Hechinger Fasnetsgedicht
: Von Trump, Merz und anderen Lachnummern

Pünktlich zum „Auseliga“, wie der Schmotzige Donnerstag in Hechingen heißt, hat der passionierte Narr Klaus („Schlappsen“) Jetter wieder ein Fasnetsgedicht verfasst. Zur Freude aller Narren dokumentieren wir es im Wortlaut.
Von
Klaus Jetter
Hechingen
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Als Prinzessin Peach wird Klaus ("Schlappsen") Jetter am Freitagabend beim Hudelgai-Bätscher-Ball die Bühne in der Stadthalle "Museum" betreten.

Als Prinzessin Peach wird Klaus ("Schlappsen") Jetter, der Autor dieses Fasnetsgedichts, am Freitagabend beim Hudelgai-Bätscher-Ball die Bühne in der Stadthalle "Museum" betreten.

privat
  • Hechingen feiert Fasnet; Klaus „Schlappsen“ Jetter präsentiert sein Gedicht.
  • Marktplatz wird autofrei; Fußgängerzone gilt als „absoluter Traum“.
  • Bürgermeisterwahl parallel zur Landtagswahl; Philipp Hahn tritt an.
  • Ländle-Wahl am 8. März; mögliche Schwarz-Grün-Option wird erwähnt.
  • Bätscherball im „Museum“ am Fasnetsfreitag mit „Die Grafenberger“ und Ladykillers.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Ihr liabe Leit, I grüß euch mit me lauta Narri Narro,

der Obernarr Schlappi isch an der Fasnet so richtig froh.

Mit seine Bätscher auf Tour ganga des isch der absolute Hit,

I lad euch ei, machet oifach alle mit.

Verzweifle könnt mer, wenn mer täglich d'Nachrichta aguckt,

oi Horrormeldung noch der andere, do wird mer fast verruckt.

Im Iran dänd viele Leut für me Demokratie demonstriera,

die Mullas dänd sich aber äußerst hart präsentiera.

Putin dud weiter, was er will, Drohna und Rakete losst er noch Kiew fliege,

ha den Selenskyj wird i schon no klein kriege.

Es isch älles kaputt ruiniert isch der ganze Gaza-Streife,

trotz Waffastillstand koi Ruh ja des kann koiner begreife.

Jetzt isch bloß gut, dass es de Friedensstifter Trump geit,

der goat voran in dieser schwierige Zeit.

„Des isch doch a verkehrte Welt“

Ein Friedensrat als Ersatz für die UN, des wird sicher klappa,

wer dabei sei will, muss erscht mol 1 Milliarde Dollar berappa.

Skandalös isch des ja hot mer des it ernst gnomma,

morom hot der Trump it den Friedensnobelpreis bekomma.

Gianni Infantino der hot des glei erkannt,

und de liebe Donald zum Friedenspapst der Fifa ernannt.

Des isch doch a verkehrte Welt, des halt i nemme aus,

dofür gibt’s von uns Narra koin Applaus.

Grönland will Donald Trump in die Vereinigte Staata integriera,

die Europäer dänd sich amol wieder als Lachnummer präsentiera.

Uneinig wie eh und je wois koiner wie mer reagiere soll,

no stationiert mer halt a paar Soldata dort isch des it toll.

Dofür isch unser Bundeswehr bestens geeigent, top ausgerüstet,

als harter Hund sich Kanzler Merz dann brüstet.

I be froh, dass I nemma einzoga werda ka. Do hosch nix me zum Lacha,

Beim Bund durft i en Engstinga ´s Golf Lager mit Lance-Rakete bewacha.

Do sieht mer doch wie der große Friedensstifter agiert,

nemmt Maduro gfanga ungeniert.

„Mo bleibet do die menschlicha Werte?“

Lässt in Minnesota die ICE einmarschiera mit brutaler Härte,

mo bleibet denn do no die menschlicha Werte.

Sei Volk hot protestiert mit Dildos beworfa hot mer die ICE SUV,

ja so was gab's wirklich noch nie.

Der neuste Gag isch, d'Europäer sind plötzlich ziemlich stark und groß,

mer zeigt sich auf der Weltbühne ganz famos.

