Bahnhof Hechingen
: Umsteigen von SWEG auf DB mit Fußmarsch gilt jetzt sogar „bis auf Weiteres“

Die Technik für Stellwerke und Signale von SWEG/Hohenzollerische Landesbahn und Deutscher Bahn im Hechinger Bahnhof will sich partout nicht anpassen lassen. Deshalb sind die Fußmärsche beim Umsteigen ins Killertal und nach Gammertingen weiterhin angesagt.
Von
swp
Hechingen
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Wegen des 49-Euro-Tickets ist am Hechinger Bahnhof das „Reiselädle“ im Gefahr.

Bahnhof Hechingen

Wer am Hechinger Bahnhof von der Hauptstraße Tübingen, Balingen, Sigmaringen umsteigen muss in Richtung Killertal, Burladingen und Gammertingen, der muss weiterhin einen kleinen Fußmarsch einbauen: Die Abfahrt und Ankunft der SWEG-/Landesbahnzüge ist „bis auf Weiteres“ am alten Landesbahnhof, also unterhalt des DB-Bahnhofes.

Archivbild
  • Umsteigen in Hechingen erfordert seit Juli Fußmarsch zwischen DB- und SWEG-Bahnhof.
  • Signaltechnikprobleme zwischen SWEG und DB verzögern normale Nutzung – keine Lösung in Sicht.
  • Fußweg von 120 Metern verlängert Umsteigezeit, ist aber im Fahrplan eingeplant.
  • SWEG-Züge verkehren weiterhin am alten Landesbahnhof, einige Verbindungen fahren durch.
  • Fahrgäste sollen sich online über aktuelle Verbindungen informieren (bwegt.de, bahn.de).

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

So kommen Uralt-Gebäude und weniger genutzte Schienenstränge auch mal wieder an die Reihe: Das sonst leidlich bequeme Umsteigen von der Zollern-Alb-Bahn 1 auf die Zollern-Alb-Bahn 2 im Bahnhof Hechingen läuft auf ungenannte Zeit mit Fußmarsch zum alten Landesbahnhof. SWEG und Deutsche Bahn bekommen die Umstellung der Signaltechnik nach wie vor nicht gebacken. Eigentlich hätte zu diesem Wochenende alles wieder in Ordnung sein sollen.

Nichts ist es mit dem 28. September

Die SWEG hat dies in einer Pressemitteilung bekannt gemacht. Die SWEG-Züge auf der Zollern-Alb-Bahn 2 (Strecke Hechingen, Gammertingen, Sigmaringen) fahren in Hechingen auch nach dem 28. September am Bahnhof Hechingen „Landesbahn“ ein und aus. Und das gilt, dick unterstrichen, jetzt „bis auf Weiteres“. Es wird kein Datum mehr genannt, wann das technische Problem gelöst sein soll.

Als Grund nennt das Verkehrsunternehmen mit Sitz in Lahr, das seit einigen Jahren mit der Hohenzollerischen Landesbahn (HzL) zusammengeschlossen ist, dass die signaltechnische Anbindung zwischen der Stellwerkstechnik der SWEG Schienenwege GmbH und der DB InfraGO mehr Zeit als geplant in Anspruch nimmt.

Normalerweise fahren die SWEG-Züge auf der Zollern-Alb-Bahn 2 im Hechinger DB-Bahnhof ein und aus. Der alte Hechinger Landesbahnhof liegt zwei Steinwürfe entfernt und etwas tiefer. Das bedeutet einen rund 120 Meter langen Fußweg, der den Weg zum Umstieg auf andere Züge sowie die Busse am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) um einige Minuten erhöht. Die verlängerte Umsteigezeit ist aber im Fahrplan berücksichtigt. Ein Wegeleitsystem mit Beschilderung ist vor Ort angebracht. Das Umsteigen mit Fußmarsch gilt bereits seit dem 19. Juli und sollte eigentlich im September abgeschlossen sein.

Viele Züge fahren durch

Aber es trifft ja auch nicht alle Verbindungen: Einige Züge, überwiegend in der Hauptverkehrszeit am Morgen und am Mittag, verkehren aus betrieblichen Gründen durchgängig zwischen Gammertingen und Tübingen. Dabei ergeben sich selbstverständlich keine Änderungen.

So wird man aktuell informiert

Die Fahrgäste werden weiterhin gebeten, sich über ihre geplanten Verbindungen in den elektronischen Auskunftsmedien – beispielsweise auf bwegt.de/fahrplanauskunft oder bahn.de – zu informieren. Die entsprechende Verkehrsmeldung findet man ebenfalls auf der SWEG-Website unter https://www.sweg.de/de/fahrplan-netz/verkehrsmeldungen/#traffic1068.