Feuerwehr Hechingen
: Was ist, wenn es im alten Krankenhaus brennt?

Was passiert, wenn’s im Zentrum am Fürstengarten, dem alten Hechinger Krankenhaus, brennt? Das stellte die Gesamtfeuerwehr Hechingen am Samstag auf die Probe.
Von
Christian Steinhilber
Hechingen
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Das alte Hechinger Krankenhaus, jetzt Zentrum am Fürstengarten geheißen, war Schauplatz der Großübung der Hechinger Feuerwehr.

Das alte Hechinger Krankenhaus, jetzt Zentrum am Fürstengarten geheißen, war Schauplatz der Großübung der Hechinger Feuerwehr.

Christian Steinhilber
  • Großübung im Zentrum am Fürstengarten: Feuerwehr probte Einsatz im ehemaligen Krankenhaus.
  • Ausgangslage war eine Verpuffung im Keller mit starker Rauchentwicklung.
  • Zeitgleich brannte eine Küche im dritten Obergeschoss – Personen waren eingeschlossen.
  • Einsatz in drei Abschnitten: Keller, drittes OG und Wasserversorgung von der Weilheimer Straße.
  • Ruhiges, geordnetes Vorgehen – alle Personen gerettet, Steigleitung und Drehleiter erfolgreich getestet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein spannendes Objekt, weil sehr weitläufig im Inneren, so der Gesamtstadtkommandant der Feuerwehr Hechingen, Frank Brecht, hatten sich die Feuerwehrleute der Hechinger Gesamtwehr für die Hauptübung ausgesucht. Klar, zunächst Krankenhaus, und jetzt Platz für verschiedene medizinische Einrichtungen und Verwaltungen, war das Zentrum am Fürstengarten prädestiniert für solch eine Groß- und Schauübung. Schließlich steht es auch als Sonderobjekt im Alarmplan der Hechinger Feuerwehr.

Und so rückte diese am Samstag zur Übung in die Weilheimer Straße aus. „Alarm“ hatte um 16.15 Uhr die dortige Brandmeldeanlage geschlagen. Das bedeutet, dass zunächst die Stadtabteilung mit ihrem Löschzug und die beiden Abteilungen Boll und Sickingen mit ihren TSF-W eintrafen.

Ausgangslage: Verpuffung im Keller

Übungsidee: Bei Arbeiten an der Heizung im Keller kommt es zu einer Verpuffung. Die starke Rauchentwicklung durch den Übungsrauch war dabei gut zu sehen.

Bei der Erkundung durch den Einsatzleiter und den Zugführer vom Dienst, stellvertretender Stadtabteilungskommandant Marco Mühlberger und 2. stellvertretender Gesamtkommandant Thorsten Killmaier, entwickelte sich der Übungseinsatz weiter. Im dritten Obergeschoss machten sich Personen bemerkbar, die im Gebäude durch Rauch eingeschlossen waren. Und dann auch noch das: Nach dem ersten Alarm war in der Küche im dritten Obergeschoss Essen auf dem Herd vergessen worden, das dann Feuer fing und die Küche in Brand setzte.

Auch das Rote Kreuz aus Hechingen übte mit und half, realitätsgetreu, bei der Versorgung und Übernahme der geretteten Personen.

Auch das Rote Kreuz aus Hechingen übte mit und half, realitätsgetreu, bei der Versorgung und Übernahme der geretteten Personen.

Christian Steinhilber

Nun galt es also zwei Einsatzschwerpunkte abzuarbeiten, die einen dritten, nämlich die Wasserversorgung, nach sich zogen. Daher alarmierten die Führungskräfte schnell die Gesamtstadtfeuerwehr, also alle weiteren Abteilungen, nach.

Brandbekämpfung und Menschenrettung

Hieraus folgte auch die Aufteilung des Einsatzes in drei Abschnitte: die Brandbekämpfung und Menschenrettung im Keller, die die Stadtabteilung mit ihren Kräften vornahm, die Brandbekämpfung und Menschenrettung im dritten Obergeschoss, zu der die Abteilungen Boll und Sickingen eilten, und die Wasserversorgung von der Weilheimer Straße her durch die Abteilungen Bechtoldsweiler, Beuren und Weilheim.

Notfallstaffel als Rückhalt

Da der (glücklicherweise nur) Übungseinsatz eine große Zahl an Atemschutzgeräteträgern in zwei verschiedenen Stockwerken erforderte – und diese nicht ohne Absicherung und direkte Ablösung vorgehen –, galt es auch, einen Pool an weiteren Atemschutzträgern aufzubauen.

Eine gesonderte Rolle fiel der Abteilung Schlatt zu, die rein als „Atemschutztrupp-Notfallstaffel“ fungierte. Das heißt, diese wäre zum Einsatz gekommen, sollte einer Atemschutzkraft im Einsatz etwas zustoßen.

Ebenfalls erfolgreich war der Test der hauseigenen Steigleitung in den dritten Stock. Zudem stellte die Drehleiter, die zur Personenrettung aus dem Obergeschoss in den Einsatz kam, anschaulich dar, warum es sich an die Hinweisschilder für Feuerwehreinsätze auf dem Parkplatz zu halten gilt.

Resümee: ruhig und geordnet

Insgesamt resümierte der Gesamtkommandant Brecht eine gelungene Übung. Ruhig und geordnet – die festgelegten Sammelplätze entfalteten ihre Wirkung – absolvierten seine Kräfte das Übungsszenario. Alle Eingeschlossenen (ein Dank an die Jugendfeuerwehr) wurden gerettet.

Ein Bild davon machten sich zahlreiche Zuschauer, darunter auch Vertreter der Kreis- und Stadtverwaltung, wie die Erste Beigeordnete Dorothee Müllges, Ortschafts- und Gemeinderäte, sowie Vertreter benachbarter Feuerwehren, der Kreisbrandmeister, des Kreisverbandes, der Altersabteilung und anderer Blaulichtorganisationen.

Und die Abteilung Stein? Die übernahm am Samstag die Wachbereitschaft der Feuerwehr.