Wilderer bei Göppingen
: Trächtiges Reh erlegt, Bock angeschossen

An zwei Orten im Kreis Göppingen haben Unbekannte auf Rehe geschossen und dadurch eine Rehkuh getötet, die Junge erwartete. Die Polizei sucht Zeugen.
Von
Isabelle Jahn
Lauterstein/Donzdorf
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Rehe fressen Grabschmuck ab: ARCHIV - 28.03.2024, Hessen, Frankfurt/Main: Im strömenden Regen läuft ein Reh über einen Acker in der Wetterau bei Frankfurt. In Fulda sorgen Rehe für Ärger, die auf dem Zentralfriedhof der Stadt Grabpflanzen abfressen. (zu dpa: «Mehr als 979 Tonnen Wildfleisch aus Nord-Revieren») Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine trächtige Rehkuh, die im Raum Göppingen von Wilderern beschossen wurde, hat nicht überlebt.

Boris Roessler/dpa (Symbolbild)
  • Wilderer töten trächtige Rehkuh und schießen auf Rehbock bei Göppingen.
  • Jagdpächter findet angeschossenen Rehbock apathisch im Wald.
  • Polizei sucht Zeugen für Vorfälle zwischen 22.03. und 2.04. in Lauterstein und Donzdorf.
  • Verdächtige Fahrzeuge nachts ohne Licht gesichtet.
  • Weitere Wilderei-Fälle in der Region, u.a. tote Rehe und Wildschweine.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für eines der Tiere kam jede Hilfe zu spät: Im Kreis Göppingen haben Wilderer auf zwei Rehe geschossen. In einem Fall erlegten die Täter ein trächtiges Reh, im anderen Fall wurde ein junger Rehbock angeschossen. Ein Jagdpächter fand ihn mit einer Schussverletzung an den Beinen und in apathischem Zustand vor.

Laut Polizei ereigneten sich die Jagdwildereien vermutlich in der Zeit zwischen Samstag, 22.03., und Mittwoch, 2.04., auf den Gemarkungen Lauterstein-Nenningen und Donzdorf-Winzingen. Bei den Tatorten handelt es sich um das Christental bei Nenningen und den Heldenberg, unweit des Heldenbergkreuzes, bei Winzingen.

Schüsse auf Rehe bei Göppingen: Polizei sucht Zeugen

Jagdberechtigte hatten in letzter Zeit in den Nachtstunden verdächtige Fahrzeuge ohne Licht im Bereich des Krähberges, unweit der Tatörtlichkeiten, beobachtet. Die Polizei fragt jetzt die Öffentlichkeit: Wer hat ebenfalls Personen, Fahrzeuge oder sonstige verdächtige Wahrnehmungen in den Waldgebieten rund um Winzingen und das Christental gemacht? Hinweise nimmt der ermittelnde Polizeiposten Donzdorf unter der Telefonnummer 07161/910310 entgegen.

Weitere Fälle von Jagdwilderei

Immer wieder kam es in den vergangenen Monaten in der Region zu Jagdwilderei:

  • Im Oktober fand jemand ein verendetes Wildschwein in einem Bachlauf Schlierbach und Hattenhofen. Die Schusswunde stammte von einer Kleinkaliber-Waffe – und nicht von einem berechtigten Schützen.
  • Im Bereich Reichenbach unter Rechberg entdeckte der zuständige Jäger im Juli zwei tote Rehe, die wohl ebenfalls von einem Wilderer erschossen wurden. Bereits im Juli 2023 war es zu einem ähnlichen Fall in derselben Jagdpacht gekommen, bei dem fünf Rehe starben.