Aktion „Sicherer Schulweg“: Polizei kontrolliert und sensibilisiert zum Schulstart

Schilder alleine reichen oft nicht: Die Polizei appelliert an Autofahrer, zum Schulstart angepasst zu fahren.
Markus Sontheimer- Aktion „Sicherer Schulweg“: Polizei überwacht zum Schulstart gezielt den Verkehr.
- Ziel ist ein gefahrloser Schulweg, besonders für abgelenkte Erstklässler.
- Kontrollen mit Kommunen, Landratsämtern und Partnern im Bereich Reutlingen.
- Appell: aufmerksam, defensiv und regelkonform fahren – sonst drohen Maßnahmen.
- Problem sind Eltern-Taxis vor Schulen; 50 Schulwegunfälle wurden polizeilich erfasst.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Den Kindern und Jugendlichen im Zollernalbkreis und darüber hinaus einen möglichst gefahrlosen Weg in den Unterricht zu bereiten, ist das Ziel der alljährlich nach den Sommerferien stattfindenden
Aktion „Sicherer Schulweg“. Ab Montag, zum Start des neuen Schuljahres, soll laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Reutlingen eine gezielte Verkehrsüberwachung dafür sorgen, dass die Schüler wohlbehalten an den Schulen ankommen.
„In enger Zusammenarbeit mit den Vollzugsdiensten der Kommunen und der Landratsämter sowie weiteren Partnern wird das Maßnahmenpaket durch die jeweiligen Polizeireviere, die Verkehrspolizei sowie die Verkehrsunfallprävention des Polizeipräsidiums Reutlingen umgesetzt“, heißt es. Im Vordergrund der polizeilichen Aktionen stehen demnach die Sensibilisierung und die Aufklärung aller beteiligten Verkehrsteilnehmer, aber auch die Überwachung des Straßenverkehrs.
Kinder erkennen Gefahren oft sehr spät
Kinder, insbesondere die Erstklässler, die im Straßenverkehr unterwegs sind, lassen sich durch die Vielzahl neuer Eindrücke allzu schnell ablenken und erkennen drohende Gefahren erst spät – manchmal zu spät. Nicht selten werden etwa Abstände zu Fahrzeugen oder Geschwindigkeiten falsch eingeschätzt.
Gefährliche Situationen können laut Polizei insbesondere durch sogenannte Eltern-Taxis entstehen, die direkt vor den Schulen, an Bushaltestellen oder vor Fußgängerüberwegen halten und so für unübersichtliche Bedingungen sorgen. „Da wird ein Kind, das sich zwischen den Fahrzeugen
sprichwörtlich hindurchschlängeln muss, leicht übersehen.“
An die Verkehrsteilnehmer appelliert die Polizei: „Verhalten Sie sich verkehrskonform, aufmerksam und defensiv! Wer beispielsweise durch Geschwindigkeitsüberschreitungen, mangelnde Kindersicherung oder Fehlverhalten an Fußgängerüberwegen die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler beeinträchtigt, wird sich nicht darauf verlassen können, dass es die eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten bei belehrenden Gesprächen belassen.“
50 Schulwegunfälle
Im Jahr 2025 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen 50 Schulwegunfälle unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren polizeilich erfasst. Hierbei wurden sechs Schüler schwer und 48 weitere leicht verletzt.
