Fürstengarten Hechingen
: Wie wäre es mit halbhoch: Hecken-Frage erhitzt noch keine Gemüter

Interesse am Thema ja, aber noch geben die Freunde des Fürstengartens und weitere Anhänger einer strikten Abtrennung des Parks auffallend Ruhe angesichts der Überlegung, dass es doch keine Neubepflanzung geben könnte.
Von
Ernst Klett
Hechingen
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Die neugestaltete Zollerstraße wird zwar etwas anders geführt sein, aber Straße bleibt Straße. Und zwischen der und dem Park keine Hecke? Auffallend vielen Menschen scheint das zu gefallen. Die Parkschützer leisten auch noch keinen Widerstand. Aber es ist ja auch noch Zeit.

Die neugestaltete Zollerstraße wird zwar etwas anders geführt sein, aber Straße bleibt Straße. Und zwischen der und dem Park keine Hecke? Auffallend vielen Menschen scheint das zu gefallen. Die Parkschützer leisten noch keinen Widerstand. Aber es ist ja auch noch Zeit.

Hardy Kromer
  • Bürgermeister von Hechingen überlegt, die Fürstengarten-Hecke nicht nachzupflanzen.
  • Mehrheit begrüßt die freie Sicht in den Park; Parkschützer sind ruhig.
  • Entscheidung über Hecke erst 2026, nach Sanierung der Zollernstraße.
  • Hecke schützt vor Verkehr und Straßenmüll; Vorschlag für halbhohe Hecke diskutiert.
  • Perspektive und Denkmalschutz sind zentrale Punkte der Diskussion.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Man wird ja mal nachfragen können: Was sagen die Freunde des Fürstengartens zur Überlegung des Hechinger Bürgermeisters, die gefühlt 150 Mal geäußerte Versicherung, die gerodete Fürstengarten-Hecke nachzupflanzen, doch nicht umzusetzen? Es bleibt halbwegs ruhig in der Runde der Parkschützer.

Flammender Protest sieht anders aus. Beim nächsten Treffen würde Philipp Hahns Vorschlag erörtert, schreibt Gert Rominger für die Freunde des Fürstengartens. Sein Kommentar ist denn auch rein persönlich zu sehen.

Überraschung: es gefällt!

In der Tat kann man sich Zeit lassen: Erst 2026, wenn die Zollernstraße bis zum Stadtausgang saniert und über acht Millionen Euro ausgegeben sind, soll darüber entschieden werden. Zugesagt ist bislang, dass die natürliche Abgrenzung zwischen Straße und Park wieder angepflanzt werden soll. Jetzt ist aber plötzlich alles anders, weil viele Menschen der Blick in den Park gefällt.

Genau das könnte im Zentrum eines möglichen Streits stehen: die Perspektive! Der ohne Hecke umfassendere Blick in (!) den Park und zur Villa sei sicherlich interessant und attraktiv, räumt Gert Rominger ein. Entscheidend für die Beurteilung seien seiner Meinung nach jedoch der Aufenthalt im (!) Fürstengarten und der Blick von innen (!) nach außen. Eben da biete die Hecke einen optischen Schutz vor dem Fahrzeugverkehr – der sich meist nicht an Tempo 30 halten werde. Die Zollernstraße, so Gert Rominger, bleibe eine Hauptzufahrt zur B 27, auch wenn sie mit hohem finanziellen Aufwand zur "Prachtstraße" aufgewertet werde.

Schutz für die Insel der Ruhe

Ohne einen visuell deutlich wahrnehmbaren Abschluss gehe der Park einfach in die Straße über. Das wiederum beeinträchtige die besondere städtebauliche Lage und die Funktion des Fürstengartens. Eine blickdichte Hecke dagegen schütze die Insel der Ruhe, als die der Park wahrgenommen wird. Dieser Schutz diene ebenso für die Veranstaltungen in und vor der Villa. Eine Frage sei überdies, so Gert Rominger, was Denkmal- und Naturschutz sagen würden.

Halbe Höhe, volles Glück?

Michael Hakenmüller bringt für die Freunde des Fürstengartens als zusätzliches Argument, dass die Hecke, die "unverzichtbar" sei, den Park auch vor Straßenmüll schützt. Aber überhaupt! Hakenmüller serviert zudem den Vorschlag des Anliegers und Architekten Wilfried Hahn: Wie wäre es mit einer halbhohen Hecke?! Dann sieht man rein – und es gibt doch eine Abgrenzung!