Vorlesungsstart in Göppingen
: Wissenschaft für jedes Alter

Das nächste Semester der „Uni der Generationen“ des Stadtseniorenrats Göppingen beginnt am 3. November. Karten können schon jetzt gekauft werden.
Von
Tinoversum GmbH
Göppingen
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Montagehalle

Blick in die Produktion von Windkraftanlagen. Wie kann die Stromversorgung mit erneuerbaren Energien funktionieren? fragt Prof. Dr. Dierk Bauknecht von der Fakultät für Umwelt und natürliche Ressourcen der Universität Freiburg bei der Auftaktvorlesung der Uni der Generationen (Symbolbild).

Jens Büttner/dpa
  • Am 3. November startet das Semester der „Uni der Generationen“ in Göppingen.
  • Vorträge zu erneuerbaren Energien, Klimawandel, nachhaltigem Bauen und Biodiversität.
  • Experten aus Unis Freiburg, Karlsruhe und Hohenheim präsentieren Lösungsansätze.
  • Tickets ab 15 Euro – erhältlich online, im ipunkt und an der Tageskasse.
  • Veranstaltungsort: Märklinsaal der Stadthalle Göppingen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Nachhaltigkeit, Klima und Natur“ ist das Semester der Uni der Generationen überschrieben, das bald beginnt. „Wir haben wieder ein sehr interessantes Programm zusammengestellt – mit ausgewiesenen Experten“, sagt der Stadtseniorenrats-Vorsitzende Wolfgang Hoffmann. Den Auftakt der Vorlesungsreihe macht am 3. November Professor Dr. Dierk Bauknecht von der Fakultät für Umwelt und natürliche Ressourcen der Universität Freiburg. Er fragt: Wie kann die Stromversorgung mit erneuerbaren Energien funktionieren? Die erneuerbaren Energien gelten als die umweltfreundlichste Form der Stromerzeugung, die zur Verfügung steht. Ihre Kosten sind zudem in den letzten Jahren deutlich gesunken und konkurrenzfähig geworden. Entsprechend besteht das politische Ziel, sie weiter bis auf 100 Prozent der Stromversorgung auszubauen. Dafür reicht es jedoch nicht, fossile Kraftwerke durch erneuerbare zu ersetzen. Denn erneuerbare Energien haben eine Reihe von Eigenschaften, die eine weitergehende Anpassung des Strom- und Energiesystems erfordern. Das betrifft das Strommarktdesign, das Stromnetz, die Nutzung von Flexibilität zum Beispiel auch auf Verbrauchsseite, die zentrale oder dezentrale Auslegung des Stromsystems sowie die zunehmende Elektrifizierung. In diesem Vortrag werden diese Herausforderungen vorgestellt und Lösungsansätze diskutiert.

Der Wald im Klimawandel, was tun?

Am 10. November beschäftigt sich Professor Dr. Ulrich Kohnle von der Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg der Universität Freiburg mit der Frage: Der Wald im Klimawandel, was tun? Die Beziehungen zwischen Wald und Klimawandel werden von zwei grundlegend unterschiedlichen Aspekten charakterisiert: einerseits entziehen Bäume der Atmosphäre beim Holzwachstum klimaschädliches Kohlendioxid und können so zum Klimaschutz beitragen. Andererseits leiden Wälder unter den Veränderungen und sind damit gleichzeitig auch Opfer des Klimawandels. Der Vortrag geht dazu auf Grundlagen des Baumwachstums ein: Wie funktioniert Photosynthese, wie wird Holz gebildet und wie wachsen ganze Bäume? Einen Schwerpunkt bilden Überlegungen, wie sich der anhaltende Klimawandel zukünftig wohl auf unsere Baumarten und Wälder auswirken könnte und welche Möglichkeiten für sinnvolle Maßnahmen zur Stabilisierung und Anpassung bestehen.

Nachhaltiges Bauen im 21. Jahrhundert

Mit dem Titel „Auf Pilz gebaut - nachhaltiges Bauen im 21. Jahrhundert“ ist der Vortrag von Professor Dr. Dirk Hebel vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am 8. Dezember überschrieben. Die Weltbevölkerung wächst seit Jahrzehnten und gleichzeitig steigt der wirtschaftliche Wohlstand. Beide Entwicklungen führen zu einem zunehmenden Druck auf unsere natürliche Umwelt, unser Klima und unsere Ressourcen. Der weitaus größte Teil unserer zum Bau verwendeten Materialien wird zurzeit aus der Erdkruste entnommen, benutzt und dann entsorgt. Sie werden im wahrsten Sinne des Wortes konsumiert und nicht aus natürlichen oder technischen Kreisläufen ausgeliehen. Dieser lineare, von fossilen Energieträgern angefeuerte Ansatz hat tiefgreifende Konsequenzen für unseren Planeten, die der Wissenschaftler darstellen wird.

Warum Biodiversität für die Zukunft wichtig ist

Den Abschluss macht am 12. Januar 2026 die Vorlesung von Professor Dr. Johannes Steidle von der Universität Hohenheim. Er ist Vorstand des Kompetenzzentrums Biodiversität und integrative Taxonomie (KomBioTa) und erklärt den „Wert von Biodiversität für die Menschen und die Biodiversitätskrise“. Der Begriff „Biodiversität“ ist in aller Munde und die Biodiversitätskrise wird als eine der großen Bedrohungen der Zukunft bezeichnet. Doch nur wenige wissen, worum es sich bei Biodiversität eigentlich genau handelt. In dem Vortrag soll der Begriff Biodiversität definiert werden. Es wird dargestellt, warum Biodiversität für unsere Zukunft so wichtig ist, es werden die Hauptbedrohungsfaktoren der Biodiversität behandelt und es wird darauf eingegangen, was wir zur Rettung der Biodiversität tun können.

Eintrittskarten für die Veranstaltungen sind jetzt erhältlich – beim Stadtseniorenrat, über die Webseite der Volkshochschule, im ipunkt am Rathaus Göppingen und an der Tageskasse, solange verfügbar. Einzelkarten kosten 15 Euro, Semesterkarten 45 Euro. Mitglieder des Stadtseniorenrats erhalten diese vergünstigt.

Immer in der Göppinger Stadthalle

Vorlesungen Alle Vorlesungen finden im Märklinsaal der Stadthalle Göppingen, Blumenstraße 41, statt (Konferenzeingang: Nordseite).
Partner Veranstaltet wird die Uni der Generationen durch den Stadtseniorenrat Göppingen, unterstützt durch die Kreissparkasse Göppingen, den Medienpartner NWZ und in Zusammenarbeit mit der Hochschule Esslingen, Campus Göppingen.