Drogendealer bei Göppingen: Zwei Angeklagte sollen mit 147 Kilo Kokain gehandelt haben

Die Staatsanwaltschaft Ulm wirft zwei Angeklagten aus dem Kreis Göppingen vor, im großen Stil mit Kokain gehandelt zu haben. (Symbolfoto)
Marcus Brandt/dpa- Prozess gegen zwei mutmaßliche Drogendealer aus Göppingen startet am 1. Oktober in Ulm.
- Angeklagt wegen Handels mit 147 Kilo Kokain in zwölf Fällen zwischen März 2020 und Februar 2021.
- Ermittlungen durch Auswertung von abhörsicheren Krypto-Handys führten zur Anklage.
- Staatsanwaltschaft fordert Vermögensabschöpfung von fünf Millionen Euro aus illegalen Gewinnen.
- Urteil wird Mitte November erwartet, beide Angeklagte seit Anfang 2025 in U-Haft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gegen zwei 43 und 51 Jahre alte Männer aus dem Landkreis Göppingen hat die Staatsanwaltschaft Ulm Anklage wegen bandenmäßigen Drogenhandels in zwölf Fällen erhoben. Die beiden Angeklagten sollen in rund einem Jahr insgesamt 147 Kilogramm Kokain verkauft haben. Der Prozess gegen die beiden Angeklagten beginnt Mittwoch, 1. Oktober, um 14 Uhr vor der 3. Großen Strafkammer des Landgerichts Ulm.
Die Anklagebehörde wirft den beiden serbischen Männern vor, dass sie zusammen mit weiteren Personen von März 2020 bis Februar 2021 aus einem Drogenbunker im Stuttgarter Großraum im großen Stil mit Kokain gehandelt haben sollen. Der 51-Jährige soll die Geschäfte von Serbien aus organisiert haben, während der 43-Jährige die Betäubungsmittel vor Ort – vornehmlich im Stuttgarter, aber auch im Göppinger Bereich – ausgeliefert habe, schreibt die Staatsanwaltschaft. Sie sollen bei zwölf Einzelgeschäften insgesamt mit 147 Kilogramm Kokain gehandelt haben. Auf die Schliche kamen die Ermittler den Männern über die Datenauswertung sogenannter Krypto-Handys, bei welchen es sich um abhörsichere Smartphones mit besonderen Sicherheitsfunktionen und chiffrierten Datenübertragungskanälen handelt und die häufig in Kreisen der organisierten Kriminalität verwendet werden.
Fünf Millionen Euro durch Straftaten
Die Staatsanwaltschaft Ulm betreibt außerdem eine Vermögensabschöpfung, das heißt, den Männern soll alles, was sie aus den Straftaten illegal erlangt haben, abgenommen werden. Derzeit geht die Staatsanwaltschaft dabei von einem Betrag von knapp fünf Millionen Euro aus. Der Straßenverkaufswert betrage wahrscheinlich sogar den doppelten Wert, erklärt die Staatsanwaltschaft weiter.
Die beiden Serben, die sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert haben, befinden sich seit Jahresbeginn 2025 in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind insgesamt neun Termine geplant, mit einem Urteil gegen die beiden Angeklagten wird Mitte November gerechnet.

