Blitzschlag in Rechberghausen
: Dachgeschoss-Zimmer fängt Feuer

In Rechberghausen konnte die Feuerwehr am Mittwochnachmittag das Übergreifen eines Feuers auf den gesamten Dachstuhl verhindern.
Von
Arnd Woletz
Rechberghausen
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Feuerwehr am 26.06.2024 im Einsatz beim Brand in einem Reihenhaus im nördlichen Teil von Rechberghausen, Schurwaldstraße

Die Feuerwehr im Einsatz beim Brand in einem Reihenhaus im nördlichen Teil von Rechberghausen in der Schurwaldstraße

Feuerwehr Birenbach

Heftig tobte das Unwetter am Mittwochnachmittag auch über Rechberghausen. Dort hatte der Blitzeinschlag in ein Wohnhaus üble Folgen. Gegen 14.30 wurden die Rettungskräfte an den Einsatzort in der Schurwaldstraße beordert. Ein Reihenhaus am nördlichen Ortsrand, unweit des Herrenbachs und der Bundesstraßen-Abzweigung nach Adelberg, war in Brand geraten.  Wie der Kommandant der Rechberghäuser Feuerwehr, Ralf Schrag, und ein Polizeisprecher übereinstimmend berichteten, hatte der Blitz offenbar in die metallene Abdeckung des Kamins eingeschlagen. Dadurch war die elektrische Anlage in einem Zimmer im Dachgeschoss in Brand geraten, berichtet Schrag.

Feuer unterm Dach

Als die ersten Helfer nach etwa sieben bis acht Minuten vor Ort waren, quoll aus dem geborstenen Giebelfenster bereits dichter Rauch. Die Feuerwehr Rechberghausen, die durch die Kameraden aus Birenbach und etwas später durch die Drehleiter-Besatzung aus Göppingen unterstützt wurde, konnte durch ihr Eingreifen ein Übergreifen auf andere Räume verhindern. Nach Angaben Schrags seien etwa 30 Feuerwehrleute, ein Rettungswagen und später das THW im Einsatz gewesen.

Eine Frau, die sich zum Zeitpunkt des Einschlags im Erdgeschoss des Hauses aufhielt, habe vermutlich einen Schock erlitten und sei vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden, berichtet Ralf Schrag.

Neues Vorbeugekonzept

Besonderheit an dem Einsatz war nach Angaben der Feuerwehr Rechberghausen die erstmals eingesetzte Einsatzstellenhygiene. Das bedeutet, dass die vom Brandrauch kontaminierte Kleidung der Einsatzkräfte gleich vor Ort in spezielle Beutel verpackt und anschließend weiterbehandelt wird. Das dient dem Gesundheitsschutz der Wehrleute, denn im Brandrauch finden sich Stoffe wie Blausäure, Stickoxide und Kohlenmonoxid. Die Stoffe kontaminieren auch die Einsatzkleidung. Am Einsatzort wurde deshalb eigens dafür eingeführte Wechselkleidung bereitgestellt.