Gymnasium Hechingen: Abijahrgang 1986 feiert
: Wo ist die Raucher­ecke? Kein Sprachlabor mehr? Aber eine Mensa!

In 40 Jahren kann viel passieren. Das haben jetzt 60 Ehemalige des Gymnasiums Hechingen vier Jahrzehnte nach dem Abitur beim Rundgang durch die Schule festgestellt. Und selbst? Es grüßen Ärzte, Lehrer, Modeleute, Apotheker und auffallend viele IT-Leute.
Von
swp
Hechingen
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Vier Jahrzehnte ist das her: Der Abiturjahrgang 1986 des Gymnasiums Hechingen war noch ein richtiger Boomer-Jahrgang, nämlich 100 Köpfe stark. Jetzt gab es das Wiedersehen für mehr als 60 der Ehemaligen.

Vier Jahrzehnte ist das her: Der Abiturjahrgang 1986 des Gymnasiums Hechingen war noch ein richtiger Boomer-Jahrgang, nämlich 100 Köpfe stark. Jetzt gab es das Wiedersehen für mehr als 60 der Ehemaligen.

privat
  • Abijahrgang 1986 des Gymnasiums Hechingen feierte sein 40-jähriges Jubiläum.
  • Über 60 von einst 100 Ehemaligen trafen sich, Auftakt war auf dem Schulhof.
  • Schulrundgang zeigte Veränderungen: keine Raucherecke, keine Sprachlabore, aber Mensa.
  • Interaktive Klassenzimmer beeindruckten, das Abitur gelang damals ohne Internet und KI.
  • Beim Abend in der Kanzlei-Bar standen gemeinsame Erinnerungen und vielfältige Berufswege im Fokus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Ich gehe nicht zu Abitreffen.“  Die Reaktion des Redaktionskollegen auf die Frage, ob er noch jemanden kenne vom 86er-Abiturjahrgang, war etwas fragwürdig. Ihm scheint nicht bekannt zu sein, dass solche Zusammenkünfte höchst unterhaltsam und gewinnbringend sein können. Das zumindest gilt für das Jubiläumstreffen besagten Abiturjahrgangs 1986, über das Dagmar Eberhard berichtet.

Schulzeit ohne Internet

Mit einer Rekordbeteiligung hat der Abiturjahrgang 1986 des Gymnasiums Hechingen sein 40-jähriges Jubiläum gefeiert. Über 60 Ehemalige des ursprünglich 100-köpfigen Jahrgangs konnten vom vierköpfigen Orgateam dank intensiver Internetrecherche ausfindig gemacht werden. Das Abitur hatte man einst ohne weltweites Netz gemacht.

Der Auftakt der Jubiläumsfeier fand auf dem Schulhof statt. Der Förderverein des Gymnasiums begrüßte die Gäste mit Sekt, und der Jahrgang revanchierte sich mit einer Spende für ein aktuelles Schulprojekt. Danach ging es mit den Lehrkräften Simone Froneck und Dennis Fuhrich auf Entdeckungsreise im Schulgebäude.

Früher Sprachlabor, heute Mensa

Einiges hat sich verändert, manches sieht noch aus wie früher. Kein Sprachlabor und keine Raucherecke mehr, dafür Mensa, Handyverbotszonen, Ruheräume und moderne Klassenzimmer für interaktiven Unterricht. Nicht ohne Stolz stellte die Gruppe fest: Ihr Abitur hatten sie ganz ohne Google und KI gemeistert. Doch die interaktiven Klassenräume haben durchaus Eindruck hinterlassen.

Keine schlechte Quote: Von den 100 damaligen Abiturienten kamen mehr als 60 zum Wiedersehen nach 40 Jahren. Das Gruppenfoto 2026 gab es vor der inzwischen merklich runderneuerten Schule.

Keine schlechte Quote: Von den 100 damaligen Abiturienten kamen mehr als 60 zum Wiedersehen nach 40 Jahren. Das Gruppenfoto 2026 gab es vor der inzwischen merklich runderneuerten Schule.

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Gemeinsame Erinnerungen im Fokus

Das Gruppenfoto auf dem Schulhof durfte nicht fehlen. Danach zog die Runde weiter in die Kanzlei-Bar. Persönliche Lebenswege traten in den Hintergrund. Stattdessen dominierten gemeinsame Erinnerungen: Studienfahrten in die DDR und nach Berlin, das Schullandheim in Südtirol, der Schüleraustausch mit Joué-lés-Tours sowie legendäre Lehrersprüche. Vergilbte Fotos, alte Briefe und wiederentdeckte Spitznamen sorgten für Gesprächsstoff.

Auch der konfliktreiche „Day after“ wurde am Abend rekonstruiert. Wie bei vielen Abiturientenfeiern wurde 1986 kräftig über die Stränge geschlagen. Je nach Perspektive war das entweder der letzte Akt der Schulzeit oder für die Schuldirektion eine inakzeptable Grenzüberschreitung. Ein Wiedersehen zum 45. oder gar zum 50. Abiturjubiläum gilt als sicher – hoffentlich in einer noch größeren Runde.

Vom Fuße des Hohenzollern in die Welt

Der Jahrgang ist heute weit verstreut, von der Region bis nach Europa und Übersee. Beim Erinnerungsbuch, das während des Abends gestaltet wurde, gab es einige aufschlussreiche Einblicke. Einige Auszüge seien genannt: Wer bereits im Ruhestand ist, füllt die Zeit mit Fahrradfahren, Ehrenamt oder auch mal mit Baumfällen. Die meisten stehen aber noch mitten im Berufsleben. Die Berufswege sind beeindruckend vielfältig: Lehramt, Gesundheitswesen, Mode, Finanzen, Psychologie, Pharmazie, Unternehmertum und viele IT-Berufe. Zu Letzterem machte eine kleine Anekdote die Runde: Ein Lehrer der Informatik-AG hatte den Schülerinnen den Umgang mit Computern seinerzeit nicht zugetraut. Der Jahrgang 1986 und die technische Entwicklung haben das offenbar anders gesehen.