50 Jahre Schantle und Narro: Ganz Haigerloch feiert das Trillfinger Fasnetsjubiläum

Die Trillfinger Schantle freuten sich über das große närrische Stelldichein anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens.
Thomas Kost- Trillfingen feierte 50 Jahre Schantle und Narro mit dreitägigem Fasnetsjubiläum.
- Höhepunkt war ein Umzug mit 24 Gruppen, über 2000 Hästrägern und zahlreichen Zuschauern.
- Am Sonntag gab es Gratulationen, darunter vom Bürgermeister und der Europäischen Narrenvereinigung.
- Das Fest startete am Freitag mit einem Treffen der Haigerlocher Narrenvereine und Showtänzen.
- Spenden aus dem Jubiläum gingen an das Ronald-McDonald-Haus in Tübingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Wochenende gab es in der noch jungen Fasnet 2026 in der Raumschaft Haigerloch den ersten Höhepunkt. Tausende feierten mit dem Narrenverein Trillfingen dessen 50. Geburtstag.
Absoluter Höhepunkt der dreitägigen Feierlichkeiten in Trillfingen war am Sonntag der große Umzug mit 24 Gruppen und schätzungsweise mehr als 2000 Hästrägern, Tanzgarden und Fasnetsmusikern. Mindestens ebenso viele Zuschauer säumten den Rand in der Trillfinger Ortsmitte. Bevor der Umzug losging, brachten sie sich an den zahlreichen, von den örtlichen Vereinen betriebenen Bewirtungsständen oder auch in kleinen Zelten in Stimmung.
Gastgeber führen den Umzug an
Der Narrenverein Trillfingen als Jubiläums- und Geburtstagskind durfte den bunten Narrentross natürlich anführen, und begleitet von der Bauernkapelle Trillfingen zog eine große Zahl an Schantle und Narros sowie der Elferrat und die Tanzgarde am Publikum vorbei, das dicht gedrängt die Straßenränder säumte.

Die Oachwald-Hexen aus dem benachbarten Hart bringen mächtig Farbe ins närrische Spiel.
Thomas KostDen Trillfingern folgten alle Haigerlocher Narrenvereine, die Laibeda-Hexa wie der Narrenverein aus Bad Imnau ebenso wie der Narrenverein Gruol. Die Salzschlecker aus Stetten brachten in Trillfingen zum ersten Mal ihre beiden an Dreikönig vorgestellten Narrenfiguren – die Einzelfigur Berggeist und die Bergwerkkobolde – auf die Gass.

Hübsch anzuschauen: die Honigbutzen aus Bad Imnau.
Thomas KostMit dabei waren auch die Schaiblin-Hexen mit ihren ebenfalls noch jungen Figuren Bettlerin und Büttel sowie die Kittelsteigweible aus Bittelbronn, die Weildorfer Storchen, der Narrenverein Gruol, die schwäbisch-alemannische Narrenzunft aus Haigerloch, der Narrenverein Hart und – in auffällig großer Zahl – der Aubenger Narraverei, der am kommenden Wochendende sein 75-jähriges Bestehen feiert.

Die Trillfinger Tanzgarde auf den Straßen des Dorfes.
Thomas KostIhnen folgten eine bunte Mischung aus 13 Narrenvereinen aus nah und fern. Die Narrenzunft aus Fischbach bei Villingen-Schwenningen mit ihren Schlapphuttälern Teufenmaale und der Lumpenkapelle hatte die weiteste Anreise auf sich genommen.

Das Aubenger Ballett tanzte ebenfalls durch die Trillfinger Gassen.
Thomas KostSehr große Gruppen stellten außerdem die Narrenzunft Jägi und die Mönchsgrabenhexen aus Rangendingen sowie die Original Hirrlinger Schlosshexen. Immer wieder ein Hingucker ist die Empfinger Kulturgemeinschaft mit ihren auffälligen Häsern aus der alten Fasnet. Ebenso mit von der Partie: Die Narrenvereine Ergobibamus aus Bad Niedernau, die Grosselfinger Dahlbach-Hexa, die Narrenzunft Mühringen, die Harzklumpen aus Heiligenzimmern, die Apollonia-Hexen aus Bietenhausen, die Narrenzunft Dettensee und die Riedbachhexen aus Geislingen. Auch dabei am Ende des Umzuges waren die Fasnetsmusiker der Hudelgai-Bätscher aus Hechingen.

So sieht sie aus, die Empfinger Kulturgemeinschaft.
Thomas KostDer Jubiläums-Sonntag hatte mit einem Zunftmeisterempfang im Trillfinger Vereinsheim seinen Anfang genommen. Dort begrüßte der Vorsitzende des Trillfinger Narrenvereins, Enrico Kienzle die Vertreter der am Umzug beteiligten Narrenvereine. Diese gratulierten dem Geburtstagskind mit kleinen Mitbringseln und vielen kräftigen Narri-Narros zum 50. Geburtstag.

Der Haigerlocher Bürgermeister Heiko Lebherz auf der Bräutelstange.
Thomas KostUnter die Gratulanten mischten sich auch der als Zirkusdirektor verkleidete und goldglitzernde Haigerlocher Bürgermeister Heiko Lebherz mit närrischen Versen. Hier in Trillfingen, so verriet er, sei sein persönlicher Start in die Fasnet. „Da sieht man mal: Ein guter Beamter arbeitet bis zum Schluss“, sagte er augenzwinkernd und hatte die Lacher auf seiner Seite. In die Gratulantenschar reihte sich auch Alwin Staiger ein, Präsident der Europäischen Narrenvereinigung (ENV) Baden-Württemberg. Er überreichte den Trillfinger Narren zum Jubiläum eine Urkunde des ENV. Die kleinen Spenden, die beim Empfang gegen kleine Buttons gemacht wurden, fließen übrigens ans Ronald-McDonald-Haus in Tübingen, wo Eltern schwerkranker Kinder in der Zeit deren Behandlung in der Kinderklinik unterkommen können.

Diese Rangendinger Mönchsgrabenhexe hat die wahrscheinlich kleinste Kamera der Welt dabei.
Thomas KostDas Narrenfest in Trillfingen war bereits am Freitag mit dem inzwischen vierten Treffen aller Haigerlocher Narrenvereine eingeläutet worden. In der örtlichen Mehrzweckhalle und im daran angebauten Barzelt feierten die elf Haigerlocher Narrenvereine eine rauschende Fasnet mit Auftritten von Showtanzgruppen, dem Bad Imnauer Männerballett Schälripple und fetziger Musik von der Bauernkapelle Trillfingen, der Guggenmusik Weildorfer Notenquäler und heißen Scheiben von DJ Seaman.

Strahlte gute Laune aus: die Gräfin der Grosselfinger Dalbach-Hexa.
Thomas KostAm Samstagnachmittag stellten dann 20 Bambini-, Mini- und Juniorgarden ihre neuen Fasnetstänze in einer brechend vollen Mehrzweckhalle vor. Am Abend trat dort dann acht große Garden und Showtanzgruppen auf.
