Windpark Lauterstein
: Der Wind bläst Geld in die Kassen der Kommunen

Betreiber und Anlieger unterzeichnen Vertrag zur Kommunalabgabe im Windpark-Projekt Lauterstein.
Von
Daniel Grupp
Lauterstein
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Den Vertrag unterzeichnen (von links): Thomas Kuhn (Bartholomä), Michael Lenz (Lauterstein), Hartmut Brösamle (WPD), Matthias Nägele (Böhmenkirch) und Christian Baron (Schwäbisch Gmünd).

Staufenpress

 Die Anliegerkommunen des Windparks Lauterstein haben an diesem Mittwoch mit dem Betreiber des Windparks einen Vertrag zur Kommunalabgabe unterzeichnet. Dies bedeutet, dass Bartholomä, Böhmenkirch, Lauterstein und Schwäbisch Gmünd – für Degenfeld – mit der Gesellschaft WPD, der die Windpark GmbH gehört, vereinbart haben, dass die Städte und Gemeinden am Erlös der Produktion beteiligt werden. Es handelt sich um eine freiwillige Abgabe des leistungsstärksten Windparks in Baden-Württemberg und aller Bestandsparks in Deutschland, wie die Stadt Lauterstein in einer Mitteilung berichtet.

13 Windräder im Umfeld von vier Kommunen

Die Gesellschaft „Windpark Lauterstein“ betreibt seit 2016 in einem Waldgebiet zwischen Lauterstein, Degenfeld, Bartholomä und Böhmenkirch insgesamt 13 Windenergieanlagen mit einer Gesamtkapazität von 35,75 MW. In dem Vertrag ist für die kommenden Jahre die finanzielle Beteiligung der Kommunen, die Kommunalabgabe nach dem 2023 aktualisierten Energieeinspeisungsgesetz festgelegt.

Neben den beteiligten Bürgermeistern unterzeichnet auch Dr. Hartmut Brösamle, Geschäftsführer der WPD GmbH, die Verträge. „Wir haben uns jahrelang für die Kommunalabgabe beim Bund eingesetzt und freuen uns, dass wir diese Verträge nun endlich unterzeichnen können“, wird Brösamle in der Mitteilung zitiert. Bei einem prognostizierten Jahresertrag von ca. 75 Mio. kWh wird die Windparkgesellschaft insgesamt 150 000 Euro pro Jahr an die vier Kommunen auszahlen.

Starkes Signal an die Kommunen

Die erfreuten Bürgermeister betonten, dass es sich um „ein starkes Signal an alle umliegenden Kommunen“ handelt, die nun von der durch den Windpark Lauterstein ermöglichten Kommunalabgabe direkt profitieren können. Laut Bürgermeister Lenz hätte für Bestandsanlagen keine Pflicht zur Abgabe bestanden.

Info WPD ist als Entwickler und Betreiber (IRPP) von Wind- und Solarparks eines der marktführenden Unternehmen in Deutschland. Das 1996 gegründete Unternehmen ist in Deutschland an 18 Standorten vertreten und hat den Hauptsitz in Bremen. Das IRPP-Geschäft umfasst eigene Projekte mit einer Gesamtkapazität von 2622 Megawatt, davon knapp 1000 MW in Deutschland. WPD baut auf internationalen Märkten in Europa, Asien, Nordamerika und Südamerika und im Inland stetig aus. Dazu auch www.wpd.de