Fasnet 2026 in Bisingen: Dem Wedelweible gelingt die Flucht

Der Hangagoascht wird im Ochsenkarren auf den Marktplatz gebracht – und wehrt sich heftig.
Jörg Wah<strong></strong>- Die Bisinger Narrenzünfte eröffneten am Dreikönigsabend 2026 die Fasnet mit traditionellen Bräuchen.
- Der Hangagoascht und das Wedelweible sorgten für Spannung beim Auftakt der Fünften Jahreszeit.
- Die Butzenzunft inszenierte ein furchteinflößendes Pestschauspiel, moderiert von Beatrice Stengel.
- Neben Tänzen und Zeremonien gab es Wurstsalat und traditionelle „Besawezza“-Rituale im Sportheim.
- Zahlreiche Besucher, darunter lokale Vertreter, verfolgten das Spektakel auf dem Marktplatz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Rechtzeitig zum Start in die Fasnetssaison 2026 trafen sich am Dreikönigsabend die Bisinger Narrenzünfte in der Ortsmitte. Vorausgegangen waren das traditionelle Masken- und Häsabstauben sowie das „Besawezza“. Auch die Maurochen in Thanheim und die Gempleswatter in Wessingen pflegten dieses Brauchtum.
Die „Daagdieab“ heizen ein
Sternförmig, mit lodernden Fackeln in den Händen, marschierten die Nichthuldiger und Kirchamäus am Dienstagabend auf den von der Feuerwehr ausgeleuchteten Marktplatz und stellten sich im Kreis um den Nichthuldiger-Brunnen auf. Die Zeremonie wurde von zahlreichen Besuchern verfolgt, unter anderem auch von Bürgermeister Roman Waizenegger, von Thorsten Spörl, Vize-Präsident des Narrenfreundschaftsrings Zollernalb, und von Delegierten des Präsidiums des Freundschaftsrings Neckar-Gäu. Die Lumpenkapelle „Daagdieab“ verstand es hervorragend, den Zaungästen auf dem Marktplatz einzuheizen.

Wenn die Kirchamäus tanzen, dann ist Fasnet.
Jörg WahlMit dem Narrenrat beim Nichthuldiger-Brunnen stehend, verkündete Narrenvater Jonas Ott lautstark: „D’ Fasnet fiart jeatzt wieder ’s Woat“. Vier Kirchenmäuse präsentierten sodann mit Bravour (und unter Regie von Hans-Peter Bosch) den Maustanz zum Narrenmarsch.
Der Hangagoascht geht um
Große Mühe hatten anschließend vier Nichthuldiger beim Einzug des Wedelweible auf dem Ochsenkarren. Es zerrte so lange an den Stricken, bis es frei kam und seinen Bewachern in die Nacht entkommen konnte. Über die Fasnet hinweg wird es da und dort auftauchen und für Unruhe sorgen. Außerdem mussten sich die Nichthuldiger mit dem Hangagoascht rumplagen – er machte sich auf dem Ochsenkarren mächtig schwer. Derweil tanzten die Narren ausgelassen im Kreis.
Später sorgte die Butzenzunft, der Oberbutz Michael Müller an der Spitze, mit ihrem furchteinflößenden Pestschauspiel über die Entstehung ihrer Zunft für einen weiteren Höhepunkt.
Die Pest greift um sich
Als Moderatorin tat sich Beatrice Stengel hervor, an der Technik hatte Betty Böhm das Sagen. Der Geschichte nach zurückversetzt ins Mittelalter, bevölkerten einige Kanoniere den Marktplatz, als plötzlich mehrere jammernde und kranke Gestalten auftauchen. Der herbeigerufene Medico stellt die Pest fest, lässt die Erkrankten zunächst Lebertran trinken – und ruft die Butzen zur Hilfe, um der Pest ein Ende zu bereiten. Derweil werden die Pestgeplagten auf Ochsenkarren aus dem Flecken geschafft.
Im Züchterheim setzten die Narren den Start in die Fünfte Jahreszeit fort. Dazu gab es den obligatorischen Wurstsalat. Währenddessen absolvierten im Sportheim Kuhloch die Bisinger Hexen ihr traditionelles „Besawezza“ und Häsausschittla.
