Warnstreik im Landkreis Göppingen: Busstreik lähmt den Nahverkehr

Im Landkreis Göppingen erwarten die Fahrgäste am Freitag erhebliche Ausfälle.
Giacinto Carlucci- Busstreik im Landkreis Göppingen legt Nahverkehr lahm, Streiks auch in anderen Regionen Baden-Württembergs.
- Verdi fordert 9% mehr Entgelt und 100 Euro mehr für Azubis; Friedenspflicht endete am 31. Dezember 2024.
- Erste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis, nächste Runde am 15. Januar.
- Insgesamt 2000 Streikende erwartet, 30 Betriebe betroffen.
- Verdi: "Beteiligung höher als erwartet, Arbeitgeber sollen verhandlungsfähiges Angebot vorlegen."
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie angekündigt, haben die Warnstreiks im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg am Donnerstag begonnen, so eine Pressemitteilung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Auch in Göppingen kommt es am Freitag zu Ausfällen.
Nachdem die erste Verhandlungsrunde am 18. Dezember für die rund 9000 Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg ohne Angebot der Arbeitgeber beendet worden war, hat Verdi für diese Woche zu ersten Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft nach eigenen Angaben vor der zweiten Runde am 15. Januar Druck aufbauen, um zügig zu einem Abschluss zu kommen.
Ein Tag Streik im Kreis Göppingen
Die jeweils eintägigen Arbeitsniederlegungen begannen zur Frühschicht oder teilweise um 9 Uhr und enden heute Nacht. Gestreikt wird am Donnerstag im Raum Ludwigsburg, Raum Waiblingen, Bietigheim-Bissingen, Hemmingen, Backnang, Tübingen, Reutlingen, Esslingen, Raum Heilbronn, Raum Karlsruhe und Raum Pforzheim, Schwäbisch Hall, Heidenheim, Aalen, Schwäbisch Gmünd und in Böblingen. Am Freitag wird auch eintägig in Neckarsulm, Raum Heilbronn, Göppingen und Geislingen gestreikt. Verdi rechnet an den beiden Tagen mit insgesamt 2000 Streikenden.
Betroffen von den Arbeitsniederlegungen, die teilweise am Donnerstag und teilweise am Freitag jeweils eintägig stattfinden, sind rund 30 Betriebe, unter anderem die Stadtverkehre in Schwäbisch Hall, in Reutlingen, Göppingen, Waiblingen, Ludwigsburg, Backnang, Bietigheim-Bissingen, Stadtverkehr Heidenheim, Aalen, und teilweise in Karlsruhe, Geislingen, Böblingen, Neckarsulm, Schwäbisch Gmünd und im Raum Heilbronn, im Raum Schwetzingen/ Wiesloch und Plochingen. Außerdem der Stadtverkehr in Tübingen sowie auch der Überlandverkehr im Großraum Stuttgart, im Großraum Karlsruhe, im Raum Schwäbisch Hall und im Raum Reutlingen/Tübingen.
Kein Linienbetrieb
In den meisten bestreikten Unternehmen findet an den jeweiligen Streiktagen kein Linienbetrieb statt. Ein Mitarbeiter der OVG bestätigt mit den Worten „alles ruht“ den vorhergesagten Stillstand im Landkreis Göppingen.
Jan Bleckert, Verdi-Verhandlungsführer, betont in der Pressemitteilung: „Die Beteiligung an den Warnstreiks ist noch höher als erwartet. Die Arbeitgeber sollten dieses Signal ihrer Beschäftigten ernst nehmen und nächste Woche ein verhandlungsfähiges Angebot mitbringen.“ Verdi fordert unter anderem neun Prozent mehr Entgelt sowie 100 Euro mehr im Monat für die Auszubildenden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Friedenspflicht war am 31. Dezember 2024 ausgelaufen.
