Bisingen ehrt Sportler und Ehrenamtliche: „Wir sind eine große Gemeinschaft“

Bis an ihre persönliche Grenze gegangen sind nach der Hochwasserkatastrophe im Mai 2024 diese Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Sie wurden von Kreisbrandmeister Sven Röger (rechts) und Bürgermeister Roman Waizenegger (links) mit der Bevölkerungsschutz-Einsatzmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Sabine Hegele- Bisingen ehrte Einsatzkräfte, Blutspender und Sportler bei einem großen Ehrungsabend.
- Feuerwehrleute erhielten die Bevölkerungsschutz-Einsatzmedaille des Landes Baden-Württemberg.
- 19 Blutspender wurden ausgezeichnet, Björn Schützenauer spendete bereits 100 Mal Blut.
- Erfolgreiche Sportteams und Einzelathleten der Gemeinde wurden mit Ehrenurkunden gewürdigt.
- Norbert Unterricker, Lina Welzel und Maximilian Wipfler erhielten Ehrungen für kulturelles Engagement.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Gemeinde Bisingen möchte ein deutliches Ausrufezeichen setzen: Erstmals hat sie die traditionelle Ehrung ihrer erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler um die Ehrung von Bürgerinnen und Bürgern erweitert, die sich im Kirchspiel im Gemeinwesen, als Blutspender oder in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren.
Retten, Löschen, Bergen, Schützen
Bei der Auszeichnung von knapp 70 Feuerwehrmännern und -frauen aus den Abteilungen Bisingen, Thanheim, Wessingen und Zimmern sprach Bürgermeister Roman Waizenegger am Donnerstagabend in der Hohenzollernhalle von einer „hoffentlich einmaligen Ehrung“ – nicht, weil die Floriansjünger den steten Dank für ihr ehrenamtliches Engagement ums Gemeinwohl nicht verdient hätten, sondern weil sich die Verleihung der Bevölkerungsschutz-Einsatzmedaille des Landes Baden-Württemberg in der letztjährigen Hochwasserkatastrophe begründet. Der Schock der Bürger, erinnerte sich der Rathauschef, sei damals im Mai groß gewesen, der Druck auf die Einsatzkräfte der Feuerwehr noch sehr viel größer.
Kreisbrandmeister Sven Röger wusste das zu bestätigen: Bis an ihre Grenzen gehend, hätten die Feuerwehrkräfte gearbeitet – unermüdlich! „Ihr habt gehandelt und gekämpft!“ Die Leistung der Floriansjünger sei „gewaltig“ gewesen. „Danke für eure Ausdauer, euren Mut und eure Tatkraft.“
Jede Leistung – ob sportlich, ehrenamtlich oder kulturell – verdiene Anerkennung, machte der Bürgermeister deutlich. Weil jedes Engagement dazu beitrage, dass Bisingen mehr ist als nur ein Wohnort – nämlich eine Gemeinschaft, die zusammenhält.
Im Sport seien dafür Training, Disziplin, Fairness und Gemeinschaftssinn die „wahre Grundlage“ des Erfolgs. Im Gemeinwesen, reichend von der Kulturarbeit bis hin zu den Hilfsdiensten, finde das Engagement oft im Stillen statt, sei deshalb aber nicht weniger wertvoll. Und Blutspenderinnen und Blutspender seien es, die „ganz konkret Leben retten“. Jede einzelne Spende sei ein „Akt der Nächstenliebe“.
Kulturelle Botschafter
Aus dem Bereich des Gemeinwesens zeichnete Roman Waizenegger drei Menschen aus. Zum einen Norbert Unterricker in dessen Eigenschaft als Gründungsmitglied des Obst- und Gartenbauvereins Thanheim sowie als langjähriger Schriftführer und Gerätewart. Sein Dienst sei selten spektakulär, aber von unschätzbarem Wert. Den Musikanten Lina Welzel und Maximilian Wipfler attestierte der Verwaltungschef, dass sie mit dem Bestehen der D2- beziehungsweise D3-Prüfung eindrucksvoll gezeigt hätten, wie viel Fleiß und Talent in ihren steckt. Damit bereicherten sie zugleich das musikalische Leben des Musikvereins Bisingen.

Eine Ehrung erfuhren in Bisingen auch die vielfachen Blutspender. Björn Schützenauer (Dritter von rechts) hat bereits 100 Mal Blut gespendet.
Sabine HegeleBlutspender = Lebensretter
Das Wertvollste, was ein Mensch geben kann, ist sein eigenes Blut. Dafür zeichnete Roman Waizenegger 19 Blutspenderinnen und Blutspender aus. In der Ehrungsstufe 10: Sarah Bitzer, Lars Kohle, Katharina Konzelmann, Cedric Schulz, Veronika Steinemer und Oskar Walendzik; in der Ehrungsstufe 25: Tanja Beuter, Vanessa Binder, Lars Brodbeck, Annika Haug, Michael Koch, Florian Müller und Karin Wagner. Bereits 50 Mal Blut gespendet haben Gerda Broszat, Markus Eppler, Holger Hofmann und Wilfried Mayer. Sage und schreibe 75 Mal Blut „abzapfen“ lassen hat sich Anton Krainz. Getoppt wird das einzig von Björn Schützenauer, der bereits 100 Mal sein Blut gegeben hat.

An talentierten und erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern mangelt es dem Kirchspiel garantiert nicht. Rechts mit auf dem Bild: Bürgermeister Roman Waizenegger und die für ihren Dienst am Gemeinwesen ausgezeichneten Vereinsvertreter.
Sabine HegeleHöher, schneller, weiter
Damit nun zum größten Ehrungsblock des Abends – zu den erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportlern der Gemeinde.
Die Ehrenurkunde in Gold ging an die E-Jugend der SGM Wessingen/Bisingen/Grosselfingen, die Staffelmeister 2024/2025 im Bezirk Schwarzwald Zollern wurde, und an die C-Jugend der SGM Bisingen/Wessingen/Grosselfingen, die den Meistertitel in der Regionen-Staffel Süd 2 feierte. Des Weiteren goldene Ehren für herausragende Leistungen zuteil wurden diesen Athletinnen und Athleten: Jürgen Fischer (Tennisgemeinschaft Bisingen); Melanie Maus und Judith Ruff (Schützenverein Thanheim); Markus Wallau (1. DAN, erster schwarzer Gürtel im stiloffenen Karate); Lina Meißner, Alwine Jenike, Constantin Schell, Niko Balk, Lea Weithoffer, Alexa Waizel, Alina Henke, Manfred Hoch, Konrad Ertelt, Fynn Pfeffer und Milena Fischer (allesamt vom TSV Bisingen).
Die Ehrenurkunde in Silber ging an Manuela Baur und Stefanie Wipfler von der Tennisgemeinschaft Bisingen.
Die Ehrenurkunde in Bronze überreicht bekamen: Magnus Mohr, David Bitzer, Cillian Schell, Alwin Jenike und Luisa Gross (von der Schach-AG der Grundschule Bisingen); Klaus Heim und Leon Brausam (Schützenverein Thanheim); Tatjana Selig, Helena Selig, Jasmin Merz, Hanna Szimba, Sophie Osikowski, Nina Osikowski, Alexa Waizel, Samira Geyer und Alla Zanfirova (alle vom Turn- und Sportverein Bisingen).
