Hochwasserschutz Hechingen
: Am 16. Januar ist Gewässerschau an der Starzel: Anwohner stehen bereit

Bislang herrscht Uneinigkeit am Flussufer: Die Anlieger in der Hechinger Unterstadt wollen, dass die Ränder der Starzel häufiger freigeschnitten werden.
Von
Ernst Klett
Hechingen
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Ja, wo ist denn das Wasser? An der Brücke beim Europa-Kreisel ist der Uferbewuchs der Starzel besonders groß und dicht. Das kommt davon, wenn es ausnahmsweise mal einen Sommer mit viel Regen gegeben hat.

Inzwischen ist das viele Grün jahreszeitlich verschwunden. Im Frühherbst war es den Starzel-Anliegern im Hechinger Wohngebiet Weiher enorm wichtig, dass besser freigeschnitten wird, ganz im Sinne des Hochwasserschutzes. Das zuständige Regierungspräsidium war zumindest damals anderer Meinung.

Ernst Klett
  • Am 16. Januar ist Gewässerschau an der Starzel in Hechingen.
  • Anlieger fordern häufigeres Freischneiden der Uferbereiche zum Hochwasserschutz.
  • Regierungspräsidium sieht bisher keinen Bedarf für Änderungen.
  • Zustand der Starzelufer wird zwischen Hechingen und Stein geprüft.
  • Anwohner können sich bis 15. Januar anmelden, um teilzunehmen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Uferbereiche der Starzel sehen mittlerweile viel weniger dicht bewachsen aus. Als das Laub im Spätsommer noch dran war, konnte man allerdings den Gedankengang sehr wohl nachvollziehen, dass das viele Gestrüpp und die kleinen bis mittelgroßen Weiden dafür sorgen, dass es beim nächsten Hochwasser wieder zu den gefürchteten Blockaden kommt.

Brücken sind brandgefährlich, wenn die Starzel allerlei Treibgut mit sich führt. Aber auch dazwischen können sich die gefürchteten Dämme bilden. Was nicht abfließen kann, das steht irgendwann bei den Leuten im Wohnzimmer oder zumindest im Keller. Diese Angst haben die Menschen in der Unterstadt durch ihre einschlägig-schmerzlichen Erfahrungen. Der Vorstoß, lanciert mithilfe der HZ, dass die Uferbereiche öfter freigeschnitten werden sollen, endete im Spätsommer aber mit einem "Abwarten": Bei der nächsten Gewässerschau im Winter werde man die Frage klären. Allerdings ließ die Tübinger Landesbehörde, die für die Starzel ab der Johannesbrücke zuständig ist, schon durchblicken, dass aus Expertensicht der bisherige Turnus beibehalten werden kann.

Vor Ort kann man darüber reden

Eine der Erklärungen des Regierungspräsidiums wollte den Anliegern jedoch nicht einleuchten: Die Weiden würden im Hochwasserfall nachgeben, also nicht blockieren. Das sieht man im Weiher anders! Die Gelegenheit zum gegenseitigen Argumente-Austausch gibt es am Donnerstag kommender Woche: Am 16. Januar ist ein Team des Landesbetriebs Gewässer planmäßig in Hechingen. Geprüft wird im Rahmen der Gewässerschau der Zustand der Starzelufer zwischen Hechingen und Stein. Mit dabei sind Vertreter des Landratsamtes Zollernalbkreis.

Keine Holzstapel!

Das Hauptaugenmerk bei der Aktion liegt auf dem Hochwasserschutz: Wo befinden sich mögliche Gefahrenquellen wie Holzstapel, Komposthaufen oder anderweitiges Material, das bei einer Flut weggeschwemmt werden kann und dann für ungewollte Blockaden sorgt? Man kann davon ausgehen, dass die Starzel-Anlieger den Blick auch auf den Bewuchs richten. Geschaut wird zudem nach wassergefährdenden Stoffen, welche die ökologische Funktion der Starzel beeinträchtigen könnten. Nummer 3: Wo sind illegal errichtete Anlagen?!

Anmelden bis 15. Januar

Das Gewässerschau-Team wird wie immer auch Privatgrundstücke betreten müssen. Darauf weist das Regierungspräsidium schon jetzt hin. Wer als Anwohner mit dabei sein will, sollte das vorab kundtun, und zwar bis Mittwoch, 15. Januar, unter der Telefonnummer (07071)757-3556 oder per Mail an max.ruppelt@rpt.bwl.de.