ADAC Historic 2026: NSU Prinz, Corvette oder Jaguar: Alle müssen flott durch die Lichtschranken

Ob die Farbwahl Zufall war? Oder gab's die Sportwagen früher nur in Knallrot? Bei der ADAC Historic waren allerdings auch etliche Fahrzeuge vertreten, bei denen der Auspuff nicht extra laut röhrte.
Ernst Klett- ADAC Historic tourte zwei Tage von Metzingen durch die Region Neckar-Alb – Fokus Fahrspaß.
- Stationen mit Prüfungen: Stetten am kalten Markt, Bisingen und die Albkaserne auf dem Großen Heuberg.
- In Bisingen fuhren die Teams eine sportliche Gleichmäßigkeitsprüfung mit Lichtschranken.
- 125 Fahrzeuge starteten, darunter viele Porsche sowie Corvette, Jaguar, Mustang und Volvo Amazon.
- Teil 2 folgt an diesem Samstag: Altensteig und Rottenburg sind Stationen, auch Rangendingen ist geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Auto soll einen von A nach B bringen. Dieses möglichst, ohne dass man den Pannenservice braucht, und gern auch bequem und, ganz aktuell, spritsparend. Solche nüchternen Überlegungen gibt es garantiert nicht bei den 125 Teams der Oldtimerrallye des ADAC Württemberg, die sich inzwischen „Historic“ nennt. Zwei Tage bereisen sie von Metzingen aus die Region Neckar-Alb und verdrängen dabei fleißig die momentanen Treibstoffpreise. Im Vordergrund steht schließlich der Spaß am historisch wertvollen Fahrzeug unter lauter Gleichgesinnten.
Flott von der Einfahrt zur Ausfahrt
Stetten am kalten Markt und Bisingen waren am Freitag zwei Stationen der Tour mit Rallyeprüfungen. Die muss man sich freilich nicht gar so anspruchsvoll und stressig vorstellen. Am Nachmittag ging es in der Fabrikationshalle von Willi Mayer Holzbau in Bisingen darum, möglichst flott von der Einfahrt zur hinteren Ausfahrt zu kommen.
Gemessen wurde professionell mithilfe von Lichtschranken. Das nennt sich im Oldtimer-Sprech „Gleichmäßigkeitsprüfung“. Im Bisinger Fall war es eine sportliche Wertung. Zuvor, in der Albkaserne auf dem Großen Heuberg, hatte es eine sportliche und dazu noch eine touristische Wertung gegeben.
Wer selbst ein Auto hat, das schon mehr als ein Dutzend Jahre zählt, der weiß, dass man mit diesen älteren Gerätschaften pfleglich umgehen sollte. Umso mehr gilt das für Fahrzeuge, die über 30 Jahre und oftmals noch viel, viel älter sind. Deshalb waren die Fahrer und die wenigen Fahrerinnen zwar vergleichsweise eilig unterwegs in der Fertigungshalle, aber doch mit so viel Vorsicht, dass dem gepflegten Blechle auch ja nichts passieren kann. Trotzdem kam es, so betonte ein Vertreter des ADAC, dabei auf jede Sekunde an.

Fahrer von Oldtimer-Fahrzeugen sind oftmals selbst nicht mehr die Allerjüngsten. Und sie können in ihrem Autoleben auf zahlreiche Rallye-Teilnahmen verweisen. Man beachte das Lenkrad aus edlem Holz. Heute ginge das aus Sicherheitsgründen nicht mehr.
Ernst KlettAusfälle gibt es immer mal wieder. Die Materialermüdung! Von den ursprünglich 127 Fahrzeugen, die für die „Historic 2026“ gemeldet waren, gingen am Freitagmorgen in der Metzinger „Motorworld“ 125 an den Start. Da hatten welche kurz vor der Tour schlappgemacht. Unter den Teilnehmern waren auffallend viele Porsche mit mächtig PS unter der hinteren Haube (911 Carrera 3.2 Cabrio, 944 mit und ohne Turbo und noch etliche 9-er mehr).

Ja, die Schweden! Sie stehen nicht ohne Grund für Langlebigkeit.
Ernst KlettEinzeln oder im kleineren Rudel passierten die Bisinger Station überdies automobile Schätze wie eine Corvette Stingray, ein Jaguar XJV V 12, diverse Triumph Spitfires, Alfa Romeos, ein Mercedes Benz 450 SLC, ein Ford Modell A Pick Up, ein Ford Mustang Cabriolet und ein Volvo Amazon P122s. Bezeichnungen, die nur den Connaisseuren etwas sagen dürften.

Man kommt herum als Besitzer eines historischen Sportwagens.
Ernst KlettAber bei der ADAC-Oldietour sind auch Hingucker zu erleben, die man in diesen Kreisen eher nicht vermuten würde. Wer kennt heute noch einen Daihatsu Cuore Ü30? Die japanischen Kleinwagen der ersten Generationen waren offenkundig schon sehr robust. Gut gehalten hat sich ebenfalls ein Renault 5 Alpine Turbo. Ein hochmotorisierter Kleinwagen, der in den 80er-Jahren durch erhebliche Rostanfälligkeit bestach, wie der Autor bestätigen kann. Auch eher klein, aber alt und deshalb wertvoll: die Fiat 500 und 127, welche die Lichtschranken in Bisingen passierten.
Nicht zu tief einatmen!
Abgasmäßig war das Gelände mitunter Hardcore. Denn die Fahrzeuge müssen im Originalzustand sein, sonst verlieren sie ihren Oldtimerstatus. Gereinigt ist das nicht, das Oldtimer hinten absondern. Ein Automobilist aus der Schweiz beharrte auf die entsprechende Frage hin vehement darauf, dass sein Italiener bleifrei vertrage, und das wohlgemerkt ohne jegliche Zusätze. Wobei auch Sprit von heute ungereinigt verbrannt mächtig stinkt.

Fachsimpeln gehört unbedingt zum Programm einer Oldtimer-Rallye.
Ernst KlettAn diesem Samstag folgt Teil 2 der „Historic 2026“. Altensteig und Rottenburg sind die Stationen, und die Oldies wollen wie angekündigt auch Rangendingen passieren. Man wird sie hören und vielleicht auch riechen.
Wenn Strafpunkte drohen
Was sagt uns die Suchmaschine zur Gleichmäßigkeitsprüfung bei Oldtimer-Rallyes? Das da: Es geht nicht um Geschwindigkeit, sondern darum, eine vorgegebene Strecke exakt in einer definierten Zeit oder mit einer vorgeschriebenen Durchschnittsgeschwindigkeit zu absolvieren. Abweichungen führen zu Strafpunkten.

