Finanzen in Bisingen: Die Mehrausgaben summieren sich

Die Sanierung des in die Jahre gekommenen Schulsportstadions ist eines von zahlreichen Projekten, die die Gemeinde Bisingen auf ihrer „To-do-Liste“ stehen hat.
Sabine Hegele- Bisingen rechnet 2025 mit 1,4 Mio. € Mehrausgaben und 300.000 € weniger Einnahmen.
- Projekte wie Sportstadionsanierung und Straßenbau könnten verschoben werden.
- Investitionen von 8,799 Mio. € geplant, bisher 958.000 € umgesetzt (u. a. Kita, Breitbandausbau).
- Schuldenstand soll bis Ende 2025 von 6,554 Mio. € auf 6,388 Mio. € sinken.
- Liquiditätsbestand wird sich zum Jahresende voraussichtlich auf 2,222 Mio. € reduzieren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Ausgaben werden mehr, nicht jedoch die Einnahmen. Davon geht die Gemeinde Bisingen – Stand Juni 2025 – aus. So steht es auch in ihrem Finanzzwischenbericht für das laufende Haushaltsjahr. Geringer als erwartet fallen wohl die Einnahmen aus der Gewerbesteuer (minus 200.000 Euro) und aus dem Brennholzverkauf (- 50.000 Euro) aus; dazu wird mit reduzierten Zinserträgen (- 50.000 Euro) gerechnet. Macht in Summe ein Minus von 300.000 Euro.
Dem gegenüber stehen angenommene Mehrausgaben in einer Größenordnung von 1,4 Millionen Euro. Beispielsweise für: Waldwegeinstandsetzung (+ 70.000 Euro), Straßenbeleuchtung Wessingen (+ 230.000 Euro, die aber eventuell erst 2026 abgerechnet werden), Fensteraustausch Kita Humboldt (+ 30.000 Euro), Gewässer-/Brückenunterhaltung/Bachmauer Zimmern (+ 300.000 Euro), Fußgängersteg Bahnhof Bisingen (+ 250.000 Euro), Straßenbauarbeiten im Zuge des Breibandausbaus in Wessingen (+ 50.000 Euro), Kanalverlegung und Vollausbau Bahnhofstraße (+ 400.000 Euro)…
Wofür wurde bereits investiert?
Im Finanzhaushalt plant Bisingen mit einem Mittelbedarf von 1,944 Millionen Euro, womit sich der Bestand an liquiden Mitteln zum Jahresende planmäßig auf 2,222 Millionen Euro reduziert.
Stand Juni nahm die Gemeinde von in einer Größenordnung von 6,985 Millionen Euro erwarteten Investitionsgeldern lediglich 147.900 Euro an Zuweisungen vom Land für den abgerechneten „Digital Pakt Schule“ und den Breitbandausbau ein. Im Gegenzug sieht der Bisinger Haushalt für dieses Jahr Investitionsausgaben in Höhe von 8,799 Millionen Euro vor.
Bisher in die Hand genommen wurden 958.000 Euro für den Start beziehungsweise die Umsetzung dieser Vorhaben: Grunderwerb land- und forstwirtschaftlicher Flächen, Anschaffungen für den Bauhof, Anzahlung für die Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen für Bisingen und Wessingen, Umstellung auf digitale Wasserzähler, Neubau Kita (und Brücke) „Reute“, Ersatz-Kita „Rappelkiste“, Schlussabrechnung Maute-Areal, Sanierung Schulsportstadion, Erschließung Osterweiterung in Bisingen-Nord, Hangabsicherung Onstmettinger Straße und Erneuerung Pumpwerk Wessingen. Allerdings wird nicht davon ausgegangen, dass alle geplanten Mittel im laufenden Jahr gebraucht werden. Womit sich die prognostizierten verfügbaren Mittel zum Ende des Jahres erhöhen werden.
Die Schulden im Blick
Zum Ende des Monats Juni 2025 betrug der Schuldenstand der Gemeinde Bisingen 6,554 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2025 werden sie bei voraussichtlich 6,388 Millionen Euro liegen.
