Hochwasserhilfe: Zeitungsleser helfen: Gemeinde dankbar für Aktion von HZ und Südwest Presse
Das Kirchspiel am ersten Wochenende nach der Flutkatastrophe am späten Nachmittag des Donnerstags: Allerorten sieht man noch die Spuren der Schlammflut entlang des Klingenbachs. Zwar rollt der Verkehr längst wieder, aber schwäbisch saubere Straßen sehen natürlich anders aus.
An den Straßenrändern allerdings erblickt man die wirklich schlimmen Folgen des Hochwassers: Unmengen zerstörtes Mobiliar. Die richtig großen Schäden der Flut sind unter Tage: in den vollgelaufenen Kellern. Was da alles zerstört worden ist, wird man erst im Laufe der nächsten Zeit genauer beziffern können.
Viele Menschen haben Schlamm und Wasser sehr, sehr heftig getroffen. Um ihnen schnell und direkt zu helfen, kann man, nein, sollte man spenden: Da ist das Spendenkonto der Gemeinde, und da ist genauso das Spendenkonto der Hohenzollerischen Zeitung.
Solidarität war unbeschreiblich
Wie schon nach der Katastrophe im Juni 2008 im Killertal und in Hechingen bauen wir von der HZ auf die Solidarität der Menschen vor Ort und genauso in der weiten Umgebung: Der Aufruf, für Bisingen zu spenden, erscheint in der gesamten Region Neckar-Alb. Überall sind Südwest-Presse-Ausgaben auflagenstark vertreten: im Ermstal und auf der Münsinger Alb, in Reutlingen, in Tübingen, Mössingen, Rottenburg sowie Horb und im Zollernalbkreis, mit der HZ im hohenzollerischen und der Südwest Presse Zollernalbkreis im württembergischen Teil des Landkreises. Da sollte, so hoffen wir, doch auch dieses Mal einiges an Geld zusammenkommen.
Gemeinde dankt für HZ-Aktion
Die Gemeinde Bisingen begrüßt diese Spendenaktion neben ihrem eigenen Aufruf ausdrücklich. Bürgermeister Roman Waizenegger hat schon am Freitag seine Freude über diese Hilfe ausgedrückt.
In Bisingen hat man die am Hochwasserschutz geäußerte Kritik, die es aus Teilen der Bevölkerung gegeben hat und weiterhin gibt, sehr wohl registriert. Nur bleibt es eben gleichzeitig bei der von Landrat Günther-Martin Pauli unterstrichenen Feststellung, dass es einen 100-prozentigen Schutz niemals wird geben können. Nach den Schutzmaßnahmen der Vergangenheit ist Bisingen über viele Jahre hinweg verschont geblieben. Ob und wie nachgerüstet werden kann und muss, das wird jetzt aber garantiert ein Thema werden.
Menschen halten zusammen
Festzuhalten bleibt aber noch viel mehr und viel deutlicher, dass die Katastrophe weitere Fakten geschaffen hat. Nummer 1: Das Rettungswesen funktioniert tadellos im Zollernalbkreis. Die Hilfe von Feuerwehren, THW, DRK und weiteren Einrichtungen ist am Donnerstag rekordverdächtig schnell zur Stelle gewesen. Nummer 2: Der Tag der Katastrophe hat gezeigt, dass die Menschen allen Unkenrufen zum Trotze sehr wohl ganz eng zusammenhalten und sich gegenseitig helfen, wenn Not am Mann und der Frau ist.
Jetzt gilt es Schnelle Hilfe ist weiterhin gefragt. Die Hohenzollerische Zeitung will im Verbund mit ihrem Südwest-Presse-Partner ihren Teil beitragen. Wie schon bei der verheerenden Flut 2008 im Killertal und Hechingen, bauen wir auf finanzielle Unterstützung, die sofort und direkt bei den Opfern ankommt. Jeder noch so kleine Betrag ist willkommen. Die Verteilung der eingegangenen Gelder wird mit professionellen Partnern geregelt, und da steht die Gemeindeverwaltung ganz oben.
Die Daten Das Spendenkonto der HZ bei der Sparkasse Zollernalb: (BIC SOLADES1BAL) IBAN DE20 6535 1260 0077 0400 00. Empfänger: Spendenkonto Hohenzollerische Zeitung, Stichwort: Hochwasserhilfe.
Weitere Auskünfte Ein Spendentelefon ist ebenfalls eingerichtet. Unter der Rufnummer (07471) 93 15 39 können Sie ab Montag wieder ankündigen, dass Sie spenden wollen. Wenn Sie Hilfe brauchen, melden Sie sich ebenfalls dort.
Bautrockner sind noch zu haben beim DRK
Aus Hessen Der Kreisverband Zollernalb des Deutschen Roten Kreuzes hat dafür gesorgt, dass insgesamt 80 Bautrockner der DRK-Kollegen aus Hessen im Schnelltempo nach Bisingen gekommen sind. Allerdings hält sich die Nachfrage aktuell noch in Grenzen – was wiederum kein Wunder ist. Denn ganz so rasch geht’s mit dem Trockenen nicht – weiß ein Betroffener aus dem Killertal. Erst nämlich muss ausgeräumt werden, und das kann mit etwas Pech dauern!
Einfach anrufen Aber die Trockner sind ja noch da. Wer einen braucht, der meldet sich einfach bei der Gemeindeverwaltung unter Telefon (07476) 896-0. Eine zentrale Ausgabe der Geräte ist derzeit nicht vorgesehen, schreibt das DRK.
Erlös der nächsten Wald-Aktion geht nach Bisingen
Weiter so! Ein weiteres Zeichen der Solidarität in der Region: Die Tourismus-AG Bad Imnau hat beschlossen, dass der Erlös aus dem zweiten Bierwaldbadeangebot mit Unterstützung der Hochdorfer Kronenbrauerei am Samstag,15. Juni, ab 16 Uhr nach Bisingen geht. Die Arbeitsgruppe und die Entspannungspädagogin Silke Schmocker aus Owingen wollen ebenfalls den Hochwassergeschädigten helfen. Bei der Aktion sind nur noch wenige Plätze für die Benefizveranstaltung verfügbar. Diese bisher einmalige, regionale und innovative Natur-Aktion am 15. und 16. Juni auf dem Eichhörnchenweg soll zeigen, dass Entspannung und Genuss miteinander harmonieren können. Alle weiteren vier Termine des Jahres sind bereits mit jeweils 20 Teilnehmern ausgebucht. Anmeldungen nimmt Kursleiterin Silke Schmocker entgegen unter per E-Mail an: info@lebensfreude-durch-entspannung.de oder über Telefon (07474) 916 005. Die kompletten Einnahmen werden dann auf das Spendenkonto überwiesen.