Do hot der Donald bald nix me zum Lacha,

jetzt dud mer große Geschäfte mit Indien und China macha.

Was kümmret uns die Zölle von der USA, des isch älles ziemlich dumm glaufa,

no dämmer halt unsere Ware in andere Länder verkaufa.

Ja ja, die große Politik do konnt mer no viel drüber schreiba,

aber i will des jo it übertreiba.

„I fend des scho a bissle an Skandal“

Unser Bundesregierung trat an mit viel Elan man wollte es allen zeigen,

doch nach dem ersten Wahlgang zum Kanzler sah man alle nur schweigen.

Des hot's no nie gäbe, dass an Kanzlerkandidat an zwoite Wahlgang braucht,

der Friedrich Merz wär noch dem Dilemma am liebsta untertaucht.

Doch seeleruhig macht er weiter, als ob nix passiert isch ganz brutal,

I find des scho a bissle an Skandal.

Do wird debattiert ohne Ende, no findet mer an Kompromiss, jetzt isch älles gut,

doch am Ende jeder was anderes mache dut.

Klingbeil sagt, das isch mir nicht sozial genug,

Söder giftet rum: Des isch Wahlbetrug.

Gott sei Dank händ sich dann auf oi mol wieder alle lieb. hipp hipp hurra,

no isch halt wieder nur Stillstand da.

Die AfD erstarkt, do wird’s oim angst und bang, des sind grausige Geschichta,

und die schwarz-rote Koalition dud oifach wieder a neue Brandmauer errichta.

„Spannend wird's bei uns im Ländle“

Spannend wird bei uns im Ländle, wenn mer am 8. März wähle dud,

bisher war jo unter Landesvater Kretschmann wirklich alles gut.

Grün-Schwarz hat über Jahre zusammen regiert nicht schlecht,

ganz oben im Bund steht Baden-Württemberg zurecht.

Die Frage ist nun: Wer wird das Rennen als Ministerpräsident machen,

die CDU sagt: Mit Manuel Hagel lassen wir es richtig krachen.

Jetzt hat er noch die goldene Narrenschelle verliehen bekommen,

des hot sicherlich auch Cem Özdemir vernommen.

Als Landwirtschaftsminister hot er scho zeigt, was er kann,

jetzt möcht er in Stuttgart als Landesvater ran.

Die SPD – o Schreck o Graus – hot einstellige Zustimmungswerte, kann des denn sei,

und au d'FDP kommt vielleicht nemma in Stuttgarter Landtag nei.

Statt Grün-Schwarz geit's no wahrscheinlich Schwarz-Grün, es wird weitergeh'n,

und im Bund werden wir wieder an der Spitze steh'n.

„Wetten dass“, wer hot des net gern angschaut,

mo I des g'lesa hon, hon I meine Auga it traut.

Nach Frank Elstner und Thomas Gottschalk zwei absolute Stars,

muss I sage: Für mi des war's!!

Als neues Superduo Bill und Tom Kaulitz!!

„Liebes ZDF, an schlechter Witz“

Liebes ZDF, des halt i für an schlechte Witz.

Für was zahlt mer do no Rundfunkgebühren, des muss I scho saga,

Auf ihr Narren, dämmer uns zamma und dagega klaga!!

So, aber jetzt muss I au no a bissle in unser schönes Zollerstädtle schaua,

do send's grad heftig am Baua.

Marode Finanzen hört mer landauf, landab,

überall sind die Finanzmittel knapp.

In Hechenga könnt mer meina, do gibt’s Geld im Überfluss,

a neus Bürger- und Tourismusbüro in der alta Hofapotheke, des isch an Genuss.

An Prunkbau dud jetzt alle Gäst aus nah und fern entzücka,

der ganz Zollernalbkreis dud neidisch noch Hechenga blicka.

„Die Zollernstroß als Champs-Élysées“

Die Zollernstroß wird prächtig saniert, und wenn i die nochher fertig seh,

no moin i, i stand uf der Champs-Élysées.

Aber sonst herrscht in der Innenstadt viel Tristess, es fehlt das pulsierende Läba,

aber bald wird es hier die optimale Lösung gäba.

