Grünes Licht im Gemeinderat: Die Drachen dürfen steigen: Haigerloch sagt Ja zur Stromgewinnung

Der Haigerlocher Gemeinderat stimmt einer Testphase von sechs Monaten zum Betrieb einer Flugwindenergieanlage im Gewann „Lange Hirsch“, Markung Owingen, durch die Firma Enerkite zur Stromgewinnung für die Firma Wacker Chemie, Salzbergwerk Stetten, zu.
Enerkite- Haigerlocher Gemeinderat genehmigt sechsmonatige Testphase für Flugwindenergieanlage.
- Projekt von Wacker Chemie und Start-up Enerkite startet am Standort „Lange Hirsch“ bei Owingen.
- Ziel: Innovative Technologie testen und bei Erfolg langfristigen Betrieb ermöglichen.
- Drachen steigt bis 300 Meter, erzeugt Strom in Achten und liefert bis zu 500 Megawattstunden pro Jahr.
- Genehmigungen und Anwohnerinfo erforderlich – Stadt Haigerloch wird in den Prozess einbezogen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Wacker Chemie AG, Salzbergwerk Stetten, beabsichtigt in Zusammenarbeit mit dem Start-up-Unternehmen Enerkite die Erprobung und Weiterentwicklung von Flugwindenergieanlagen (wie mehrfach berichtet). Ziel des Projekts ist es, die innovative Technologie einer Flugwindenergieanlage zunächst im Versuchsbetrieb zu testen und bei positivem Verlauf einen dauerhaften Betrieb am Standort Gewann „Lange Hirsch“ auf der Gemarkung Owingen zu ermöglichen.
Das Gelände liegt etwa 400 Meter südlich des Salzbergwerks Stetten auf einer Anhöhe. Sowohl in den Ortschaftsräten Stetten und Owingen als auch im Gemeinderat wurde das vorgesehene Projekt durch Projektleiterin Nicole Allgaier erläutert. Sie war auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung zugeschaltet.
Auch Ortschaftsräte dafür
Inzwischen haben die Ortschaftsräte Stetten und Owingen dem Vorhaben zugestimmt und sich für eine probeweise und zeitlich befristete Umsetzung ausgesprochen. Der Ortschaftsrat Owingen wünscht einen Testbetrieb im Gebiet „Lange Hirsch“ für die Dauer von neun Monaten. Nach Ablauf der ersten sechs Monate sollen die Zwischenergebnisse durch Enerkite und Wacker Chemie AG dem Gemeinderat vorgestellt und bewertet werden.
Mit dieser Vorgehensweise konnte sich der Gemeinderat anfreunden und beschloss einstimmig, dass die Firmen Wacker Chemie AG und Enerkite die nächsten Schritte zur Umsetzung des Projektes „Flugwindenergieanlage“ einleiten können. Hierzu gehören insbesondere: die genauere Standortfestlegung, die Durchführung einer Informationsveranstaltung für Anwohnerinnen, Anwohner und die Öffentlichkeit und die Vorbereitung und Einreichung der erforderlichen Anträge, insbesondere naturschutzfachlich, immissionsschutzrechtlich sowie weiterer notwendiger Genehmigungen.
Ein halbes Jahr testen
Nach Vorlage dieser Genehmigungen ist die Aufstellung und Inbetriebnahme einer Flugwindkraftanlage für eine Testphase von zunächst sechs Monaten möglich, wobei im weiteren Verfahren die Stadt Haigerloch einzubeziehen ist.
So funktioniert es
Der durch die Firma Enerkite entwickelte Flugdrachen zur Stromerzeugung steigt an einem dreileinigen Seilsystem in regelmäßigen Achten bis zu 300 Meter in einem Radius von 450 gen Himmel, um in dieser Steigungsphase Strom zu erzeugen und diesen an eine Bodenstation abzugeben. Dabei wird mit einer Energiegewinnung von gut 400 bis 500 Megawattstunden pro Jahr gerechnet.
