750 Jahre Stetten u. H.
: Was in so einem „Kaff“ alles los ist!

Stetten feierte seine ersturkundliche Nennung, sich selbst und seine Vereine. Beim Festakt gab es in der Halle keinen Platz mehr.
Von
Matthias Badura
Stetten u. H.
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750 Jahre Stetten u. H. Davide Licht Sandra Schäfer

Bürgermeister Davide Licht übergab beim Festakt die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Burladingen.

Matthias Badura
Stetten unter Holstein feierte sein 750-jähriges Jubiläum. Beim Festakt in der Halle wurde Bürgermeister Davide Licht die Goldene Ehrenmedaille verliehen. Ortsvorsteherin Sandra Schäfer lobte die Gemeinschaft und die vielfältigen Aktivitäten. Höhepunkte waren der Festgottesdienst, das Bühnenprogramm und die historische Fahrzeugausstellung. Das neu erschienene Heimatbuch fand großen Anklang.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Außenstehende und Fremde mögen sich fragen, was in so einem Kaff schon geboten sein kann, sie werden möglicherweise nicht einmal wissen wo Stetten unter Holstein liegt – so wie sie selber als Zugezogene das einst nicht gewusst hatte. Aber, so sagte Ortsvorsteherin Sandra Schäfer in ihrer Hommage beim Festakt aus Anlass des 750-jährigen Dorfjubiläums: Sie habe es nie bereut, hierher gezogen zu sein.

  • 750 Jahre Stetten u. H. Festakt

    Die Festhalle war voll besetzt. Auch zahlreiche Gäste aus den umliegenden Stadtteilen wollen bei dem Anlass dabei sein.

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  • Festakt Stetten u. H. Jugendkapelle

    Die Jugendkapelle der Musikvereine Stetten/Hörschwag und Melchingen umrahmte die Ansprachen und Grußworte.

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  • Festakt Dorfjubiläum Stetten u. H.

    Ortsvorsteherin Sandra Schäfer erhielt vom Organisationskomitee als Dank für ihre Mühe in vergangenen zwei Jahren eine Liegebank geschenkt. Zusammen mit ihrem Ehemann durfte sie in Gegenwart des Publikums gleich einmal probeliegen.

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  • Festakt 750 Jahre Stetten u. H.

    Unter den politischen Ehrengästen: die Landtagsabgeordneten Cindy Holmberg (Grüne), Rudi Fischer (FDP) und Manuel Hailfinger sowie Joachim Steyer (AfD).

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  • Dorfjubiläum Stetten u. H. 750 Jahre

    Der Kirchenchor und das Doppelquartett Stetten/Hörschwag unter Leitung von Michael Eisele hatten ebenfalls zum Programm beigetragen. Sie waren es die später den offiziellen Teil des Festaktes mit dem Hohenzollernlied beendeten. Alle Anwesenden erhoben sich und stimmten mit ein.

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  • Festakt Stetten u. H. Querbeet live

    Festakt Stetten u. H. Querbeet live

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  • Festakt 750 Jahre Stetten u. H.

    Auf den gelungenen Samstagabend wurde natürlich genauso angestoßen ...

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  • Stetten u. H. 750 Jahre Dorfjubiläum

    ... wie man auf das Gelingen des bevorstehenden Sonntags ein Prosit ausbrachte. An diesem 7. April findet zunächst ein ökumenischer Gottesdienst in der Stettener Silvesterkirche statt, anschließend geht es zum Frühschoppen und zum Mittagessen in die Festhalle. Es spielt der Musikverein Stetten/Hörschwag.

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  • Stetten u. H. Festsonntag 750 Jahre

    Stetten u. H. Festsonntag 750 Jahre

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  • Stetten u. H. Dorfjubiläum

    Die „Geschichte(n) unserer Heimat“ waren auch am Sonntag stark nachgefragt.

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  • Stetten u. H. Dorfjubiläum

    Die Bläserklasse der Grundschule trug zum Programm bei. Sie wurde vor zehn Jahren in der Gemeinschaftsschule eingerichtet. Also noch ein Jubiläum! Genau genommen zwei, denn die Gemeinschaftsschule für die Kinder von Stetten, Hörschwag und Melchingen gibt es seit 50 Jahren. Sie ist aus der Schulreform hervorgegangen. Bis dato hatte jedes Dorf seine eigene Schule.

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  • Stetten u. H. Dorfjubiläum

    Die Edelfräulein des Kindergartens machten sich bereit zum Tanz mit den Rittern der Burg Unter Hölnstein.

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  • Dorfjubiläum Stetten u. H.

    Auf der gegenüberliegenden Seite der Festhalle waren Maschinen und Gerätschaften ausgestellt. Technik „von damals bis heute“.

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  • Dorfjubiläum Stetten u. H.

    Werner Faigle, vormaliger Berufskraftfahrer, hockt in diesem Falle nicht auf dem Bock, sondern auf einem Schneidstuhl. Rechts im Hintergrund ein Leiterwagen aus dem jahr 1933.

