Erster Frauen-Flohmarkt in Rangendingen
: Immer nur neu kaufen und wegwerfen? Das kann man anders sehen!

Was man sonst nur von größeren Städten kennt, kommt auch auf dem Land bestens an: Ein Rangendinger Frauentrio hat für modisches Recycling gesorgt.
Von
Silvia Stifel
Rangendingen
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Im  Pausenhof der Grund- und Gemeinschaftsschule Rangendingen war viel Platz, und den hat es sehr wohl auch gebraucht für den ersten Flohmarkt für Frauenbekleidung.

Im Pausenhof der Grund- und Gemeinschaftsschule Rangendingen war viel Platz, und den hat es sehr wohl auch gebraucht für den ersten Flohmarkt für Frauenbekleidung.

Klaus Stifel
  • Erster Frauen-Flohmarkt fand in Rangendingen statt.
  • 30 Frauen verkauften Kleidung, Erlös von 300 Euro für Kinderhilfsprojekt Abra e.V.
  • Hohe Besucherzahl, Markt schnell ausgebucht.
  • Ziel: nachhaltiger Konsum und Müllvermeidung.
  • Nächster Flohmarkt ist bereits für das kommende Jahr geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Veranstaltung, die sowohl Modebegeisterte als auch umweltbewusste Käuferinnen anspricht, hat auf den ersten Anhieb geklappt. „Wir waren mit dem Verlauf sehr zufrieden“, resümierte Elvira Heck, die zusammen mit Jenny Ungelenke und Lisa Wägele den Rangendinger Frauenkleider-Flohmarkt für nachhaltiges Einkaufen initiiert hat. Und das für einen guten Zweck: Die Erlöse aus der Standgebühr, die die Verkäuferinnen zu entrichten hatten – das sind insgesamt 300 Euro – kommt dem örtlichen Kinderhilfsprojekt Abra e.V., unter dessen Schirmherrschaft der dreistündige Flohmarkt stand, zugute.

Berthold Hirt, Gründungsmitglied des Vereins Abra, hatte nur lobende Worte parat: „Die Frauen holen ihre tollen Schätze aus dem Kleiderschrank und tun gemeinschaftlich etwas Gutes für die Umwelt. Das kommt bei den Leuten gut an.“ Solche Veranstaltungen, so Hirt weiter, tragen dazu bei, zusätzliche Müllberge zu vermeiden. Denn beispielsweise auch das Deutsche Rote Kreuz habe kaum mehr Interesse an Altkleidersammlungen, weil es sich nicht mehr lohnt.

Schnell ausgebucht gewesen

Insgesamt 30 Frauen aus der Region, die meisten davon aus Rangendingen, hatten unter den Dächern im Pausenhof der Grund- und Gemeinschaftsschule ihre Verkaufstische aufgebaut. Gleich nach Öffnung kamen die ersten Besucherinnen, um nach modischen Schnäppchen zu stöbern. „Es sind alle gekommen, die sich angemeldet haben. Der Markt war schnell ausgebucht“, sagte Lisa Wägele. „Es ist toll zu sehen, wie viele Frauen sich für nachhaltige Mode interessieren“, betonte die Organisatorin.

Der kleine Unterschied

Der Verlauf ähnelt dem einer Kinderbörse. Der Unterschied: Die Verkäuferinnen beim Rangendinger Frauenkleider-Flohmarkt sind vor Ort und müssen keine Provision zahlen. Zu kaufen gab es so ziemlich alles: von eleganten Abendkleidern über Jeans und Lederjacken bis hin zu lässiger Freizeitmode und Schuhen. Die Auswahl war groß und vielfältig.

Jahrelang im Schrank

Einen Verkaufstisch hatte Sandra Krüger aus Rangendingen liebevoll hergerichtet. „Die Kleiderbörse ist eine wunderbare Möglichkeit, noch gut erhaltene Kleidung weiterzuverkaufen und gleichzeitig Ressourcen zu sparen“, erklärte Sandra Krüger, die mit ihrer Schwägerin Sabrina Wöhrstein den Stand betrieb. Karoline Zug, ebenfalls aus Rangendingen, schätzte als Verkäuferin die gemütliche Atmosphäre auf dem Schulhof. Sie sagte: „Jetzt kann ich Sachen loswerden, die jahrelang im Schrank schlummerten.“ Dass auch die Händlerinnen untereinander Kleidungsstücke verkaufen oder tauschten, war kein Geheimnis. Anprobieren konnte man die Schnäppchen in den Umkleidekabinen der Turn- und Festhalle. Mitten im Pausenhof stand ein großer Spiegel.

Die etwas andere Bewirtung

Für kulinarische Genüsse (salziges und süßes Gebäck) sorgten Mitglieder von Abra. Caroline Hipp hatte eine Bier-Ape mitgebracht, an der es auch Cocktails und Erfrischungsgetränke gab.

Die Besucherinnen und Veranstalterinnen waren sich einig: Der Frauenkleider-Flohmarkt hat funktioniert und ist mehr als nur ein Shopping-Ereignis. Er ist ein Zeichen für bewussten Konsum. Die nächste Börse im kommenden Jahr ist bereits in Planung und verspricht wieder ein Glanzlicht für nachhaltige Modebegeisterte zu werden.