Eltern in Aufruhr: Werden in Rottenburg Kinder von fremden Männern angesprochen?

Aufregung in um Rottenburg: Werden Kinder auf dem Schulweg von fremden Männern angesprochen?
Peter KneffelEltern im Kreis Tübingen scheinen in Aufruhr zu sein. "Derzeit", so informiert das Polizeipräsidium Reutlingen, "werden Informationen verbreitet, wonach in Rottenburg und Umgebung unbekannte Männer aus einem Transporter mit ausländischer Zulassung heraus Kinder ansprechen sollen.
Polizei dementiert angeblichen Entführungsversuch
Demnach soll bereits versucht worden sein, ein Kind in das Fahrzeug zu ziehen. "Diese Information", so wird betont, "ist nach polizeilichen Erkenntnissen nicht zutreffend". Einer Zeugin war am Dienstagmittag gegen 13 Uhr ein langsam fahrender Transporter mit bulgarischer Zulassung in einem Schwalldorfer Wohngebiet aufgefallen. Die Frau sprach die beiden unbekannten Insassen an, die deren Angaben zufolge auf der Suche nach einem erwachsenen Mann waren. Anschließend fuhr das Fahrzeug davon, und die Zeugin fotografierte es.
"Richtigerweise", so schreiben die Ordnungshüter, "meldete sie die verdächtige Wahrnehmung anschließend der Polizei. Zudem habe die Frau vorsorglich den örtlichen Kindergarten verständigt. Das freilich hatte Folge: Über die sozialen Netzwerke verbreitete sich ein Bild des Transporters, wobei das Gerücht verbreitet wurde, dass es zu Straftaten gegen Kinder gekommen sei.
Weiterer Vorfall in der Konrad-Adenauer-Straße
Wie es zu dieser Meldung kam, sei derzeit noch unklar, schreibt die Polizei und nimmt den Vorfall zum Anlass zu einer Einordnung: Oft komme es im Nachgang einer auf diesem Weg verbreiteten Meldung zu einem "Anschwellen von Hinweisen". So soll zum Beispiel eine Zehnjährige am Mittwochmittag gegen 13 Uhr beim Überqueren der Konrad-Adenauer-Straße vom Fahrer eines am Fußgängerüberweg wartenden Transporters angesprochen worden sein. Dem Mädchen soll angeboten worden sein, sie zu fahren. Dies habe das Kind abgelehnt und sei davongerannt. Zu Übergriffen oder Straftaten sei es aber nicht gekommen.
Polizei warnt vor Panikmache
Wegen des zu diesem Zeitpunkt bereits kursierenden Fotos wurde der gemeldete Vorfall mit dem abgebildeten Fahrzeug in Verbindung gebracht. Die Polizei, so wird betont, gehe diesem Hinweis nach, warne jedoch auch vor Panik, die durch die Verbreitung von ungeprüften Sachverhalten beispielsweise über WhatsApp-Gruppen entstehen könne.

