DRK-Notfallsanitäter
: Azubis aus dem Kreisverband bewähren sich bei Übung in Burladingen

Eine beeindruckende Zuschauerzahl verfolgte die jährliche Willkommensübung der 22 neuen DRK-Notfallsanitäter. Sie ist zugleich Werbung für den Beruf.
Von
Matthias Badura
Burladingen
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DRK-Kreisverband Willkommensübung in Burladingen

Bei der gemeinsamen Willkommensübung des DRK-Kreisverbands Zollernalb und der Feuerwehr Burladingen demonstrierten die neuen Notfallsanitäter-Auszubildenden die Versorgung mehrerer Verletzter nach einem simulierten Verkehrsunfall.

Matthias Badura
  • Willkommensübung in Burladingen: 22 DRK-Notfallsanitäter-Azubis zeigen ihr Können.
  • Simulierter Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten an einer Tankstelle zog rund 150 Zuschauer an.
  • Feuerwehr öffnete Fahrzeuge, danach übernahm der DRK-Nachwuchs die Versorgung – Ablauf klappte.
  • Vor Ort waren sieben Rettungs- und Notarztwagen sowie 20 Kräfte der Feuerwehr.
  • Ziel ist Werbung für den Beruf und Einblick in Ausbildung, Bewerbungen sind ausdrücklich erwünscht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Jährlich findet seit 2018 im Oktober in einer anderen Gemeinde des Landkreises eine Willkommens-Übung des DRK-Kreisverbandes Zollernalb statt. Akteure sind junge Notfallsanitäter, die sich in der Ausbildung befinden oder sie soeben begonnen haben – derzeit 22 an der Zahl, davon fünf neue Mitglieder. Ziel der Veranstaltung ist es,  das Berufsbild und die  Ausbildung praxisnah vorzustellen. Regelmäßig sind Eltern, Freunde, Bekannte und viele Zuschauer zugegen. So auch jetzt in Burladingen. Rund 150 Beobachter dürften es gewesen sein, die den Einsatz an der Tankstelle von Rieber Transporte aufmerksam verfolgten. Kevin Rieber hatte das Gelände für diesen besonderen Anlass zur Verfügung gestellt.

Im Publikum befanden sich auch Burladingens Bürgermeister Davide Licht, Polizeihauptkommissar Jürgen Kleinmann, Leiter des Polizeipostens Burladingen, die DRK-Kreisverbandspräsidenten Heiko Lebherz und Dietmar Dieter, zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus dem Rettungsdienst sowie ehemalige Auszubildende. Die schauten natürlich ganz genau hin, wie sich der neue Jahrgang im Einsatz bewährt.

DRK Willkommensübung Burladingen

Die Situation war im Griff, alle Verletzten befreit und auf dem Weg zur Erstversorgung in die Rettungswagen.

Matthias Badura

Bewerbungen werden gerne angenommen

DRK-Fachbereichsleiter Wolfgang Dieter moderierte den Ablauf und erläuterte die Vorgänge. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte er, man erhoffe sich von den Veranstaltungen zugleich einen Werbeeffekt – womöglich interessieren sich junge Frauen und Männer im Publikum daraufhin für den Beruf des Notfallsanitäters. Bewerbungen werden gerne entgegen genommen. Und wer sich nicht ganz sicher ist, kann zunächst ein soziales Jahr beim DRK absolvieren.

Sieben Rettungswagen vor Ort

Vor Ort befanden sich sieben Rettungs- und Notarztwagen aus dem Kreisverband und den Rettungswachen Balingen, Hechingen, Ebingen, Killer und Owingen. Außerdem vier Einsatzwagen und 20 Kräfte der Burladinger Feuerwehr mit Stadtkommandant Manuel Kehrer.

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Die Übungsidee hatten die DRK-Auszubildenden selbst entworfen. Demnach hatte sich ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen ereignet. Das Bild, das sich dem Publikum an der Tankstelle bot, war eindrucksvoll. Ein Auto war unter dem Heck eines Lasters eingeklemmt, ein zweites, das auf den Vordermann aufgefahren war, lag auf der Seite. Darin jammernde Insassen, die sich nicht selbst befreien konnten.

Willkommensübung DRK in Burladingen

Wenn die Burladinger Wehr mit Spreizscheren zu Werke geht, hält keine verklemmte Autotür stand.

Matthias Badura

Zunächst schritt die Feuerwehr zu Werke, mit Spreizern und Scheren knackten sie die verklemmten Türen und befreiten die Verunglückten. Die wurden dann von den DRK- Nachwuchskräften in Obhut genommen. Was in den Rettungswagen vor sich ging, wie man die Verletzten versorgt und wie die Fahrzeuge technisch ausgestattet sind, durften sich die Zuschauer später aus allernächster Nähe anschauen. Alle Wagentüren standen offen. Wer über die Gerätschaften Genaueres wissen wollte, erhielt ausführliche Antwort.

DRK Willkommensübung

DRK Willkommensübung

Matthias Badura

Zusammenspiel der Einsatzkräfte

„Bei diesen Übungen wird, wie natürlich bei anderen auch, zugleich das Zusammenspiel verschiedener Rettungskräfte und Blaulichtorganisationen geprobt“, sagte Dieter. Und das klappte in dem Fall hervorragend. Er bedankte sich bei der Gelegenheit nochmals bei der Burladinger Wehr und bei Gesamtkommandant Kehrer für ihre Bereitschaft, in so großer Zahl mitzuwirken.

Die Auszubildenden waren zu Recht stolz, dass alles reibungslos, zumal unter den Augen ihrer Angehörigen, Ausbilder und älteren Kollegen funktioniert hatte. Zufrieden zeigten sich auch die Verantwortlichen des DRK‑Kreisverbandes. Nur mit den beiden Unfallwagen war natürlich nichts mehr anzufangen. Die wurden in Einzelteilen abtransportiert.

Drei Jahre bis zum Berufsziel

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter beträgt drei Jahre in Vollzeit. Sie spaltet sich in Theorie, Paxis in der Rettungswache und Klininkpraktika in verschiedenen Krankenhausabteilungen.