Bildungshaus St. Luzen
: Beim ersten Hechinger Vesper erzählt Emma Weiß von Olympia

Spannende Informationen aus erster Hand, dazu Wurstsalat und gemütliches Beisammensein. Das ist der Mix, den das Hechinger Bildungshaus ab dem 21. Mai konfessionsübergreifend serviert.
Von
Ernst Klett
Hechingen
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Teresa, Sandy und Pe vom „Fecker“ brachten 500 Wurstsalat-Portionen unter die Leute.

Gourmetabend im Hechinger Open-Air-Kino 2023

Ob der der Wurstsalat bei der Premiere des Hechinger Vespers so daherkommt wie die legendäre Variante, die das einstige „Fecker“Team beim Open-Air-Kino kredenzt hat? Es könnte durchaus sein. Denn eine frühere Wirtin macht mit beim achtköpfigen Vesper-Team!

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  • Bildungshaus St. Luzen startet das „Hechinger Vesper“ ab Donnerstag, 21. Mai, 18.30 Uhr.
  • Premiere mit Freestyle-Skierin Emma Weiß: Gespräch über Karriere, Motivation und Spitzensport.
  • Konzept: Austausch und Begegnung mit Bewirtung – Wurstsalat gegen 9 Euro, Getränke extra.
  • Achtköpfiges Team organisiert die Abende, Zielgruppe sind auch jüngere Gäste.
  • Nach dem Sommer ist „Wein im Keller“ geplant – regelmäßige Angebote am Standort.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Das ist in Hechingen ja fast nirgends mehr möglich.“ Mit „das“ meint Ulrike Stoll-Dyma zwanglose Treffen und Austausch, gern auch mit Bewirtung. Also einige Nummern kleiner und ruhiger als Vereinsfeste. Und damit kann die Zollernstadt mittlerweile tatsächlich nur mehr schwer dienen. Das katholische Bildungshaus springt überkonfessionell ein, und seine Leiterin hat nach dem sommerlichen Vesper für den Herbst gleich noch eine Idee.

Nicht nur Frauen frühstücken

Das Hechinger Bildungshaus im einstigen Klostergebäude St. Luzen hat nach dem Abschied des langjährigen Organisatorenduos Brigitte und Manfred Steger die Reihe „Ökumenisches Frauenfrühstück Hechingen“ fortgeführt und die Frauen und die Ökumene aus dem Titel getilgt. Es waren schon immer nicht allein Frauen mit dabei, und überkonfessionell ist das „Hechinger Frühstück“ sowieso.

Gefrühstückt mit ausgewählten Themen wird im Bildungshaus einmal monatlich auch weiterhin. Ab Donnerstag, 21. Mai, gesellt sich in St. Luzen um 18.30 Uhr eine Abendveranstaltung mit ähnlicher Ausrichtung hinzu, das „Hechinger Vesper“. Die neue Reihe soll, so beschreibt es Ulrike Stoll-Dyma, „Genuss, Begegnung und spannende Einblicke auf besondere Weise vereinen“. Gleich der erste Abend dürfte aus Sicht der Bildungsreferentin „mehr sein als ein gewöhnliches Treffen, vielmehr ein Erlebnis, das neugierig macht und lange in Erinnerung bleibt“.

Das soll Emma Weiß möglich machen. Die Freestyle-Skierin aus Ebingen nimmt seit 2015  erfolgreich an internationalen Wettbewerben teil und hat zuletzt bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina einen 12. Platz belegt. Beim Hechinger Vesper wird sie befragt zu Karriere, Motivation und der Welt des Spitzensports. Ulrike Stoll-Dyma beschreibt das so: „Wie fühlt es sich an, auf einer so großen Bühne zu stehen? Welche Herausforderungen prägen den Weg dorthin? Und was treibt sie an, immer wieder an ihre Grenzen zu gehen?“ Es soll ein Gespräch werden, „das ebenso inspirierend wie authentisch wird“.

Die Ebinger Freestylerin Emma Weiß (die mit der 13) bei Olympia in Cortina und Mailand.

Die Ebinger Freestylerin Emma Weiß (die mit der 13) bei Olympia in Cortina und Mailand.

Jürgen Wirth

In St. Luzen soll es aber nach dem Willen des Vesper-Teams nicht allein beim Zuhören bleiben. Die Abende sollen weit mehr bieten: „Es entsteht ein Raum, in dem Austausch und Begegnung im Vordergrund stehen. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine Atmosphäre freuen, die ideal ist, um ins Gespräch zu kommen, neue Kontakte zu knüpfen und einen besonderen Abend zu genießen.“ Die Bildungsreferentin legt gern eine Schippe drauf: „Das Hechinger Vesper verspricht einen Abend, der neugierig macht – und vielleicht sogar dazu inspiriert, selbst neue Wege zu gehen.“

Ein Achterpack führt Regie

Für Wurstsalat sorgen, den Saal herrichten und vor allem Referenten suchen. Das erledigt im Bildungshaus ein achtköpfiges Team aus Detlef Kissner, Jürgen Wirth, Martin Michels, Jutta Lieb-Weith, Larissa Störk, Pe Gantenbein, Anna Hömens und Ulrike Stoll-Dyma.

Vor lauter soll den Leuten aber der Magen nicht knurren. Zur Extra-Atmosphäre tragen Wurstsalat und Getränke nach Wahl bei. Bei einem Blick aufs achtköpfige Vesper-Team könnte man sich vorstellen, dass das Essen sehr an den legendären „Fecker“-Wurstsalat erinnern dürfte. Wenn das nicht ein zusätzlicher Anreiz ist, um sich den 21. Mai im Kalender dick anzustreichen!

Auch für jüngere Gäste

Frühstück und Vesper – ist der Bedarf für gleich zwei ähnliche Veranstaltungsreihen überhaupt vorhanden? Die unterscheiden sich auf jeden Fall in der Tageszeit. Und Ulrike Stoll-Dyma ist überzeugt, dass das Bildungshaus ausreichend zahlreiche Menschen in der ganzen Region anspricht. Die abendlichen Termine sollen auch jüngere Leute locken. Die Bildungsreferentin verweist auf die ausgezeichnete Resonanz der ebenfalls neuen St.-Luzen-Reihe „Fastenbier“ in diesem Frühjahr. Die drei geselligen Abende im Februar und März im Gewölbekeller des vormaligen Klosters waren spannend garniert mit Brot-Dip-Arrangements und dem Getränk zum Titel.

Wieder in den Keller

An der Hechinger Klostersteige soll regelmäßig und das ganze Jahr über etwas angeboten werden. Wenn die Vesper-Reihe sich mit dem Sommer verabschiedet hat, soll es weitergehen mit „Wein im Keller“. Dafür wird derzeit bereits geplant.

Info Die Premiere des Hechinger Vespers ist am Donnerstag, 21. Mai, um 18.30 Uhr im Hechinger Bildungshaus St. Luzen. Für den Wurstsalat wird ein Unkostenbeitrag von neun Euro erhoben. Die Getränke gehen extra. Zudem steht ein Skischuh als Spendenkässle für den Gast des Abends bereit. Emma Weiß finanziert sich komplett selbst und ist auf Spenden und Sponsoren angewiesen. Ob Vegetarier und Veganer beim Wurstsalat leer ausgehen, wollte die Redaktion wissen. Wahrscheinlich nicht. Ulrika Stoll-Dyma: „Gute Frage – muss ich noch lösen.“