Wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung hat die Staatsanwaltschaft Hechingen Anklage gegen fünf Männer im Alter zwischen 25 und 50 Jahren aus den Landkreisen Zollernalbkreis, Sigmaringen und Schwarzwald-Baar-Kreis zum Amtsgericht Sigmaringen erhoben.
Der Vorfall ereignete sich Ende August 2021. Die fünf Männer sollen in der Landeserstaufnahmeeinrichtung Sigmaringen (LEA) als Securitymitarbeiter ohne Grund gemeinsam auf einen 25-jährigen Bewohner eingeschlagen und eingetreten haben.

Fixiert, geschlagen, getreten?

Nach den polizeilichen Ermittlungen, so die Staatsanwaltschaft, sei  es in der Tatnacht mehrfach zu Ruhestörungen gekommen, an denen auch der 25-jährige Bewohner beteiligt gewesen sein soll. Ein Teil der Security-Mitarbeiter habe jeweils eingreifen und für Ruhe sorgen müssen.
Gegen 4.15 Uhr wollte der 25-jährige Bewohner wohl vor einem Gebäude eine Zigarette rauchen. Es soll dabei zu einem verbalen Disput zwischen dem Bewohner und einem der Securitymitarbeiter gekommen sein, in dessen Verlauf ein Angeschuldigter dem 25-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben soll. Der Bewohner soll zu Boden gestoßen worden sein, dort von den Securitymitarbeitern an Händen und Beinen fixiert und dabei auch geschlagen und getreten worden sein. Der 25-Jährige erlitt Prellungen im Gesicht und Schürfwunden am ganzen Körper.