Brand bei Hechingen
: Säure aus Energiezelle und Löschwasser reagieren: Rauch war toxisch

Am Tag danach steht die Ursache für den Brand im Stettener Wohngebiet fest: Eine Energiezelle der Photovoltaikanlage ist schuld.
Von
Ernst Klett
Hechingen
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Der Brad in der Stettener Wildermuthstraße war im Keller des Gebäudes entstanden. Ins Gebäude konnte die Feuerwehr nur mit schwerem Atemschutz.

Der Brand in der Stettener Wildermuthstraße war im Keller des Gebäudes entstanden. Ins Gebäude konnte die Feuerwehr nur mit schwerem Atemschutz.

Ernst Klett

Wer am Freitagabend im Stettener Wohngebiet in Richtung Heiligkreuz auf der Terrasse saß, tat gut daran, den Aufenthaltsort zu wechseln: Der dunkle Rauch des Brandes in der Wildermuthstraße war hoch giftig. Das hat die Polizei am Tag danach gemeldet.

Auch die Brandursache, die ganz klar im Keller des derzeit leerstehenden Gebäudes zu verorten gewesen war, ist inzwischen reichlich klar: Das Polizeipräsidium Reutlingen nennt im aktuellen Bericht einer Energiezelle der Photovoltaikanlage, die in Brand geraten sein muss. Aus welchem Grund genau dies geschehen ist, wird nun ein Brandsachverständiger klären müssen. Wie berichtet, war die Hechinger Kernstadt-Feuerwehr plus das weitere Großaufgebot an Rettungskräften blitzschnell zur Stelle. Menschen wurden nicht gefährdet. Es hat sich auch niemand in den Rauch gestellt. Höchstens ganz kurz fürs HZ-Foto.

Die Polizei schreibt, dass Anwohner gegen 18.30 Uhr der Rettungsleitstelle starken Rauch aus dem Keller des Einfamilienhauses im Wildermuthweg mitgeteilt hatten. Beim Eintreffen der Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Hechingen drang der Qualm bereits deutlich zur Haustür heraus.

Fatale Verbindung

Nach einer ersten Einschätzung der Feuerwehrkräfte vor Ort war offensichtlich eine Energiezelle der Photovoltaikanlage aus bislang unbekannter Ursache in Brand geraten. Durch den Einsatz von Löschwasser in Verbindung mit Säure aus den Energiezellen entwickelte sich laut Polizeibericht in der Folge ein toxisches Gas, das sich durch den Rauch im gesamten Wohnhaus verbreitete.

Die Polizei informiert weiter: Weil das Einfamilienhaus derzeit renoviert wird und sich der Eigentümer zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht im Gebäude befand, wurde glücklicherweise niemand verletzt. Eine Gefahr, so betont die Polizei, habe für die Anwohner zu keiner Zeit bestanden.

Sachschaden bis zu 70.000 Euro

Der Sachschaden an dem bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbaren Gebäude beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 50.000 bis 70.000 Euro. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache wurden durch das Polizeirevier Hechingen übernommen.