Festival in Hechingen: Line-Dance im Regen – So lief das Country-Festival auf dem Hofgut Domäne

Das Wetter war bescheiden, aber die Festivalgäste ließen sich die Stimmung nicht verderben.
Klaus Stifel- Das Country-Festival 2025 in Hechingen litt unter Regen, aber die Stimmung blieb gut.
- Sieben Bands traten auf, darunter preisgekrönte wie "The Wild Ride" und "T-Bone Country".
- Line-Dancer in Westernkluft sorgten für Begeisterung; Gruppen reisten aus verschiedenen Regionen an.
- Konzerte von "Wild Country & Udo G.", "Benzville Bros" und Rebecca King & Band beeindruckten das Publikum.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Wetter war am Pfingstwochenende alles andere als sommerlich. Es erinnerte an den April. Fast hätte der Regen einen Strich durch das von Domäne-Chef Thomas Lacher und seiner Mitarbeiterin Kim Lontschar organisierte viertägige Countrymusik-Festival im Freien gemacht. Nur gut, dass man nach drinnen ausweichen konnte, was nur am Sonntag mit einer Band der Fall war. Der sonnige Pfingstmontag sorgte für wesentlich bessere Besucherzahlen.
Sieben Bands am Start
Und was die Zahl der Bands anbelangt: Hier hat Thomas Lacher ordentlich nachgelegt. Während es an Pfingsten 2024 noch vier Bands waren, steppten jetzt sieben auf der Bühne. Unbedingt dabei haben wollte Kim Lontschar auch preisgekrönte Bands, wie „The Wild Ride“, Gewinner der European Country Music Awards 2019 und 2022, und „T-Bone Country“. „Countrymusik“, so Kim Lontschars Feststellung, „wird immer beliebter, auch bei der Jugend.“
Line-Dancer in Westernkluft
Was die sieben Musikgruppen alles drauf hatten, das ließ das Herz der Fans und der Line-Dancer, die in Westernkluft kamen, schnell höherschlagen. Jede Band machte ihre eigene energiegeladene Country-Rock-Show. Etwa ein Dutzend Line-Dance-Gruppen aus der näheren und weiteren Umgebung präsentierten mit präzisen Schritten, synchronen Bewegungen und viel Leidenschaft ihre Tänze. Die weiteste reiste aus dem oberbayerischen Langenbach an.
Die „Rising-Sun-Dancers“ aus Gruol
Aus dem Haigerlocher Stadtteil Gruol schaute am Samstag ein kleines Team von den „Rising-Sun-Dancers“ vorbei. „Die Stimmung hier ist toll, auch wenn das Wetter nicht richtig mitmacht“, sagte Petra Lehre, Sprecherin der 35 Line-Dancers aus dem Stunzachtal.
Fröhlich war auch Ernst Erath von den Fun-Dancers aus Lackendorf bei Dunningen: „Hier in der Domäne passt die Kulisse und alles drumherum.“ Fast jedes Wochenende besucht der Western-Fan Country-Konzerte, auch wenn man mal weit fahren muss, wie zum Beispiel in die Westernstadt Pullman City in Eging am See. Erath: „Line Dance verbindet Menschen und schafft eine besondere Atmosphäre. Die Musik geht direkt ins Herz, und die Bewegung bringt eine unglaubliche Energie mit sich.“ Im Country-Stil mitzumachen, ist für Ernst Erath Pflicht: Er schmückte sich mit Cowboyhut, Karohemd, Jeanshose und Lederstiefeln.
Am Freitagabend zum Auftakt legten die vier alten Haudegen von „Wild Country & Udo G.“ mit ihrem schwäbischen Charme auf der Freiluftbühne los. Die Bühne am Samstag gehörte „Benzville Bros“, einer fünfköpfigen Band, die sich der Americana-, Southern-, Country- und Rock & Roll-Musik verschrieben hat. Ihre Songs erzählen Geschichten über Trucks, Züge, Gefängnisse, Liebe, Alkohol und Familie.
Von Taylor Swift und Co. inspiriert
Danach hatten Rebecca King & Band mit New Country, Folk und Americana das Zepter in der Hand. Die Deutsch-Amerikanerin aus Würzburg begeisterte das Publikum im Biergarten mit ihrer ausdrucksstarken und wandelbaren Stimme. Ihr Sound wird von Künstlern wie Lady A, The Chicks, Cam und Taylor Swift inspiriert und verbindet moderne Country-Elemente mit warmem Roots-Feeling.

Rebecca King & Band hatten am Samstagabend ihren Auftritt bei Country-Festival auf dem Hofgut Domäne.
Klaus StifelDie Band „R.E.A.C.H. Country“ am Sonntag gab Country-Musik mit all ihren Gefühlen wieder. Sie erzählt von weiten Ebenen, Schicksalen und endlosen Highways. Rockige Songs wechselten sich ab mit weichen Klängen. Der Bandname „R.E.A.C.H.“ bildet sich übrigens aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen der Bandmitglieder.
Den Abend beschlossen „The Wild Ride“, eine preisgekrönte Country-Rock-Band aus München, die das Gefühl moderner amerikanischer Country- und Rock-Musik auf europäische Bühnen bringt. Am Montag traten die fünf Vollblutmusiker der Band „T-Bone Country“ auf. Auch mit gefühlvollen Western-Balladen wussten sie das Publikum zu begeistern. Den Schlusspunkt unters Festival setzte am Abend die siebenköpfige Band „Uncaged“. Sie hat sich auf englischsprachige Countrymusik spezialisiert. Insbesondere Songs aus den 90er-Jahren gab es zu hören.
