Fahndungserfolg
: Mutmaßlicher Friedhofsdieb ist gefasst

Ein 38-Jähriger, der im Verdacht steht, seit Wochen sakralen Schmuck von Gräbern in drei Landkreisen gestohlen zu haben, sitzt in Untersuchungshaft.
Von
Matthias Badura
Zollernalbkreis/Sigmaringen
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Volkstrauertag: ARCHIV - 13.11.2024, Brandenburg, Frankfurt (Oder): Eine Skulptur aus Bronze lehnt an einem großen Kreuz aus Stein auf einem Friedhof.  (zu dpa: «Ministerpräsident erinnert zum Volkstrauertag an Kriegsopfer») Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Sakrale Gegenstände wie diese wurden in vergangenen Wochen von Gräbern auf mehreren Friedhöfen entwendet. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter unmittelbar vor seiner geplanten Ausreise dingfest machen.

Patrick Pleul/dpa
  • Friedhofsdieb (38) im Zollernalbkreis festgenommen; 80.000 Euro Schaden.
  • Diebstähle in Harthausen, Truchtelfingen, Burladingen und Killer.
  • Polizei und Staatsanwaltschaft Hechingen ermitteln.
  • Täter kurz vor Ausreise verhaftet; Untersuchungshaft.
  • Entsetzen in der Bevölkerung wegen Grabschändung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Polizei und Staatsanwaltschaft vermelden einen Fahndungserfolg, nachdem über Wochen hinweg Metallschmuck von Gräbern und Grabsteinen im Zollernalbkreis sowie in den Landkreisen Sigmaringen und Tübingen gewerbsmäßig gestohlen wurde. Der Wert der sakralen Gegenstände wird auf 80.000 Euro geschätzt. Jetzt verhaftete die Polizei einen 38-Jährigen Verdächtigen.

In zwei Landkreisen unterwegs

Anfangs Januar hatte der mutmaßliche Täter Anfang Januar den Friedhof in Harthausen auf der Scher heimgesucht und von mehreren Gräbern Bronzefiguren gestohlen. Dort fielen unter anderem eine befestigte Engelsfigur und eine Jesusfigur in seine Hände.

Wenige Tage zuvor wurde der Diebstahl eines bronzenen Grabkreuzes vom Friedhof Truchtelfingen angezeigt. Zuvor waren schon Gräber in Harthausen Burladingen, Neufra und Gammertingen bestohlen worden.

Entsetzen in der Bevölkerung

Die Vergehen hatten für Aufregung, teils Entsetzen, in der Bevölkerung gesorgt; geht es doch nicht nur um Raub und Vandalismus, sondern auch um Grabschändung und Störung der Totenruhe. Auch die Polizei sprach von einer „anderen Qualität von Diebstahl“. In dem Fall ermittelten die Staatsanwaltschaft Hechingen und eine gemeinsame Ermittlungsgruppe der Polizeiposten Burladingen und Gammertingen.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hechingen und der Polizeipräsidien Reutlingen und Ravensburg wird mitgeteilt, dass sich der 38-jährige mutmaßliche Täter jetzt in Untersuchungshaft befindet.

Zeugen sahen den Täter in Killer

Nachdem Zeugen am Freitag, 10. Januar, einen versuchten Diebstahl auf dem Friedhof in Burladingen-Killer, Zollernalbkreis, beobachtet hatten und dort mehrere, bereits von Gräbern entfernte Bronzefiguren aufgefunden wurden, führten weitere Ermittlungen auf die Spur des 38-Jährigen. Er konnte am Montag, 13. Januar, an seiner Wohnanschrift im Landkreis Sigmaringen unmittelbar vor seiner Ausreise angetroffen und vorläufig festgenommen werden.

Der ungarische Staatsangehörige wurde am Dienstagmittag, 14. Januar, der Haftrichterin beim Amtsgericht Hechingen vorgeführt. Sie erließ den von der Staatsanwaltschaft Hechingen beantragten Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug.

Die weiteren Ermittlungen dauern noch an.