Unternehmen in Göppingen: Schuler hat künftig einen neuen Namen

Das Göppinger Traditionsunternehmen Schuler segelt künftig unter einem anderen Namen.
Bernd Weißbrod/dpa- Schuler heißt jetzt Andritz Schuler; Integration nach Übernahme durch Andritz.
- Name Schuler bleibt als Produktmarke erhalten; Firmennamen erhalten Zusatz Andritz.
- 500 Stellen in Deutschland gestrichen; Maßnahmen bis Ende 2025 umgesetzt.
- Andritz beschäftigt 30.000 Mitarbeiter; bietet Lösungen für verschiedene Industrien.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehr als ein Jahrzehnt nach der Übernahme von Schuler, dem weltweit führenden Hersteller von Pressen für die Automobilindustrie, will Andritz den nächsten Schritt zur Integration nehmen: Das Göppinger Unternehmen Schuler heißt künftig Andritz Schuler. „Der gemeinsame Marktauftritt erhöht die Transparenz und vereinfacht Kunden den Zugang zu integrierten Lösungen“, heißt es in einer Mitteilung. Der Name Schuler bleibe als Produktmarke bestehen und werde als Andritz Schuler Pressen weiterhin gepflegt. Die Firmennamen der Schuler Group erhalten den Zusatz Andritz.
Die Integration dokumentiere auch den Wandel von Schuler vom Pressenbauer zum integrierten Lösungsanbieter in der Umform- und Handhabungstechnik. Kunden könnten damit integrierte Lösungen von Andritz leicht erkennen und haben einen schnelleren Zugriff auf die Kompetenzen des Konzerns, erklärt das Unternehmen diesen Schritt. „Die Anzahl gemeinsamer Projekte mit anderen Andritz-Gesellschaften hat durch unsere Batterieaktivitäten nochmal stark zugenommen. Der Kundennutzen des gemeinsamen Auftritts ist offensichtlich“, sagt Martin Drasch, Vorsitzender der Geschäftsführung von Schuler. Der Andritz-Vorstandsvorsitzende Joachim Schönbeck fügt hinzu: „Der Name Schuler ist ein Versprechen für Spitzenleistungen im Pressenbau, auf das sich unsere Kunden auch in Zukunft verlassen können.“
Schuler streicht in Deutschland 500 Stellen
Schuler hatte im vergangenen Jahr angekündigt, rund 500 Stellen in Deutschland zu streichen. Es sind unterschiedliche Standorte betroffen und die Maßnahmen sind auf die jeweiligen Situationen an den Standorten zugeschnitten, hatte Drasch kürzlich in einem Interview mit der NWZ erläutert. „Wir werden zum Beispiel Altersteilzeitlösungen anbieten oder nach Optionen für Weiterbeschäftigungen an anderen Standorten suchen. Auch bei den kundennahen Arbeitsplätzen können wir Stellen anbieten. Leider ist die Bereitschaft der Mitarbeiter gering, Arbeitsplätze mit hoher Reisetätigkeit anzunehmen“, hatte der Schuler-Geschäftsführer erläutert. Der ganze Prozess solle aber so sozialverträglich wie möglich ablaufen. „Wir sind in den Gesprächen mit den Betriebsräten an den diversen Standorten vorangekommen und befinden uns im Zeitplan. Ziel ist es, bis Ende 2025 alle Maßnahmen umgesetzt zu haben.“
Andritz beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter
Der internationale Technologiekonzern Andritz liefert hochentwickelte Anlagen, Ausrüstungen, Serviceleistungen und digitale Lösungen für verschiedene Industrien und Bereiche, darunter Zellstoff und Papier, Metall, Wasserkraft und Umwelt. Das 1852 gegründete, börsennotierte Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 280 Standorten in über 80 Ländern. Andritz Metals ist - über den Schuler-Konzern - einer der weltweit führenden Anbieter von Technologien, Anlagen und digitalen Lösungen in der Metallumformung. Das Produktportfolio umfasst auch Automatisierungs- und Softwarelösungen, Prozess-Know-how und Service.

