Ausstellung in Hechingen: Skulpturen aus Alabaster und fantastische Malerei

Norbert Stockhus (links) und Jonas Balena stellen Bilder und Skulpturen in der Villa Eugenia aus.
Marzell Steinmetz- Ausstellung „Stein und Schein“ mit Werken von Jonas Balena und Norbert Stockhus startet am 11. Januar.
- Balena zeigt Alabaster-Skulpturen, inspiriert von antiken Sagen und Musik, gefertigt mit Präzision.
- Stockhus präsentiert fantastische Malerei, die Realität verfremdet, z. B. Bäume mit Vogelkrallen.
- Vernissage in der Villa Eugenia, Hechingen, mit musikalischer Begleitung und Grußwort des Landrats.
- Ausstellung vom 11. Januar bis 23. Februar, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit Steinskulpturen von Jonas Balena und Bildern von Norbert Stockhus beginnt am kommenden Sonntag, 11. Januar, um 14 Uhr das neue Ausstellungsjahr in der Hechinger Villa Eugenia.
Balena, 1953 in Stuttgart geboren, hat vor 25 Jahren eine Bildhauerschule gegründet. Sie befindet sich seit 2018 in Riederich. Von 1972 bis 1977 studierte er an der Kunstakademie in Stuttgart. Seit 1979 ist er als freier Bildhauer unter anderem in Stuttgart, Berlin und Heidelberg tätig.
Alabaster aus der Toskana
Balena arbeitet hauptsächlich mit italienischem Alabaster, den er aus der Toskana holt. „Die Steine nehme ich aber nur mit, wenn sie mich ansprechen“, sagt er. Wenn er anfängt, das Material mit seinem Werkzeug zu formen, dann weiß er noch nicht, was daraus entsteht. Das wird vielmehr ein spannender Prozess aus der Situation heraus, von dem der Bildhauer nicht weiß, wohin er letzten Endes führt. Der Titel einer Skulptur entsteht daher zumeist erst dann, wenn sie fertig ist.

Leda, der Schwan: Alabaster-Skulptur von Jonas Balena.
Marzell SteinmetzWorauf es ihm ankommt, ist Präzision. Die Kanten und Flächen müssen haargenau stimmen. Der Stein muss so bearbeitet werden, dass er vollkommen glatt ist und der Betrachter den Wunsch verspürt, mit den Fingerkuppen darüber zu streichen und die Glätte zu erspüren. „Mit den Händen sehen, was die Augen fühlen“: So erklärt es der Künstler. Dem Stein nimmt er die Schwere, verleiht ihm gewissermaßen Flügel. „Aufschwung“ ist der Titel eines Objekts, das abzuheben scheint. „Leda“, der Schwan, fliegt mit angelehnten Flügeln elegant durch die Lüfte. Gefertigt ist diese Skulptur aus Alabaster. Sie sitzt auf einer vergoldeten Bronzekugel, die wiederum auf schwarzem Basalt ruht. Die verschiedenen Materialien symbolisieren Elemente wie Luft und Feuer. Balena stellt mit seinen Werken auch Bezüge zur (Opern-)Musik, zu antiken und mittelalterlichen Sagen her.
Norbert Stockhus spielt mit der Realität
Nichts ist, wie es scheint: Norbert Stockhus spielt mit der Realität. Er hat eine geradezu unbändige Freude daran, das Auge zu täuschen, in die Irre zu leiten und die Wirklichkeit zu verfremden. So haben seine Bäume keine Wurzeln, sondern Vogelkrallen. Die Früchte wachsen direkt aus dem Stamm. Doch eigentlich sind es Kugeln, und die gibt es auch als Wunderkerzen oder in geschmolzener Form, von einem Vulkankegel oder einem abgesägten Baumstamm tropfend. Und aus dem Baumkrater kommt bereits wieder eine zarte Pflanze hervor.
Es grünt in Stockhus' Bildern, blüht aber nicht. Es ist kein üppiges Grün, das er malt, sondern eher ein eintöniges. Dafür stehen auch seine Misteln. „Transformation“ nennt Stockhus die Mistelkugel: Wird sie grüner oder rostiger? Das bleibt in der Schwebe. Stockhus selber tendiert dazu, dass das Grün und damit die Natur irgendwann dominiert. Das zeigt sich auch in anderen Bildern. Die Misteln hat Stockhus angekettet, sie damit aber eher verziert als gefangen genommen. Blickfang der Ausstellung ist das großformatige Lunten-Bild. Zu sehen sind in der Villa Eugenia außerdem Radierungen und Porträts.
Norbert Stockhus, 1948 in Kirchheide bei Lemgo geboren, hat nach einer Schriftsetzerlehre zunächst an der Grafischen Fachhochschule und dann an der Kunstakademie Stuttgart studiert. Seit 1975 ist er als freischaffender Maler und Grafiker tätig. Er lebt und arbeitet in Sulz-Glatt.
Landrat spricht Grußwort zur Vernissage
Bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag, 14 Uhr, in der Villa Eugenia wird Joachim Wien die Gäste begrüßen. Landrat Günther-Martin Pauli hält ein Grußwort. Clara Schneider (Mezzosopran) und Raimundo Luco (Gitarre) umrahmen die Veranstaltung mit Musik. Die Ausstellung ist vom 11. Januar bis 23. Februar samstags und sonntags jeweils in der Zeit von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
