Baustellen auf B27 und K7161: Stadt sagt: Wer Schleichwege nutzt, trägt das Risiko selbst

Gern und wegen mehrerer Baustellen in der Umgebung derzeit stark befahren: Die Strecke vom Ortsausgang Salmendingen zum Albabstieg nach Talheim und umgekehrt.
Matthias Badura- Verkehrsprobleme auf Alb-Verbindungsweg: Viele nutzen die Route Talheim–Salmendingen.
- Der Weg ist nur für Landwirtschaft gedacht, nicht als offizielle Umleitung ausgewiesen.
- Nutzer meldeten Fahrzeugschäden beim Ausweichen ins Bankett – ein Fall auf „spotted burladingen“.
- Stadt Burladingen: Warnschilder „Seitenstreifen nicht befahrbar“ stehen, Eigenrisiko betont.
- Umleitungen wegen Sperrungen Ofterdingen–Bodelshausen und Salmendingen–Melchingen dauern an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wegen zweier Baustellen rollt derzeit verstärkt der Straßenverkehr über die Alb und durch Salmendingen. Bei der einen handelt es sich um die Sperrung zwischen Ofterdingen und Bodelshausen Richtung Hechingen (B 27); bei der zweiten um die Vollsperrung zwischen Salmendingen und Melchingen (K 7161). Viele Verkehrsteilnehmer befahren deshalb die Verbindungsstrecke, die hinter dem Albaufstieg Talheim nach Salmendingen führt – oder umgekehrt. Es handelt sich dabei aber eigentlich um einen Weg, der für landwirtschaftlichen Verkehr vorgesehen ist.
Eine Person musste – laut eigener Darstellung auf der Plattform „spotted burladingen“ – jüngst auf der nicht allzu breiten Straße aufs Bankett ausweichen. Als sie in ein Schlagloch geriet, brach– wiederum ihrer Darstellung zufolge – der Stabilisator ihres Autos. Wer übernimmt die Kosten?
Namentlich nicht zu erkennen
Man hätte das Bankett zumindest kurzfristig ausbessern müssen, forderte die Person, die sich nicht namentlich zu erkennen gibt: „Sobald einem ein Fahrzeug entgegenkommt, was leider oft mittig auf der Fahrbahn fährt, ist man gezwungen, auf den Schotterrand auszuweichen. Dabei landet man schnell in einem der vielen Schlaglöcher. Mir ist gestern aufgrund eines solchen Ausweichmanövers sogar die Koppelstange beziehungsweise der Stabilisator gebrochen. Die Alternative wäre gewesen, frontal durchzufahren und möglicherweise die komplette Fahrzeugseite zu beschädigen, da mir ein Auto auf meiner Fahrbahnseite entgegenkam. Weiß jemand, an wen man sich in so einem Fall wenden oder wo man offiziell Beschwerde einreichen kann?“
Wie inoffiziell zu erfahren war, sollen weitere Betroffene wegen ähnlicher Vorfälle mit Schadensersatzforderungen an die Stadt herangetreten sein.
Reaktion der Stadt Burladingen
Die Stadt reagierte auf die Anfrage unserer Zeitung und stellte aus ihrer Sicht klar: Erstens sei die Strecke nicht offiziell als Umleitung ausgewiesen und für die Durchfahrt nur geduldet; zweitens stehen an beiden Enden der Verbindung unübersehbar Schilder: „Seitenstreifen nicht befahrbar“. Ordnungsamtsleiter Martin Paulus: „Wenn ich eine nicht offizielle Umleitung statt der ausgewiesenen befahre und werde auf ein mögliches Risiko hingewiesen, kann ich mich nicht beschweren, wenn ich das Risiko in Kauf nehme und etwas passiert, zumal wenn es eine Alternative gibt. Eine Alternative wäre aber auch, bei Gegenverkehr einfach anzuhalten.“ Käme es zu vermehrten Unfällen und in der Folge zu Beschwerden würde man die Verbindung sperren müssen. „Darunter leiden dann alle, die dort angepasst fahren, und selbst die Verantwortung für sich und ihr Handeln übernehmen.“
Einhellige Meinung: Schlecht koordiniert
Die Aussage, dass die Umleitungen lästig sind, weil mehrere Baustellen zur selben Zeit eingerichtet wurden, findet (nicht nur) in der spotted-Gemeinschaft Zustimmung. Bei einem früheren Gespräch führten auch die Ortsvorsteher von Salmendingen und Killer im Namen von Anwohnern bittere Klage über die schlechte Koordination. Beide Ortschaften sehen sich einem erheblichen Verkehrsaufkommen ausgesetzt.
Zu der Anfrage der Person wird aber wiederum auf „spotted burladingen“ ebenfalls kommentiert: „Das ist keine offizielle Umleitung, daher ist auch eine Beschwerde sinnlos. Jeder, der dort fährt, geht das Risiko ein, dass so etwas passieren könnte. In diesem Fall: selber schuld. Außerdem ist hier nicht das Ordnungsamt Burladingen zuständig, die Sanierung ist vom Landratsamt Zollernalbkreis! Das steht dort auch auf der Homepage, mit der offiziellen Umleitungsstrecke.“
Baustelle Burladingen/Stetten beendet
Die Sperrung auf der B 27 von Ofterdingen nach Bodelshausen soll bis Mitte Oktober andauern. Die Vollsperrung zwischen Salmendingen und Melchingen dürfte bis Ende Oktober andauern. Die Baustelle, die die Strecke Burladingen/Stetten blockiert, ist Freitag, 7. August, beendet. So lautet zumindest die Information des Ordnungsamtes Burladingen: „Eine Verlängerung wurde uns nicht angekündigt.“
Weitere im Stadtgebiet Die Bauarbeiten auf der B 32 in Killer, wo eine Ampel eingerichtet ist, verlängern sich bis September. In Killer ist allerdings eine weitere Baustelle mit abschnittsweisen Vollsperrungen für September in der Hofstättstraße geplant, ebenfalls wegen Stromverlegung und Breitbandverkabelung. Die überörtliche Umleitung führt dann über Burladingen. Der genaue Termin steht noch nicht fest und richtet sich nach dem Ende der Bauarbeiten entlang der B 32
