Warn-App NINA: Trinkwasser in Faurndau erneut verunreinigt

Der Göppinger Stadtbezirk Faurndau.
ArchivDas Trinkwasser in Faurndau ist verunreinigt, meldet die Katastrophen-Warn-App NINA am Dienstag. Man habe einen Mitarbeiter mit Nachforschungen beauftragt, hieß es in der Leitwarte der Energieversorgung Filstal. Im Übrigen seien etliche Anrufe von verunsicherten Bürgern eingegangen. „Aufgrund einer bakteriellen Belastung des Leitungswassers durch Escherichia coli wurde am Dienstagnachmittag, 29.September, auf Anordnung des Gesundheitsamtes ein erneutes Abkochgebot für das Leitungswasser in Teilen von Göppingen-Faurndau erlassen“, so das Landratsamt.
„Über den Hochbehälter Haierhalde wurde vom vorgelagerten Wasserversorger verkeimtes Wasser in die Niederzone Faurndau eingespeist“, teilte die Stadt Göppingen am Nachmittag mit. Alle Haushalte werden deshalb gebeten, aus gesundheitlichen Vorsorgegründen das Wasser einmal sprudelnd aufzukochen, und wzar mit „einzuhaltender nachfolgender Abkühlzeit von circa zehn Minuten“. Die Stadtverwaltung wird die Bürger informieren, sobald sich die Verhältnisse wieder normalisiert haben.
Betroffen in Faurndau sind folgende Straßen:
Am Berg, Arnulfstraße, Banatstraße, Beckhstraße, Böhmerwaldstraße, Boßlerweg, Brenzer Straße, Brühlstraße, Dammstraße, Ecknerstraße, Erzgebirgestraße, Filseckstraße, Friedhofstraße, Goethestraße, Gutenbergstraße, Haierwaldstraße, Haydnstraße, Heinrichstraße, Hildenbrandstraße, Hintere Mühlstraße, Hirschstraße, Im Freihof, Im Teich, Junkerstraße, Kurze Straße, Limburgstraße, Lina-Stöhr-Weg, Liutbrandstraße, Ludwigstraße, Marienstraße, Obere Wasenstraße, Papiermühle, Rathausstraße, Richard-Wagner-Straße, Schubartstraße, Silcherstraße, Stiftstraße, Stuttgarter Straße, Südmäherstraße, Teckstraße, Turnhallenstraße, Untere Wasenstraße, Vordere Mühlstraße, Wehrstraße, Wölfleweg.
Probleme mit dem Trinkwasser im Sommer
Ende Juli und Anfang August hatte es in dem Göppinger Stadtbezirk ebenfalls Probleme mit dem Trinkwasser gegeben. Wegen eines eingedrungenen Tausendfüßlers im Hochbehälter Haier wurde zunächst Chlor zugesetzt. Dann musste das Wasser einige Tage lang sogar abgekocht werden. Am 6. August kam dann Entwarnung, nachdem bei Nachprüfungen wieder normale Werte zu verzeichnen waren. Die Rede war damals von einer bakteriellen Belastung des Leitungswassers durch Darmbakterien (Escherichia coli). Der Wasserzweckverband hatte die Lüftung reparieren lassen, die Wasserkammer gereinigt und das System wieder in Betrieb genommen.
Ursache der Verunreinigung im Trinkwasser ist unklar
Auch im Sommer hatte das Gesundheitsamt ein Abkochgebot aussprechen müssen. Bei einer der Kontrollbeprobungen nach Aussetzung der Chlorung (Natriumhypochloridlösung) wurden am 29. September erneut mikriobiologisch auffällige Werte bekannt. Wie die Bakterien in das Leitungswasser gelangt sind, ist weiterhin nicht eindeutig geklärt. Die Desinfektionsmaßnahmen müssen aus diesem Grund wieder aufgenommen werden.
Erste Laborergebnisse am Freitag erwartet
Nach dem Bekanntwerden der mikrobiologischen Belastung wurde das Leitungsystem unmittelbar desinfiziert und kräftig gespült. Am Mittwoch, 30. September sollen erneut Proben gezogen werden, um zu überprüfen, ob diese Maßnahmen erfolgreich sind. Erste Laborergebnisse werden für Freitag erwartet.Das Abkochgebot gilt, bis zu seiner Aufhebung durch das Gesundheitsamt. Die Bürgerinnen und Bürger werden sollen über die Internet-Auftritte der Stadt Göppingen und der EVF sowie über die Medien informiert.


