Breitbandausbau Bisingen
: Freie Fahrt über den Heidelberg

Die Ortsdurchfahrt Bisingen ist wieder frei. Allerdings verursachte der Netzausbau erhebliche Mehrkosten – weil der Aushub stark mit Teer belastet war. Nächstes Projekt: die Steinhofener Straße.
Von
Sabine Hegele
Bisingen
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Die durch die Bisinger Ortsmitte führende Heidelbergstraße ist wieder komplett frei für den Verkehr.

Die durch die Bisinger Ortsmitte führende Heidelbergstraße ist wieder komplett frei für den Verkehr.

Sabine Hegele
  • Heidelbergstraße in Bisingen ist nach Breitbandausbau wieder komplett für den Verkehr frei.
  • Ungeplante Probleme traten auf, da Leitungen fehlten – Arbeiten mussten in der Fahrbahn laufen.
  • Aushub war stark teerbelastet, Entsorgung kostete 182.000 Euro; Gemeinde trägt rund 55.000 Euro.
  • Nächstes Projekt: Vollausbau der Steinhofener Straße, Aufträge an Koch und Raible vergeben.
  • Bürgermeister empfiehlt Pflaster für Gehwege, Gemeinderat stimmt mehrheitlich zu.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Da sind die Bisinger froh: Der Heidelberg ist seit wenigen Tagen wieder freigegeben für den Verkehr – komplett, ohne Einschränkung. Auch die Verwaltung und der Bisinger Gemeinderat können da aufatmen, zumal sich im Zuge des Breitbandausbaus durch die Ortsmitte diverse unvorhersehbare bauliche Probleme aufgetan hatten. So hatten beispielsweise nicht in den Bestandsplänen vermerkte Kanalleitungen dazu geführt, dass das Breitbandpaket nicht im Gehweg verlegt werden konnte – sondern durch die Fahrbahn geführt werden musste. Teil- und Vollsperrungen waren die Folge.

Teure Entsorgung

Konsequenzen gab es auch finanzieller Art. Im Rahmen der Beprobung des Aushubs aus der Heidelbergstraße musste festgestellt werden, dass dieser sehr Teer-belastet ist. Eingeordnet in die sogenannte Belastungsstufe BM-F3 (diese Materialklasse bezeichnet nach der Ersatzbaustoffverordnung Bodenmaterial mit den höchsten Schadstoffbelastungen), ergaben sich natürlich hohe Entsorgungskosten.

In Summe bewegten die sich, informierte Bürgermeister Roman Waizenegger in der Sitzung des Gemeinderats, in einer Höhe von 182.000 Euro. Weil das Breitbandprojekt mit 70 Prozent gefördert wird, verbleibt der Gemeinde ein zu finanzierender Eigenanteil von rund 55.000 Euro.

Es braucht Geduld

Trotzdem konstatierte das Gemeindeoberhaupt: „Wir sind zufrieden.“ Einen ausdrücklichen Dank richtete Waizenegger an die Anlieger und die Gewerbetreibenden für deren geduldiges Ertragen des Baulärms und -drecks.

Geduld gefragt ist bald auch in der Steinhofener Straße. Ihr Zustand macht einen Vollausbau notwendig. Die Krux: Die Straße ist viel befahren! Eine für alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner gleichermaßen verträgliche Lösung zu finden, darum will sich die Gemeinde nach Kräften bemühen.

In einem ersten Schritt wurden im Gemeinderat jetzt aber erstmal die Tief- und Straßenbauarbeiten vergeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Koch aus Ratshausen, die zum Preis von  1,354 Millionen Euro die günstigste Bieterin war. Mit dem Rohrleitungsbau wird die Firma Raible aus Geislingen beauftragt – ihr Angebotspreis: 165.000 Euro.

Jetzt die Steinhofener Straße

Bei so großen Summen wird, zumal der Vollausbau zunächst gar nicht auf der Agenda stand, von der Verwaltung mit den Sondermitteln des Bunds kalkuliert. Fördermittel stehen keine zur Verfügung.

Und wenn es schließlich irgendwann an die neue Gestaltung der Gehwegoberfläche geht, empfahl der Bürgermeister dem Gremium eine Ausführung mit Pflastersteinen. Auch weil er sicher davon ausgeht: „Spätestens in einem Jahr kommen wieder irgendwelche Versorger und reißen die Gehwege auf. Danach hat man wie so oft zweierlei Asphaltbeläge. Mit einem Pflasterbelag kann da deutlich unauffälliger gearbeitet werden.“

Diesem Vorschlag schloss sich der Gemeinderat mit großer Mehrheit an. Einzig dagegen stimmten („auch aus hygienischen Gründen“) die Freien Wähler Daniela Ehrnsperger und Tobias Kostanzer.