Bürgertreff Stetten bei Hechingen
: Zufrieden mit dem Kindergarten, großes Hoffen für die Festhalle

Wie man einen Nachbarn überzeugt, der sich wegen Lärms beim Jugendclub beschwert hat, das hat Ortsvorsteher Otto Pflumm beim Neujahrsempfang verraten.
Von
Dietmar Wieder
Hechingen
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Weil es nur wenig geschneit hatte, fand der Stettener Bürgertreff in der Turn- und Festhalle statt, deren Dach hinüber ist. Ortsvorsteher Otto Pflumm (links) zog Bilanz, und unter den Zuhörern war auch Bürgermeister Philipp Hahn.

Weil es nur wenig geschneit hatte, fand der Stettener Bürgertreff in der Turn- und Festhalle statt, deren Dach hinüber ist. Ortsvorsteher Otto Pflumm zog Bilanz, und unter den Zuhörern war auch Bürgermeister Philipp Hahn (vorne, Dritter von rechts) nebst Gattin.

Dietmar Wieder
  • Der Neujahrsempfang in Stetten hob den Kindergarten-Neubau als wichtigstes Projekt hervor.
  • Bürgermeister Philipp Hahn lehnt den Bau einer neuen Festhalle ab, trotz des maroden Daches.
  • Ein Nachbar und der Jugendclub haben ihren Konflikt durch Einladungen zum Kaffee gelöst.
  • Stetten ehrte zahlreiche Grünpaten für die Pflege der Grünflächen.
  • Anne Buhl sprach über Artenvielfalt in Gärten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Obwohl die örtliche Turn- und Festhalle insbesondere im Winterhalbjahr eine gewisse Spannung vermittelt (bei zu viel Schnee auf dem Dach darf sie nicht benutzt werden), bleibt der Kindergarten-Neubau das wichtigste Thema für den Stadtteil. Für die Gesamtstadt steht das Projekt auf Nummer 1 der Liste. In Stetten selbst hätte man wohl liebend gern auch Zusagen für die Halle. Doch einem Neubau hat der Bürgermeister vor Ort eine Absage erteilt.

Der größte Hechinger Stadtteil ist lebendig, geprägt von Zusammenhalt, Gemeinschaft und einem intakten Vereinsleben.  Dies wurde beim Neujahrsbürgertreff mehr als deutlich. Der stellvertretende Ortsvorsteher Uwe Stegmeier machte den Auftakt im Programm und begrüßte die Bürgerschaft nebst Ortsvorstehern aus Sickingen (Siegbert Schetter) und Boll (Meta Staudt) sowie Vertreter der Vereine.

Der enge Hechinger Gürtel

Bürgermeister Philipp Hahn legte in seinem Beitrag den Blick auf die Gesamtstadt: Noch im vergangenen Jahr habe die Stadt 46 Millionen Euro an Gewerbesteuer eingenommen. Für dieses Jahr allerdings schrumpfe der Betrag auf 17 Millionen Euro. Vor allem die Umstrukturierung beim Medizintechnik-Unternehmen Baxter schlage zu Buche. Spielräume für weitere Investitionen würden sich nicht ergeben. Die Stadt müsse sparen und den Gürtel enger schnallen, obwohl noch einige Wünsche offen sind. Hechingen fehlen derzeit allein zehn Kita-Gruppen. Somit stehe der Kindergarten-Neubau in Stetten auf Platz 1 der Prioritätenliste. Das Dach der Stettener Festhalle ist marode und laut Studie nicht mehr sanierungsfähig, da zu teuer. Philipp Hahn erteilte jedoch einem Neubau eine Absage.

Derzeit bei 1960 Einwohner

Ortsvorsteher Otto Pflumm gab in seinem Bericht einige Zahlen und Fakten bekannt. Derzeit leben in Stetten insgesamt 1960 Einwohner. Im Kindergarten befinden sich zehn Kinder unter drei Jahren und 50 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. In der Grundschule lernen derzeit 119 Kinder insechs Klassen und werden unterrichtet von zwölf Lehrerinnen in Voll- und Teilzeit.

„Mit dem Kindergarten-Neubau sind wir zufrieden, und für die Festhalle hoffen wir“, stellte Otto Pflumm fest. Trotz allem kann die Festhalle unter gewissen Voraussetzungen und unter Einhaltung der Grenzwerte genutzt werden. Ein weiteres Thema im vergangenen Jahr war der Standort der Mobilfunkmasten in Stetten und in Boll.

Zum Kaffee in den Club eingeladen

Lob gab es an die Adresse des Jugendclubs. Es gab keine Beschwerden wegen Lärm mehr! Der sich öfter beschwerende Nachbar wurde kurzerhand zum Kaffee eingeladen, und das Ergebnis war, dass sich beide Seiten jetzt gut verstehen.

Im Anschluss referierte Anne Buhl, Biologin der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt, über das Thema "Lebendige Gärten und die Artenvielfalt fördern und die Natur erleben". Das gemeinsam gesungene Hohenzollernlied schloss den offiziellen Teil des Bürgertreffs ab. Musikalische Leckerbissen servierte der Musikverein Stetten unter der Leitung von Mykolas Pozingis in gewohnt perfekter Manier.

Beim Bürgertreff in Stetten ehrte Ortsvorsteher Otto Pflumm zahlreiche Grünpaten. Es sind noch etliche mehr, aber nicht alle waren gekommen.

Beim Bürgertreff in Stetten ehrte Ortsvorsteher Otto Pflumm zahlreiche Grünpaten. Es sind noch etliche mehr, aber nicht alle waren gekommen.

Dietmar Wieder

Stetten ehrt seine Grünpaten

Im Rahmen des Bürgertreffs wurden Stettens Grünpaten geehrt. Grünpaten sind ein wichtiger Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Sie pflegen die städtischen Grün- und Pflanzflächen und sparen somit Kosten. Geehrt wurden: Thomas Angleitner, Jan Bausinger, Rolf Buckenmaier, Rainer Daiker, Doris Deppisch, Familie Dittus, Rainer und Inge Fink, Ernestine und Bernhard Fittkau, Familie Gawlik, Renate Glamser, Astrid Haas, Siegfried Hönes, Michael und Katharina Hütter, Karoline und Stefan Kiesel, Elisabeth und Walter Klett, Cornelia und Sven Neinhaus, Walter Pröbster, Karin und Albert Rebstock, Ingrid und Johannes Reis, Jürgen und Rosi Schädler, Uwe Steimle, Wolfgang Volk und Dietmar und Heike Wieder.