Der Gmoindsrot hot beschlossa: Der Marktplatz wird autofrei. mer glaubt es kaum,

endlich a Fußgängerzone, des isch an absoluter Traum.

An Stadthimmel, ja des isch doch herrlich noch so viela Jahre,

no kam er halt nemma mit em Karra direkt in die Gschäfter nei fahra.

Parallel zur Landtagswahl wud in Hechenga au der Bürgermeister neu gwählt,

Philipp Hahn woiß, dass dobei jede Stimme zählt.

Doch I glaub, er braucht sich koine Sorga mache: Die Hechinger findet ihn sehr gut,

weil er jo viel für unser Zollernstadt macha dud.

Klar isch, mer kas it älle Leut recht macha und jeden Wunsch realisiera,

do dud er sich als Meischter der Diplomatie präsentiera.

In Stetta schreiet se laut „o wai o wai“,

die Turn- und Festhall isch hei.

In Boll a vergrößertes Feuerwehrhaus, in Sickinga an neue Dorfplatz ganz schick,

In Stein Bauland, in Bechtoldsweiler isch an Kindergarten des größte Glück.

In Schlatt Hochwasserschutz, in Weilheim Sanierung der Urbankapelle,

und auch die Wünsche aus Beuren steh'n fast immer an erster Stelle.

Ois des kann i ohne Übertreibung sage: Supermärkte hämmer wie Sand am Meer,

do muss doch sicher nomol an neuer großer Frequenzbringer her.

Statt dann geh doch endlich zu Netto, werden wir uns sicher bald alle wieder seh'n,

und gemeinsam in den neuen Edeka-Fachmarkt im Eierle shoppen geh'n

„Koin Hugo, koin Schütza, koin Mohra, koi Fecker“

Uffem Obertorplatz ka mer jetzt asiatisch diniera,

gastronomisch dud sich Hechinga international präsentiera.

Indisch, asiatisch, italienisch, türkisch kam mer essa,

suchsch aber a deutsches Restaurant, no kannsch es fascht vergessa.

An der Fasnet isch des ganz grausam, do ständ die Narra ganz begossa,

fast älle alte Lokale händ g'schlossa.

Koin Hugo, koin Schütza, koin Mohra, koi Fecker, mir älle dands wissa,

jo des ich oifach richtig beschissa.

Am Fecker hängt immer no des Schild: In de letzta 10 Johr ´s war oifach schee.

Jo jo mir vermisset se scho die Wirtinna Sandy und Pe.

Mo soll der Narr no naganga am Ausliga und am Lumpamendig? Etwa dahoim bleiba?

Noi noi, ihr liebe Leut, am Parkdeck do herrscht a geniales Narratreiba.

Sicherlich die Kneipe fehlet ganz brutal, was dämmer no mache,

no lasse mer's halt in Narradorf ordentlich krache.

Des Sousaphonregister vo den Bätsche dud leckera Kaffi Lutz einschenka,

und mit euch uff die Hechinger Fasnet oin drenka.

Narhalla, Zollerhexa, Hagemannhexa, Schnorchler ja do isch was los,

bei de Feirdeifel, de Bätscher und der Gugguba wird g'feiert ganz groß.

So jetzt bin i mit meinem Fasnetsgedicht fast am Ende. I möchte no ois saga,

i du no an Ausblick auf die kommende Tage waga.

Wer was erleba will, kommt am Fasnetsfreitag ins Museum zum Super-Bätscherball,

denn do dud's an richtig heftige Knall.

Die Partyband „Die Grafenberger“ und die Gugge Ladykillers aus Zürich voll genial.

Sorget sicher für erstklassige Stimmung im Museumssaal.

Mi selber seht ihr do als Werner, als Prinzessin Peach gang I uff d'Bühne aus

und natürlich als Fred vom Jupiter seh I besonders sexy aus.

Wenn's doraus schallt durch alle Gasse,

no send die Büttel wieder losgelassen.

So heißt es im Sulgemer Büttellied so schön.

Auch in Hechenga sieht mer jetzt wieder viele Narra durchs Zollernstädtle gehn,

Oiner isch uff älle fäll ganz heftig mit seim Sousaphon eifrig dabei,

es grüßt euch Prinzessin Peach mit drei donnernden „Hudel Hudel gai gai“.