Wirtschaft im Kreis Göppingen
: „Energetische Maßnahmen müssen sich rechnen“

Mit einer Auftaktveranstaltung bei Märklin ist die neue Veranstaltungsreihe „PowerUpX!“ gestartet. Initiiert wurde das Format von der Energieagentur, der Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft des Landkreises sowie der Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen.
Von
SWP
Kreis Göppingen
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Auftakt der Veranstaltungsreihe PowerUpX! bei Märklin

Auftakt der Veranstaltungsreihe PowerUpX! fand bei Märklin in Göppingen statt. Unternehmen geben Einblick in erfolgreiche Stategien zur Nutzung von Energie.

Märklin
  • Auftakt der Reihe „PowerUpX!“ bei Märklin in Göppingen; Besuch von Best-Practice vor Ort.
  • Märklin nutzt PV, Blockheizkraftwerk und Wärmerückgewinnung; Wärme wird weiterverwendet.
  • In Ungarn deckt Märklin bis zu 30 % Strombedarf per PV; Wirtschaftlichkeit steht im Fokus.
  • Kurzfristige Effizienz: Leckage-Checks bei Druckluft, Bewegungsmelder; „Maßnahmen müssen sich rechnen.“
  • Energieagentur stellt Beratung vor; Ausblick auf Batteriespeicher, Energy Sharing, EEG-Novelle; Werksführung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ziel der Reihe ist es, Unternehmen vor Ort zu besuchen und anhand von Best-Practice-Beispielen aufzuzeigen, wie eine zukunftssichere Energieversorgung gestaltet, Ressourcen effizient genutzt und gleichzeitig wirtschaftlicher Erfolg gesichert werden kann.

Zum Auftakt begrüßte Joachim Späth, Leiter Controlling bei Märklin, die Teilnehmenden am Unternehmensstandort in Göppingen. In seinem Vortrag stellte er die energetischen Maßnahmen des traditionsreichen Modellbahnherstellers vor und verdeutlichte, wie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit systematisch miteinander verknüpft werden.

Zeigen, was gut läuft

Ein zentraler Baustein der Energieversorgung ist eine Photovoltaikanlage, mit der ein relevanter Anteil des Eigenstrombedarfs gedeckt wird. Ergänzt wird das Konzept durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW), das sowohl Strom als auch Wärme erzeugt. Die gewonnene Wärmeenergie wird im Unternehmen weiterverwendet. Zusätzlich kommen Wärmetauscher an Produktionsanlagen zum Einsatz, um Abwärme nutzbar zu machen und die Gesamtenergieeffizienz zu steigern.

Auch am Produktionsstandort in Ungarn wurden umfassende energetische Maßnahmen umgesetzt. Dort werden bis zu 30 Prozent des Strombedarfs durch Photovoltaik selbst erzeugt. Späth betonte, dass sämtliche Investitionen stets unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet würden: „Energetische Maßnahmen müssen sich rechnen.“ Auf die Frage nach der Investition mit dem größten langfristigen Nutzen nannte er die Photovoltaik. Gleichzeitig verwies er auf kurzfristig wirksame Maßnahmen mit geringem oder keinem Investitionsbedarf – etwa die regelmäßige Überprüfung von Druckluftanlagen auf Leckagen oder den Einsatz von Bewegungsmeldern in der Beleuchtung. Gerade solche Effizienzmaßnahmen bieten häufig ein besonders attraktives Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Beratungsangebot für Unternehmen

Im Anschluss stellte Dominik Gauß von der Energieagentur des Landkreises das Beratungsangebot für Unternehmen vor. Anhand konkreter Beispiele zeigte er auf, wie Betriebe bei der Analyse ihres Energieverbrauchs, der Identifikation von Einsparpotenzialen und der Umsetzung geeigneter Maßnahmen unterstützt werden können. Ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen – darunter Batteriespeicherlösungen, Energy-Sharing-Modelle sowie die Auswirkungen der EEG-Novelle – rundete den fachlichen Teil der Veranstaltung ab.

Den praktischen Abschluss bildete eine Werksführung mit Alexander Auberle, Instandhaltungsleiter bei Märklin. Die Teilnehmenden erhielten dabei einen direkten Einblick, wo und wie Photovoltaik, Blockheizkraftwerk und Wärmerückgewinnung im laufenden Betrieb integriert sind.

Nächste Veranstaltung am Freitag, 13. Mai, beim Gärtnerhof Jeutter

Die nächste Veranstaltung der Reihe „PowerUpX!“ findet am 13. Mai beim Gärtnerhof Jeutter in Göppingen statt. Dort wird im Fokus stehen, wie man die ökologische Gestaltung von Industrie- und Gewerbeflächen das Mikroklima verbessern und zugleich den Energie- und Ressourcenverbrauch nachhaltig senken kann.