektiv Sherlock Holmes gewidmet ist. Die Grüße der Stadtverwaltung überbrachte zunächst Marc Meßmer, Fachbereichsleiter Bürgerdienste und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Meßmer freute sich, dass die Ausstellung so gut zum diesjährigen Hechinger Kultur-Motto „Hände hoch: Kultur mit Nervenkitzel“ passt.

In der Ausstellung geht es nicht allein um die berühmte Roman- und Erzählfigur, sondern auch um ihre Entstehung, ihr historisches Umfeld und ihren Schöpfer, Sir Arthur Conan Doyle. Konzipiert wurde die Ausstellung von Dr. Alice Selinger.

Was fasziniert heute noch an Sherlock Holmes?

Die Frage lautet aber vor allem: Was fasziniert noch heute so sehr an dem Detektiv aus dem viktorianischen London? Und an Detektivgeschichten überhaupt, kommen sie noch als klassischer Roman, als Film, Computerspiel oder in der Form des Escape Rooms daher? Es sei wohl das menschliche Bedürfnis, die Welt zu verstehen, und die Freude daran, mit Neugier, Logik und Verstand Rätsel zu lösen und das Verborgene hinter der Oberfläche zu suchen, meinte Hendel. Das seien Fähigkeiten, die auch im Alltag bei der Suche nach verlorenen Gegenständen oder im Berufsleben bei der Entwicklung von Problemlösestrategien immer wieder gefragt seien.

Kein makelloser Held

Sherlock Holmes hat 140 Jahre überdauert und ist als Figur zeitlos geblieben. Dabei sei der distinguierte Ermittler kein makelloser Held, so Hendel: Er kann arrogant, herablassend und verletzend sein. Seine Unruhe und gelegentliche Langeweile bekämpft er mit dem Konsum von Kokain. Trotz seiner großen Talente entfremde ihn dies von anderen Menschen.

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Ein Blick in die Ausstellung über den Meisterdetektiv Sherlock Holmes.

Ein Blick in die Ausstellung über den Meisterdetektiv Sherlock Holmes.

Birgit Fechter

Diesem Exzentriker stellt Doyle Sherlocks getreuen Freund Watson gegenüber, der die menschliche Seite des Duos verkörpert und vor allem die richtigen Fragen stellt. Gemeinsam handeln Sherlock und Watson nach dem berühmten Wahlspruch: „Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.“

Rätselsport für Besucher

Bei der Ausstellungseröffnung durften die Gäste nicht nur Konsumenten, sondern auch Ermittler sein: David Hendel stellte mit mehreren Rätseln die Beobachtungs- und Kombinationsgabe der Zuhörerinnen und Zuhörer auf die Probe.

Darauf dürfen sich auch die Besucher der Ausstellung freuen, die bis zum 31. Januar 2027 läuft: Es gibt interaktive Stationen, die die Hobbydetektive zum Beobachten, Kombinieren und Ziehen der richtigen Schlüsse einladen. Dazu werden zahlreiche berühmte Exponate gezeigt, die Sherlock und Watson beim Ermitteln halfen. Auch die Detektivliteratur kommt zu ihrem Recht.

Eine spannende Sache

Die Lebenswirklichkeit im viktorianischen London kommt in der sehenswerten Schau ebenfalls nicht zu kurz. Kurzum, die Ausstellung ist eine spannende Sache für Groß und Klein, die sich zum Besuch an trüben Herbst- und Wintertagen – möglicherweise bei dichtem Nebel à la London – anbietet.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung

Die Sonderschau wie auch die Dauerausstellung des Hohenzollerischen Landesmuseums am Hechinger Schlossplatz sind zu folgenden Zeiten zu sehen: donnerstags von 14 bis 18 Uhr, freitags von 14 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Die Sherlock-Holmes-Ausstellung läuft bis zum 31. Januar 2027.