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  • Dorfjubiläum Stetten u. H.

    Friedrich Riedinger hatte diese schnittige BMW mitgebracht.

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Stetten, schwärmte die Dorfchefin, sei reich an Geschichte und Kultur. Es sei mit 15 Vereinen das Jahr hindurch im Dorf viel geboten. Und hinzu kämen die Großveranstaltungen, für die Stetten über die Kreisgrenzen hinaus bekannt ist: der Maimarkt und das Walzmühlenfest.

Die Kommune entwickle sich auch beständig weiter, arbeite an Konzepten, habe Pläne. Ja, gab Sandra Schäfer zu, es werde auch mal gemeckert. Aber wenn es gelte, dann seien die Stettener zur Stelle – bei der Erhaltung des Dorfangers oder der Ruine Hölstein ebenso wie bei den kommunalen Umweltaktionstagen. „Das ist es, was ich an Stetten liebe. Wir sind klein, aber oho.“

Das Dorfjubiläum spiegle die Tatkraft der Vereine und der Bürger wieder. Zwei Jahre habe man daran gearbeitet und das Ergebnis könne sich sehen lassen – fand die Ortsvorsteherin. Und durfte sich über den zustimmenden Beifall des Publikums freuen.

An diesem Sonntag geht es weiter

Für das Fest wurde von einem Redaktionsteam eigens ein 116 Seiten starkes Heimatbuch geschaffen, das neben der älteren auch die jüngere und allerjüngste Dorfgeschichte in den Blick nimmt – frisch, lebendig, unterhaltsam. Andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Organisationskomitees haben zudem mit Markierungen und Tafeln einen Geschichtspfad durch das Dorf geschaffen. Die Informationen zu den einzelnen Stationen sind jeweils auch über WhatsApp abrufbar.
Im weiteren Verlauf des Abends spielte die Band „Querbeet live“; an diesem Sonntag, 6. April, findet eine Festgottesdienst in der Silvesterkirche statt, dann geht es zum musikalischen Frühschoppen und zum Mittagessen in die Festhalle. Mittags ist ein Bühnenprogramm geboten.

Es ist wirklich viel, was man in Stetten auf die Beine gestellt hat. Zumal das Walzmühlenfest, der Maimarkt und das Jubiläum des FC Stetten/Salmendingen in kommenden Wochen und Monaten ebenfalls noch bewältigt sein wollen.

Goldene Medaille der Stadt Burladingen

Burladingens Bürgermeister Davide Licht gratulierte der Gemeinde zum Geburtstag – und zum ehrenamtlichen Engagement, das die Bürgerinnen und Bürger so eindrücklich unter Beweis stellen. Der Ortsvorsteherin übergab er zum Jubiläum die Goldene Medaille der Stadt Burladingen, auf dass sie einen würdigen Platz im Rathaus des Stadtteils finde.

Ottilie Bitschnau, Sprecherin der Vereinsgemeinschaft, würdigte ihrerseits die Leistungskraft der Stettener Organisationen, machte deutlich, dass Vereine das Herz und die Seele jeder Gemeinde sind. Wolfgang Bumiller stellte das neue Heimatbuch vor – dass dann auch gleich nach Ende des Festaktes reißenden Absatz fand.

Zum Schluss das Hohenzollernlied

Kurz vor Schluss baten Ottilie Bitschnau sowie die beiden Ortsvorsteher-Stellvertreter Metin Türk und Hartmut Raach die Dorfchefin nochmals nach vorne vor das Rednerpult. Vereine und Ortschaftsrat wollten sich bei ihr bedanken: Für ihre Mühe, aber auch für ihre Nachsicht im Verlauf der zweijährigen Planungen. Was wurde hereingefahren? Eine Wohlfühlbank für den Garten, auf der sich Sandra Schäfer erholen kann. Breit genug, dass auch ihr Mann Michael darauf Platz hat. Natürlich mussten die beiden gleich einmal Probe liegen.

Den Abschuss des offiziellen Teils bestritten der Kirchenchor und das Doppelquartett Stetten/Hörschwag mit dem Hohenzollernlied. Natürlich stimmte die ganze Halle mit ein.

An diesem Sonntag

Der Festgottesdienst in der Kirche St. Silvester, zu dem auch Landrat Günther-Martin Pauli sein Kommen zugesagt hat, beginnt um 10 Uhr. Anschließend spielt der Musikverein Stetten/Hörschwag zum Frühschoppen und zum Mittagessen auf. Nachmittags bestreiten die Kleinen des Kindergartens und die Kinder der Grundschule das Bühnenprogramm. Vor der Halle werden historische Fahrzeuge aus den Beständen von Stettener Bürgern zu sehen sein. Wer mag, kann bei einem Spaziergang durch das Dorf die neu eingerichteten Geschichts-Stationen mit ihren Hinweisen erkunden. Wer sich dafür interessiert: Vom druckfrisch erschienen Stettener Heimatbuch dürften sicher noch Exemplare vorhanden sind.