Corona Schnelltests Hechingen Balingen Ebingen: Update: Hier geht es zu den Anmelde-Links

Corona-Schnelltests nach der Initiative der Tübinger Ärztin Dr. Lisa Federle gibt es am 23. und 24. Dezember auch in Hechingen.
dpaUpdate, Freitagabend:
Das DRK Zollernalb, das die Corona-Schnelltests in Hechingen, Balingen und Ebingen durchführt, hat mitgeteilt, dass die Tests in allen drei Städten vor dem Rathaus stattfinden - und zwar zu einer geänderten Uhrzeit: am Mittwoch, 23. Dezember, von 13 bis 16 Uhr und am Donnerstag, 24. Dezember, von 9 bis 12 Uhr.
Das sind die Anmelde-Links:
Eine Anmeldung über folgende Links ist zwingend notwendig. Pro Teilnehmer ist ein separater Termin notwendig. Ohne diese Terminbuchung ist keine Teilnahme an einem Test möglich:
„Stille Nacht, einsame Nacht? Muss nicht sein!„ heißt die kostenlose Corona-Schnelltest-Aktion, die das Sozialministerium Baden-Württemberg im Sinne eines sicheren Weihnachtsfestes im ganzen Land anbietet. Das Anliegen von Minister Manne Lucha: „Kein älterer oder kranker Mensch soll Weihnachten einsam verbringen müssen“.
Wenn das Stuttgarter Ministerium für Soziales und Integration am 23. und 24. Dezember 2020 in mehr als 120 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg insgesamt 80.000 kostenlose Antigen-Schnelltests zum Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 aus der Notreserve des Landes zur Verfügung stellt, dann sind auch Hechingen, Balingen und Albstadt mit von der Partie.
Tests am 23. und 24. Dezember
In allen drei Mittelzentren des Zollernalbkreises kann man sich am Mittwoch, 23. Dezember, von 13 bis 16 Uhr und am Donnerstag, 24. Dezember, von 9 bis 12 Uhr vom DRK Zollernalb testen lassen.
Ziel der Aktion „Stille Nacht, einsame Nacht? Muss nicht sein!“ ist es nach Angaben des Sozialministeriums, ein möglichst sicheres Weihnachtsfest für besonders gefährdete Personengruppen zu ermöglichen. Zudem soll die Bevölkerung für den Schutz besonders gefährdeter Gruppen vor dem Coronavirus sensibilisiert werden. Das Angebot richtet sich somit in erster Linie an Angehörige von Risikogruppen wie etwa Großeltern und Personen mit Vorerkrankungen.
Initiative von Lisa Federle
Minister Lucha hatte die Aktion Anfang Dezember mit der Tübinger Notärztin und Pandemiebeauftragten Dr. Lisa Federle sowie der „Blaulichtfamilie“ – also den großen Rettungsorganisationen – vereinbart. Vorbild ist die gleichnamige Aktion, die Lia Federle in Tübingen initiiert und bereits mit großem Erfolg mehrmals durchgeführt hat. Das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Arbeiter-Samariter-Bund setzen die Aktion vor Ort mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern um.
„Wir appellieren an die Menschen, wirklich verantwortungsbewusst und solidarisch mit diesem Angebot umzugehen. Eingeladen zur Testung sind nur all jene, die an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen alte oder kranke Angehörige besuchen möchten, die sonst einsam und alleine wären. Wer sich für die Party mit Freunden „frei testen“ möchte, ist hier fehl am Platz“, sagte Lucha.
„Niemand soll an Weihnachten einsam sein“
Lisa Federle ergänzt: „Kein Mensch sollte das Weihnachtsfest einsam und alleine zu Hause verbringen müssen. Deshalb ermöglichen wir es Angehörigen von älteren, kranken und pflegebedürftigen Menschen, sich in der Vorweihnachtszeit kostenlos testen zu lassen, um ihre Lieben dann besuchen zu können. Dadurch können wir die Menschen schützen, ohne sie isolieren zu müssen.“
Die Aktion soll Bürgerinnen und Bürgern mehr Sicherheit bei der Frage bieten, ob sie einen Weihnachtsbesuch in den Stunden nach dem Schnelltest bei ihren besonders gefährdeten Angehörigen machen können. Mittels eines Nasen-Rachen-Abstrichs kann der Schnelltest innerhalb von 15 bis 30 Minuten Auskunft über eine aktuelle Infizierung geben. Es handelt sich bei dieser Aktion ausdrücklich nicht um eine allgemeine Testung der Bevölkerung. Auch wird keine schriftliche Bescheinigung über ein negatives Testergebnis ausgestellt. Bei positivem Ergebnis erhalten getestete Personen eine Bescheinigung, verbunden mit der dringenden Aufforderung, sich unverzüglich selbst in Quarantäne zu begeben und einen PCR-Test durchführen zu lassen.
Aussagekraft bei 90 bis 95 Prozent
Ist das Testergebnis negativ, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit keine Infektion vor; die Aussagekraft hierfür liegt bei zirka 90 bis 95 Prozent. Wichtig ist, dass die Tests keine hundertprozentige Sicherheit garantieren. Auch bei einem negativen Testergebnis gilt also in jedem Fall weiterhin unbedingt die AHA-Formel: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen. Wer positiv getestet wird, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Coronavirus SARS-CoV-2-Virenträger und damit gesetzlich verpflichtet, sich unverzüglich in Quarantäne zu begeben, um nicht weitere Personen anzustecken. Des Weiteren sollte zur Sicherung der Diagnose ein PCR-Test beispielsweise in einer Fieberambulanz oder einer dafür ausgewiesenen Teststelle durchgeführt werden.
Hintergrundinformationen zur Schnelltest-Notreserve:
Das Land Baden-Württemberg hat 5 Millionen sogenannte PoC-Antigentests als Notreserve beschafft. Diese Schnelltests sollen Einrichtungen im Land zu Gute kommen, die darlegen, dass ihnen auf dem vom Bund vorgesehenen Bezugsweg oder anderweitig eine Beschaffung nicht möglich ist. Dazu zählen Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, der Wohnungslosenhilfe und im Notfall auch die Gesundheitsämter.
Die Notfallreserve soll schnell, gezielt und unbürokratisch durch Verbände wie den Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe oder den Malteser Hilfsdienst verteilt werden. Die Verbände stellen im Rahmen ihrer Möglichkeiten mehrere dezentrale Lager für voraussichtlich jeweils 50.000 Antigentests bereit.