Hauptwanderweg HW 1: Von der Ostalb nach Tuttlingen, mit einem herrlichen Stück Zollernalb

Der Schwäbische Alb Tourismusverband verschickt herrliche Werbefotos zum Hauptwanderweg Nummer des Schwäbischen Albvereins. Beide arbeiten beim "Albsteig" Hand in Hand. Das Bild, wir nehmen aber gern weitere Tipps entgegen, ist ziemlich sicher entstanden am Raichberg mit Blick ins Killertal hinunter.
Gregor Lengler- Der Hauptwanderweg HW 1 („Albsteig“) führt über 360 km von Donauwörth nach Tuttlingen.
- Aktuell läuft die fünfte Nachzertifizierung als „Qualitätsweg wanderbares Deutschland“.
- Mind. 35 % Naturwege gefordert, der HW 1 erfüllt mit 47 % diesen Standard problemlos.
- Highlights: Burg Teck, Uracher Wasserfall, Schloss Lichtenstein, Zeller Horn, Lemberg.
- Ehrenamtliche des Schwäbischen Albvereins pflegen den Weg – Zertifikat wird 2024 erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wer im Raum Hechingen und insbesondere im Killertal wohnt, und an einem herrlichen Sonntagmorgen das unstillbare Bedürfnis hat, durch die Natur zu lustwandeln und dabei gleichzeitig den Puls gesundheitsfördernd nach oben treiben will, hat gute Chancen, ein prächtiges Teilstück des Hauptwanderwegs HW 1 des Schwäbischen Albvereins zu meistern. Obwohl das sehr wohl ausgeschildert ist, machen sich das die wenigsten der Einheimischen bewusst.
Tendiert man zum Beispiel auf der sogenannten Junginger Sonnenseite in Richtung Schlatt und erklimmt und dann sehr, sehr steil die Bergkante zum Heufeld hin, landet man oben unweigerlich auf dem HW 1. Den kann man dann weiter in Richtung Norden gehen, oder man dreht nach rechts und wandert flott zum Köhlberg.
Für einen Sonntagmorgen reicht es dann, wenn man dem Fernweg weiter folgt und von der Hütte die Serpentinen steil abwärts geht und über die Heide wieder Jungingen ansteuert. Von dort führt der Hauptwanderweg weiter über den Himberg, also wieder steil bergauf, bis zum Raichberg. Das ist dann auch der Abschnitt, der kontrastreich zum Heufeld ist: Da ist es vergleichsweise ruhig an einem Sonntagmorgen, auf der Albstädter Seite herrscht dagegen schon um diese Zeit deutlich mehr Trubel.
Wenn es mit der Nachzertifizierung hinhaut, wovon wohl auszugehen ist, können der Schwäbische Albverein und der Schwäbische Alb Tourismus (SAT) noch mehr auf die Pauke hauen und gemeinsam für den beachtliche 360 Kilometer langen Fernwanderweg werben.
Auf die Ortsgruppen kommt es an
Der Hauptwanderweg HW1 (Albsteig) des Schwäbischen Albvereins von Donauwörth (Ostalb bei Heidenheim) nach Tuttlingen gilt als einer der schönsten Fernwanderwege Deutschlands. Jetzt steht seine mittlerweile fünfte Nachzertifizierung als „Qualitätsweg wanderbares Deutschland“ an. Das sei ein aufwendiger Prozess, der die hohe Erlebnisqualität des Weges sicherstelle, erklärt der Schwäbische Alb Tourismus als Auftraggeber und Finanzier der Zertifizierung. Der Schwäbische Albverein, genauer, dessen zuständigen Ortsgruppe, stellt derweil die regelmäßige Pflege des Wegs sicher. Der bislang kleine, mit den Jahren aber größer werdende Haken: Nicht alle Albvereinsortsgruppen sind personell noch so gut aufgestellt wie vor etlichen Jahren. Das heißt, dass es nicht ausnahmslos funktioniert mit der Wegpflege!

Der Albverein lässt grüßen: Diese Wegzeichen kennt man! Farblich können sie je nach Region etwas vairieren.
Gregor LenglerDer „Albsteig“ ist seit 2009 als Qualitätsweg zertifiziert. Dafür sind strenge Kriterien zu erfüllen. Die Beschilderung muss hohen Qualitätsansprüchen genügen und besonders nutzerfreundlich sein. Die Strecke in ihrer Gesamtlänge sollte dabei zu mindestens 35 Prozent auf naturnahen Wegen verlaufen. Das schafft der HW1 mit seinen 47 Prozent aber locker.
Touristiker lobt Ehrenamtliche
„Der Albsteig ist durch seine Wegführung durch das Nördlinger Ries, am Limes und am Albtrauf entlang sehr attraktiv“, schwärmt Holger Bäuerle, Geschäftsführer des Schwäbische Alb Tourismus. „An der Strecke liegen zum Beispiel die Burg Teck und die Burg Hohenneuffen, der Uracher Wasserfall, Schloss Lichtenstein und die Nebelhöhle“, zählt Bäuerle auf. Dazu kämen bekannte Aussichtspunkte wie der Dreifürstenstein, das Zeller Horn, der Böllat und der Lemberg, der mit 1015 Metern als höchster Berg der Schwäbischen Alb gilt. Bäuerle hebt die gute Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein hervor: „Ohne die ehrenamtlichen Wegepflegerinnen und -pfleger des Vereins wäre es nicht möglich, den Fernwanderweg in dieser hervorragenden Qualität anzubieten.“

Das nennt man zwar Postkartenmotiv, aber der Hauptwanderweg 1 bietet genau solche Szenen noch und nöcher. Diese ist entstanden am Tieringer Hörnle.
L. HuangDie Hauptverantwortung für die Betreuung des Albsteigs liegt bei Gerhard Stolz, dem Hauptfachwart für Wege beim Albverein. Er koordiniert, schult und unterstützt die etwa 30 Wegewarte des Vereins, welche die insgesamt 360 Kilometer pflegen. In den vergangenen Jahren habe man viele Abschnitte auf Naturpfade verlegt und neu markiert, unterstreicht Stolz.
Geprüft wird vor Ort nur abschnittsweise
Für die Zertifizierung ist der Fernwandweg in 90 Abschnitte zu jeweils vier Kilometern aufgeteilt worden. Im Mai und Juni haben 16 ehrenamtliche Bestandserfasser die Abschnitte nach den vorgegebenen Qualitätskriterien gecheckt. Die Ergebnisse sind die Grundlage für die offizielle Überprüfung des Wegs durch den Deutschen Wanderverband (DWV) jetzt im August. Dabei kontrollieren Prüferinnen und Prüfer einen Teil der Strecke und prüfen, ob der Weg den Qualitätsansprüchen entspricht. Reklamationen müssen noch im Herbst behoben werden. Bei der Urlaubsmesse CMT im Januar sollen der Schwäbische Albverein und der Schwäbische Alb Tourismus das neue Zertifikat in Empfang nehmen.
