Versuchter Totschlag in Unterführung: 66-Jähriger stirbt nach Tritten und Schlägen im Krankenhaus

Versuchter Totschlag endet doch tödlich: wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilen, ist am Montagnachmittag ein 66-Jähriger im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen gestorben. (Symbolbild)
Marijan Murat/dpa- 66-Jähriger stirbt nach Schlägen und Tritten in Bahnhofsunterführung in Wendlingen.
- Tatverdächtiger 36-Jähriger meldet sich nach kurzer Flucht der Polizei; in U-Haft.
- Beide Männer lebten in Unterkunft für Geflüchtete; Hintergrund der Tat unklar.
- Zeugen, besonders Kinder, werden gebeten, sich bei der Polizei Nürtingen zu melden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der 66-Jährige war bei einer Auseinandersetzung mit einem Bekannten am 9. Februar in einer Bahnhofsunterführung in Wendlingen schwer verletzt worden und starb am Montagnachmittag (17. Februar) im Krankenhaus an den Folgen. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und dem Polizeipräsidium Reutlingen hervor.
Wie die Kriminalpolizei berichtet, bewohnten die beiden Männer eine örtliche Unterkunft für Geflüchtete. Gegen 17.40 Uhr trafen sie in einer Bahnhofsunterführung aufeinander, es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Dabei soll der 36-Jährige seinen Bekannten durch Schläge und Tritte, unter anderem gegen den Kopf, schwer verletzt haben.
Tritte vor den Kopf
Der 66-Jährige musste nach einer notärztlichen Erstversorgung mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Der Tatverdächtige, der zunächst geflüchtet war, meldete sich wenige Minuten später über Notruf bei der Polizei. Er konnte daraufhin von einer Streifenwagenbesatzung beim Rathaus vorläufig festgenommen werden. Der 36-Jährige, der bei der Auseinandersetzung leichte Verletzungen erlitten hatte, wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde der aus dem Gazastreifen stammende und wegen Körperverletzungsdelikten polizeibekannte Beschuldigte am Montagnachmittag (10. Februar) dem Haftrichter beim Amtsgericht Nürtingen vorgeführt. Seitdem befindet er sich wegen des Vorwurfs des versuchten Totschlags in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zum Auslöser der Auseinandersetzung dauern an.
Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (07022) 92240 beim Polizeirevier Nürtingen zu melden. In diesem Zusammenhang werden insbesondere mehrere Kinder gesucht, die die Auseinandersetzung in der Bahnhofsunterführung bemerkt haben dürften.

