Winterfütterung von Vögeln
: Meisen, Finken, Rotkehlchen – Nicht jedes Futter schmeckt auch jedem Vogel

Der Nabu Mittlereres Filstal und Lautertal gibt Tipps zur fachgerechten Fütterung von Gartenvögeln im Winter.
Von
SWP
Kreis Göppingen
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Kernbeißer am Vogelhaus

Ein Kernbeißer am Vogelhaus, mit seinem kräftigen Schnabel kann er sogar Zwetschgenkerne spalten.

Dirk Hülser
  • Nabu gibt Tipps zur Winterfütterung von Gartenvögeln im mittleren Filstal und Lautertal.
  • Artgerechtes Futter wichtig: Sonnenblumenkerne, Mischungen für Körner-, Weichfutter- & Allesfresser.
  • Keine Speisereste verwenden, Futtersäulen schützen besser vor Krankheitserregern als Futterhäuschen.
  • Rotkehlchen, Finken und Meisen bevorzugen unterschiedliche Nahrung – Vielfalt an Futterstellen hilft.
  • Winterfütterung bietet Naturerlebnis, fördert Artenkenntnisse und begeistert Kinder für Vögel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Die Winterfütterung erlebt eine Renaissance bei uns im mittleren Filstal und das ist sehr erfreulich“, betont  der Nabu Mittleres Filstal und Lautertal in einer Pressemitteilung. Angesichts des zunehmenden Vogelschwunds wollten viele Menschen selbst einen Beitrag leisten, damit Gartenvögel besser durch den Winter kommen. „Optimal wäre es, wenn unsere Vögel wieder das ganze Jahr über in freier Natur satt werden und sich in naturnahen Gärten und einer bunten Kulturlandschaft an einer Vielzahl an Beerensträuchern sowie Samen und Körnern, zum Beispiel auf Stoppelfeldern, bedienen könnten“, finden die Vogelschützer. Zusätzlich sei das Füttern ein schönes Naturerlebnis, bei dem Artenkenntnisse vermittelt werden und vor allem auch Kinder und Jugendliche die flinken Flugkünstler aus nächster Nähe erleben könnten.

Drei goldene Nabu-Regeln zur Winterfütterung

Keine Speisereste verfüttern – am gefährlichsten sind gesalzene Speisen.

Artgerechtes Futter für die Vögel verwenden: energiereiche Samen und Nüsse wie Hafer, Maisflocken, Sonnenblumenkerne. Die Mischung macht’s, damit Feinfresser wie Rotkehlchen und Heckenbraunelle auch was finden.

Statt großer Futterhäuschen lieber Futtersäulen und Futtertrichter oder Kleinfutterhäuser nutzen, da das Futter hier besser geschützt ist und keine Krankheitskeime übertragen werden.

„Klar ist: Nicht jedes Futter schmeckt auch jedem Vogel“, betont der Nabu. Als Basisfutter, das im Zweifel von fast allen Arten gefressen wird, eignen sich Sonnenblumenkerne. Freiland-Futtermischungen enthalten zusätzlich andere Samen verschiedener Größe, die von der einen oder anderen Art bevorzugt werden. Grundsätzlich gibt es reine Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern, diese sind mit einem kräftigen Schnabel ausgerüstet und fressen am liebsten Sonnenblumenkerne, Hanf und andere Sämereien. Für die Weichfutter- und Allesfresser eignen sich auch Fett-Körner-Mischungen wie Meisenknödel und Ringe, sofern sie gut erreichbar und nicht in Plastiknetze verpackt sind.

Ein Grünfink am Vogelhaus

Ein Grünfink am Vogelhaus, er ist auch im Kreis Göppingen durchaus ein häufiger Gast in Gärten und am Futterplatz.

Dirk Hülser

Daneben überwintern hier die Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Amsel und Star. Sie bevorzugen tierische Kost oder nur sehr feine Sämereien. Hinzu kommen die flexiblen Allesfresser wie Meisen, Spechte und Kleiber, die im Winter von Weichfutter auf Körner umstellen. Wer also eine Vielzahl an Vögeln beobachten möchte, kann mehrere Plätze mit unterschiedlicher Nahrung anbieten.

Buchfink am Vogelhaus

Häufiger als Grünfinken sind Buchfinken am Vogelhaus anzutreffen.

Dirk Hülser