Bundesweiter Waldputztag 2026
: Jeder volle Müllsack ist eine Warnung

Das Forstamt Zollernalbkreis lädt am Samstag, 21. März, zur Sammlung nach Grosselfingen ein. Mit der Aktion soll auf die Problematik von illegal entsorgtem Müll in unseren Wäldern aufmerksam gemacht werden.
Von
swp
Grosselfingen
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Waldputztag

Bereits zum fünften Mal findet am Samstag, 21. März, der bundesweite Waldputztag statt.

Anton Lehmkuhl
  • Waldputztag 2026: Zentrale Sammlung am 21. März in Grosselfingen, Start 10 Uhr.
  • Treffpunkt: Wanderparkplatz Spielwiese am Waldweihnachtsweg; Anmeldung online möglich.
  • Ziel: Auf illegal entsorgten Müll im Wald aufmerksam machen; viele Akteure vor Ort.
  • Fünf Jahre Waldputztag: seit 2022 von HFR, Landeswaldverband, Cleanup Network initiiert.
  • 2025 sammelten über 1000 Menschen mehr als 20 Tonnen Müll; mehr Einträge erwünscht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zum Waldputztag 2026 lädt das Forstamt Zollernalbkreis gemeinsam mit den Initiatoren des bundesweiten Aktionstages zur Sammlung in Grosselfingen ein. Die Veranstaltung ist zugleich die Zentralveranstaltung des diesjährigen Waldputztags. Treffpunkt am kommenden Samstag, 21. März, ist um 10 Uhr beim Wanderparkplatz Spielwiese am Waldweihnachtsweg.

Auf Müllproblematik aufmerksam machen

Mit der Sammelaktion machen die Beteiligten auf die Problematik von illegal entsorgtem Müll in unseren Wäldern aufmerksam. Vertreter des Landeswaldverbands Baden-Württemberg, Studierende der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und Beschäftigte der Firma Arbotrade GmbH kommen zum Aktionstag nach Grosselfingen. Gemeinsam mit den örtlichen Forstleuten und weiteren Engagierten machen sie sichtbar, wie viele Menschen sich bereits aktiv für saubere Wälder engagieren.

Vor Ort sein werden unter anderem: Christian Beck, Forstamtsleiter Zollernalbkreis; Reinhold Mayer, Vorsitzender Landeswaldverband Baden-Württemberg; Professor Dr. Sebastian Hein, Studiengangsleiter Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg.

Freiwillige sind eingeladen, sich der Sammlung anzuschließen. Eine Anmeldung ist über folgenden Link möglich: https://waldputztag.de/veranstaltungen/waldputz-in-grosselfingen/

Der bundesweite Waldputztag bringt Naturverbundene im ganzen Bundesgebiet zusammen, um gemeinsam die Wälder vom Müll zu befreien. Bereits zum fünften Mal findet der Waldputztag in diesem Jahr statt. Die Veranstaltenden hoffen zum Jubiläum wieder auf rege Beteiligung – und mahnen, dass das Engagement der Freiwilligen auch Rückendeckung braucht.

Fünf Jahre Waldputztag

Ins Leben gerufen wurde der Waldputztag im Jahr 2022 als gemeinsame Initiative der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, Landeswaldverband und Cleanup Network e.V.. Was einst als Initiative in Baden-Württemberg begann, hat sich innerhalb von fünf Jahren zu einer bundesweiten Aktion entwickelt. Inzwischen beteiligen sich nicht nur Gruppen aus ganz Deutschland, sondern auch Engagierte aus Österreich und der Schweiz.

Prof. Dr. Sebastian Hein von der Hochschule betont die langfristige Wirkung: „Bereits fünf Jahrgänge unserer Forststudierenden haben sich intensiv mit dem Waldputztag beschäftigt. Diese Erfahrungen tragen sie in ihr späteres Berufsleben. So entsteht eine dauerhafte Sensibilität für müllfreie Wälder – weit über den eigentlichen Aktionstag hinaus.“

Ulrich Potell, Geschäftsführer des Landeswaldverbands, erklärt: „Ab April beginnt die Vegetation stark zu wachsen – was dann nicht gesammelt wurde, wird überwuchert und bleibt womöglich über Jahre im Ökosystem. Das Prinzip beim Sammeln lautet: Alle kehren vor ihrer Haustüre. Die Erholungssuchenden entlang der Waldwege und Erholungseinrichtungen, die Forstleute und Waidleute tiefer in den Wäldern. Wir nehmen dabei Rücksicht auf das Brut- und Setzgeschehen der Wildtiere.“

Gemeinsam engagiert

Der Waldputztag lebt vom breiten Bündnis unterschiedlichster Akteure. Neben zahlreichen privaten Zusammenschlüssen – darunter Sportvereine, Wandergruppen oder Jugendfeuerwehren – engagieren sich seit Jahren auch verschiedene Naturschutz- und Forstorganisationen. Dazu zählen unter anderem verschiedene Landes- und Ortsverbände von Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Nabu und vielen weiteren Organisationen. Der BUND unterstützt den Waldputztag außerdem erneut im Rahmen des Projekts „Wildkatzenwälder von morgen“. Auch die Landesforstbetriebe aus verschiedenen Bundesländern sind erneut mit Sammelaktionen dabei – darunter mit ForstBW auch eine Partnerorganisation seit Tag eins.

20 Tonnen

20 Tonnen Müll wurden bei der letztjährigen Sammelaktion aus dem Wald geholt.

Anton Lehmkuhl

Für den Vorstandsvorsitzenden von ForstBW, Max Reger, erfüllt der Waldputztag eine wichtige Aufgabe in der Bindung der Menschen zum Wald vor ihrer Haustüre: „Der Waldputztag zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig unsere Wälder für die Menschen vor Ort sind. Wenn Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ForstBW anpacken, entsteht nicht nur ein sauberer Wald, sondern auch ein starkes Gefühl von Gemeinschaft und Verantwortung für unsere Natur. Dieser Zusammenhalt begeistert mich immer wieder.“

Engagement sichtbar machen

Das Engagement beim Waldputztag wächst stetig: 2025 beteiligten sich bundesweit über 1000 Menschen und entfernten insgesamt mehr als 20 Tonnen Müll aus den Wäldern. Und diese Zahl bildet nur einen Teil der tatsächlichen Aktivitäten ab, da viele Gruppen unabhängig vom Aktionstag sammeln. Die Veranstaltenden hoffen daher, dass möglichst viele Initiativen ihre Aktionen auf www.waldputztag.de eintragen. So wird das Engagement sichtbar – und messbar. Ulrich Potell betont: „Jeder Müllsack, den Freiwillige aus dem Wald holen, muss eine Mahnung sein. Wir brauchen Strategien zur Müllvermeidung, nicht nur zur Müllbeseitigung.“

Mit Blick auf das fünfjährige Bestehen des Waldputztags verbinden die Organisatoren deshalb zwei Wünsche. Sebastian Hein fasst zusammen: „Wir freuen uns über viele engagierte Teilnehmende am 21. März – und hoffen, dass die Summe all dieser Sammlungen deutlich macht, wie dringend nötig spürbare politische Schritte hin zu weniger Müll in Wald und Landschaft sind.“