Vorfall in Eislingen: Fremde sollen Kinder angesprochen haben – Polizei fährt verstärkt Streife

Ein Fremder soll in Eislingen Kinder angesprochen haben (Symbolbild). Konkrete Hinweise hat die Polizei jedoch nicht.
Jörg Lange dpa/Archiv- In Eislingen sollen Fremde Kinder angesprochen haben; Polizei verstärkt Streifenfahrten.
- Eltern der Friedrich-Schiller-Schule werden zur Wachsamkeit aufgerufen.
- Polizei sieht keine akute Gefahr, ermittelt aber weiter.
- Eltern sollen mit Kindern über Gefahren sprechen und Verhaltensregeln festlegen.
- Polizei betont: sexueller Missbrauch durch Fremde selten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In einem Brief sensibilisiert die Schulleitung der Friedrich-Schiller-Gemeinschaftsschule Eislingen die Eltern, wachsam zu sein. Im Laufe der Woche habe es demnach wieder zwei Fälle gegeben, in denen Kinder der Schule morgens auf dem Schulweg beziehungsweise auf dem Weg nach Hause von Fremden angesprochen worden seien. Beide Fälle seien bei der Polizei in Eislingen angezeigt worden und würden auch von der Kriminalpolizei verfolgt. Laut Aussage der Polizei bestehe keine „akute Gefährdung“, heißt es in dem Schreiben an die Eltern.
Dennoch bittet die Schulleitung die Eltern, mit den Kindern ins Gespräch zu gehen und ihnen klarzumachen, zu niemanden ins Auto zu steigen, auch wenn er „Süßigkeiten oder ein süßes Hundebaby anbietet“. Fremden solle grundsätzlich nicht der Name oder die Adresse genannt werden. Fühle sich ein Kind bedroht, solle es zurück zur Schule gehen und sich dort Hilfe holen. Wichtig ist der Austausch: Bei entsprechenden Vorfällen soll das Kind sich den Eltern oder Lernbegleitern anvertrauen. Die Thematik werde auch noch im Unterricht besprochen.
„Der Polizei ist der Sachverhalt bekannt“, teilte ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Ulm auf Anfrage mit. Bei den Ermittlungen hätten sich jedoch keine Hinweise ergeben, dass ein Kind konkret angesprochen wurde. Auch das betroffene Kind habe nichts „zur Konkretisierung des Sachverhaltes“ beigetragen. Die Polizei sei dennoch rund um die Schule verstärkt Streife gefahren.
Meldungen darüber, dass Kinder aus Fahrzeugen heraus angesprochen werden, beunruhigen alle Eltern und Erziehungsverantwortlichen. „Jedoch hat nicht jeder Fremde, der ein Kind anspricht, Böses im Sinn“, sagt die Polizei. Tatsache ist, dass sexueller Missbrauch durch fremde Täter vergleichsweise selten ist. Ihnen sind in erster Linie exhibitionistische und ähnliche Handlungen zuzurechnen. Nur in sehr seltenen Fällen werden Kinder von unbekannten Personen überfallen, missbraucht oder sogar getötet.
Mit den Kindern über die Gefahren sprechen
Wenn Ihr Kind davon erzählt, von einem Fremden angesprochen worden zu sein, sollte man Folgendes beachten: „Loben Sie Ihr Kind dafür, dass es sich Ihnen anvertraut hat. Vermeiden Sie Gerüchte und beugen Sie somit einer Hysterie in Ihrer Nachbarschaft vor. Melden Sie den Vorfall der Polizei. Über den Polizeinotruf 110 erreichen Sie diese zu jeder Tages- und Nachtzeit. Bereiten Sie Ihre Kinder auf solche Situationen vor“, empfiehlt die Polizei. Eltern können Verhaltensregeln für den Schulweg und die Freizeit festlegen. Realitätsnahe Rollenspiele sollten aber auf jeden Fall vermieden werden, um Kinder nicht unnötig zu ängstigen.
Tipps zur Vorbeugung gibt es unter diesem Link: https://ppulm.polizei-bw.de/ansprechen-von-kindern/

